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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Das altere Hildesheimsche Haus.

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Bartholdt mit Vornamen genannt sind. Der Letztere ist jedoch nicht in diesemTreffen geblieben, sondern nur zum Gefangenen gemacht gewesen, wie dieUrkunde sub Nro. 2llS. klar ergiebt. Eben so ist auch Levin von Reden inGefangenschaft gerathen.

Trotz dieses Unfalls ließen doch der Markgraf und seine Verbündetenden Muth nicht sinken. Er mußte sich zwar nach Hannover zurückziehen,fertigte inzwischen unterm 11. Juli 1553 die Gebrüder Heinrich und Jobstvon Schwicheldt, Conrads des Dritten Sohne, mit einem besondern Schreiben(Nro- 2t»3 ) an die Stadt Braunschweig ab, um alldort den Verlauf derSchlacht zu erzählen, und um Geldzuschuß zu werben. Die Braunschweigerließen es an Unterstützung nicht fehlen; der Herzog Erich von Braunschweig-Lüneburg und der Herzog Franz von Sachsen--Lauenburg verstärkten sein Heermit Mannschaft; und nun begab sich der Markgraf mit seinen Völkern indas Feld zu Gittelde, wo er sich auf dem Berge oberhalb Broitzen lagerte.Hier wollte er dem Herzoge Heinrich dem Jüngern am 12. September 1553eine zweite Schlacht liefern. Bevor er sein Heer aber in eine Schlachtordnungaufstellen konnte, überfiel ihn schon der Herzog, und schlug ihn abermals.

Nach diesem anderweiten Siege rüstete sich der Herzog alles Ernstes zurBelagerung der Stadt Braunschwelg, schlug zwei Lager vor der Stadt auf,die doppelt verschanzt waren, und erlangte in dem am 20. October 1553durch Vermittlung der Kaiserlichen Commissarien, des Bischofs Wigand vonBamberg und des Bischofs Melchior von Würzburg, auch der Abgeordnetender Städte Nürnberg, Goslar, Hildesheim, Göttingen und Einbeck geschlossenen,aus 37 Artikeln bestehenden Frieden unter andern, daß die Stadt Braunschwekgihm 80,000 Rthlr. in fünf Terminen bis zum Jahre 1558 für Kriegskostenund an Schadensersatz bezahlen sollte.

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