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2,1 (1860) Vom Jahre 1400 bis zu den Jahren 1600 und 1700
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Missionsblatte, 1857, Jan., Nr. 1, S. 13 flgd. (vgl. auch denNorddeutschen Corrcspondeuteu, 1857, Nr. 80) heißt es weiter:Es ist hier bei der Kirche ein Legat, dessen Zinsen jähr-lich zur Kleidung armer Kinder verwandt werden müssenvon dem jedesmaligen Pastoren, dem die Verwendung zusteht.Dieses Legat heißt das Oertzen-Wietzendorfsche Legatund ist von den beiden Familien von Witzendorf und vonOertzen vor länger als 600 Jahren gestiftet worden. Essind hier nämlich vor alten Zeiten zwei Burgen gewesen ander Oertze und Wietze, in welchen die Burgvögte vonOerzen und von Wietzendorf gewohnt haben. Diese Burg-vögte sind von Hermann Billing eingesetzt worden undhaben schon in der Schlacht, die Herzog Bernhard, HermannsSohn, im Ansang des II. Jahrhunderts gegen dieheidnischen Polaber im Lauenbnrgischen Lande und ihre Bundes-genossen gewann, tapfer mitgefochten. Als später unter Hein-rich dem Löwen im 12. Jahrhundert die Krenzzüge der Sachsengegen die Wenden jenseits der Elbe im Gange waren, sinddiese Burgvögte auch mit unter den Kreuzfahrern gewesen undsind zur Belohnung ihrer geleisteten Dienste mit großen Be-sitzungen jenseits der Elbe theils im jetzigen Meklenbur-gischen, theils im Laucnburgischen belehnt worden, die ihnennachher, auch nachdem Heinrich der Löwe bei dem Kaiser inUngnade gefallen war, vom Kaiser bestätigt worden sind.Da die Oerzenburg und die Wietzenburg nur wenig voneinander entfernt waren, kaum drei Stunden, so waren dieFrauen oft bei einander mit ihren Kindern und brachten dieZeit zu mit dem Besuch der Gottesdienste, mit dem Besuchder Armen und Kranken und waren zu Hause eifrig damitbeschäftigt, Speisen zu bereiten für die Kranken und Kleiderfür die Armen, wie es damals die fromme Sitte der Edel-frauen war. Unter den Kindern der beiden Familien hattenbesonders zwei Töchter, die Marie und Anna hießen, eineherzliche Liebe zu den Armen und Kranken und ihre Mütterkonnten ihnen keine größere Freude machen, als wenn sie siemitnahmen in die Häuser und Hütten der Bauern zu denArmen und Kranken, oder wenn sie mit ihnen gingen in die