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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Dritter Abschnitt.

keineswegs zufrieden. Er protestirte dagegen, und verweigerte selbst dann nochdie Folgeleistung, als der Kaiser ihn mit Strafe der Reichs--Acht bedrohete.Er ließ im Jahre 15tc5 durch seine Haupcleute Kriegsvölker im Meklenburg--schen anwerben, und bei seinem Bruder im Stifte Verden sich sammlcn.Sein Obrist Christoph von Wrisberg brandschatzte im September 15t>5 dasLand Hadeln, wo der Herzog zu seiner Armee kam, und damit in das StiftVerden zurückgieng. Hier brach er, 1600 Reuter und 8000 Mann Fußvolkstark, auf, zog damit durch das Fürstenthum Lüncburg seinem eigenen Landezu, und eroberte Steinbrück. Der Graf von Teklenburg verstärkte ihn mit800 Reuter und 3000 Mann Fußvolk, worauf der Herzog die BelagerungWolfenbüttels begann. Das Kriegsfeuer loderte jetzt in seinen eigenen Landen,und schien verheerender werden zu sollen, indem die Schmalkaldenschen Bundes-Geuossen sich erhoben. Der Landgraf von Hessen rückte mit 7000 Mann, auch3 Fahnlein Lanhesknechten und 1600 Reutern heran. Zu ihm stieß bei Nörtender Herzog Ernst von Grubenhagen mit 1000 Reutern, 3000 Knechte und6000 Mann andern Volks, ungleichen der Herzog Moritz von Sachsen mit1000 Mann zu Roß und 5000 Mann zu Fuß. Die ganze verbündete Machtführte 35 Stück groben Geschützes mit sich.

Der Herzog Heinrich jun. hob nun die Belagerung der Feste Wolfeit-büttel auf, sammelte seine Völker, zog in Begleitung seines Sohns CarlVictor, seinen Gegnern mit seiner ganzen Macht entgegen, und lagerte sich zuCalfelde. Hier sieng man Friedens-Uuterhandlungen an, die jedoch, sovielMühe der Herzog Moritz von Sachsen auch deshalb sich gab, nicht zum Zweckgefördert werden konnten

Am 2lsten October 15tl5 rückte man in Schlachtordnung; schon siengdas Geschütz an zu spielen, als Herzog Heinrich, der überlegenen Macht

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