Fünfter A b s ch n i t t.
Vielleicht lösete er sich sehr bald aus solcher, und es wurde ihm wahrscheinlichzur Pflicht gemacht, des Herzogs Heinrich jun. Parthei zu verlassen. Conradder Dritte wird diesem nachgekommen seyn, und sich um so weniger geneigtgefühlt haben, im Jahre 1521 die Liebenburg sofort dem Herzoge zu offnen,als er wahrscheinlich solche als hildesheimsches Eigenthum unentgeldlich magverlangt, und die von Schwicheldt wegen ihres Pfandtschillings an den Bischofvon Hildesheim mag verwiesen haben. Bei gezeigtem Widerstande hat wahr-scheinlich der Herzog die früheren Verhältnisse berücksichtiget, und deshalb zuder Capitulation (Nro. 233) sich um so geneigter verstanden, vorzüglich, daihm die Freundschaft derer von Schwicheldt in jener Zeit sehr wichtig erscheinenmogte. Würklich hat er sie auch damals unter andern in seinen Geldverlegen-heiten benutzt, wie dieß seine Schuldverschreibung vom Jahre 152h (Nro. 262)beweiset. 1525Nfl. war der Herzog unserm Conrad dem Dritten in verschiedenen Sum-men schuldiggeworden, die theils zur Unterhaltung der Kriegsvölker, theils zu Ver-furen verwandt waren, und solltendurchdieSceuernvonden UnterthanenderLieben-burg wieder abgetragen werden. Conrad der Dritte starb am Mittwochen nachPfingsten 1523 auf der Liebenburg , und ist wahrscheinlich im Kloster Woltingerodebeerdiget worden.
Seine Gemahlin war Ilse von Nutenberg, Heinrich von Rutenberg aufPeine Tochter, welche sich als Wittwe nach Goslar begab, allda vom StifteSt. Simon und Juda den bei dem Münster und der Stiftskirche belegenenStiftshof für 160 RGfl. kaufte, und wahrscheinlich auch daselbst verstorben ist.
Aus ihrer Ehe sind 6 Söhne und 2 Töchter nachgeblieben: Conrad der Vierte(§. 55), Heinrich (§. 56), Hans (§. 57), Christoph (ff. 58), Wolfgang (§. 57),Jobst (Z. 5y), Adelheid, welche mit Achatz von Velthcim, Conrads Sohn aufJcrren, und Kunigunde, welche mit Herrmann Bock zu Nordholz verheirathcc ist.