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Dritter Abschnitt.
als Obmann hinzugefügt. Diesen legte man am Freitage nach Latare 1527nicht weniger denn 38 streitige Puncte vor, um solche zwischen den Brüdernzu schlichten. Sämmtlich waren es, wie die annoch vorhandene desfallsigeUrkunde beweiset, vorübergehende Zwistigkeiten, die bei einem gemeinschaftlichenBesitze und Verwaltung großer Güter leicht entstehen können, und hier derMühe der Aufzahlung um so mehr überheben, als sie für die Folgezeit ganzund gar kein Interesse haben können. Sie waren über das in Pfandschafthabende Schloß Liebenburg und dessen Zubehör entstanden, das langst nichtmehr im Besitze der Familie ist, und selbst bald nach diesem Vorfalle denHanden der Brüder entzogen wurde.
Denn auf Ostern 153^ zahlte Herzog Heinrich der Jüngere von Braun-schweig denen von Schwicheldt die ursprüngliche Versatzsumme, welche ihrGroßvater, Conrad der Erste, im Jahre 1^63 dem Bischöfe Ernst von Hil-desheim vorgestreckt hatte, mit 1P812 RGfl. aus, und wollte ihnen für dieanderweit im Jahre 1A68 auf die Liebeuburg vorgestreckten 1500 fl. nichtsgut thun, verwieß sie vielmehr damit lediglich an den Bischof und dasDomcapittel zu Hildesheim.
Für die Einsaat auf den Aeckern wollte der Herzog gleichfalls nichtsbesonders vergüten, nahm ihnen vielmehr nicht nur die Saat von den zurLiebenburg würklich gehörigen Landereien, sondern auch die auf ihrem erbeigen-thümlichen Gute Lüderode, von der langen Hufe auf der Haar und vomKesselfelde bei Ostlutter ohne allen Ersatz weg. Der Herzog erndtete alle ihredortigen Wiesen ab, und zog den Zehnten zu Levede, alles unter dem Ver-wände, dieß waren sämmtlich Zubehörungen der Liebeuburg, die nun durchobige Summe eingelöset wären.
Der Herzog maaßte sich auch die Holzungen in der Wortlah, in derFlachstöckheimschen Ohe und in den Lauen oberhalb Ostlutter an, und trieb