XI
auch »icht in» Stande, irgend etwas znr festem Begründungund genauern Erläuterung nachzutragen, sondern »miß anincincn ausgesprochenen Ansichten festhalten, welche wenigstensam meisten zu sichern Urkunden stimmen. Die Urgeschichteder alten adeligen Geschlechter in den ehemaligen Wenden-ländern ist außerordentlich dunkel und schwierig. Es ist dahernicht unmöglich, daß meine Ansicht bezweifelt und irgend eineandere geltend gemacht werden kann; es ist auch in der Thatnicht unmöglich, daß sich die Sache wirklich anders verhält, alssie von mir dargestellt ist; es müssen aber doch einige stich-haltige Gründe vorgebracht werden, wenn meine Darstellungbezweifelt werden soll. Sehr nahe liegt die schon alte Ver-muthung, daß das Geschlecht von dem Flusse Oertze imLünebnrgischen stamme und seinen Namen habe. Und dieseVermuthung ist in den neuesten Zeilen wieder aufgefrischtworden. In dem Hcrmannsburger Missionsblatt,1855, Jan., Nr. l, herausgegeben vom Pastor HarmS inHermannSbnrg, gedruckt bei L. Anhalt in Celle, heißt es S.10 flgd.: „Um aber daö Land und namentlich sein geliebtes„Erbe gegen plötzliche Nanbanfälle besser zu schützen, legte„Hermann Billing, Herzog von Sachsen, feste Burgen an,„so namentlich die Hermannsburg, um welche sich nun die„Leute »nieder anbauten, die damals den Wenden entkommen„waren, die Oerzenburg, die Wictzenbnrg »c. Vor seinen»„Ende, noch in» Jahre 972, hatte er die Freude, die Kirche,„zu der er ans seinem Bondcnhofe den Grundstein gelegt„hatte, an» Petri-Panlitage eingeweiht zu sehen. — Das ist„dieselbe (?) Kirche, die noch in Hcrmannöbnrg steht.
„Und denke ich daran, welche Segnungen ans diesem Hause„ausgegangen sind, — — — — ja »vie aus den von Her-„inann angelegten Burgen an der Oerze und Wietze die„Bnrgvoigte von Oerzcn und von Wietzendors schon mit„Herzog Bernhard auszogen, um in Lauenburg und Meklen-„bnrg die heidnischen Völker zum Christenthum bringen zu„helfen, muß dann nicht aus den» Eifer der Vorfahren der„eigne Eiser entbrennen!" In demselben Hermannsburger