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4 (1866) Spaur - Z : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 6530 Adels-Geschlechter
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Stern> Sterns

T. 32. Taschcub. der grcifl, Häuser auf 1844 ruf. Geueal. statist.Handb. v. 1327 u. f.) Stammwappen: In Blau ein gold. Stern.sKneschke, deutsche Grafeuh.s Ein Pater Iah. Tanncr soll von die-sem Gcschlechte 1732 ein Werk von zwei Folianten herausgegebenhaben, worin er zu behaupten sich erdreistet, daß die Herren v. S.in Westfalen von einem der heil, drei Könige abstammten (derenWappen auch sogar einige Ausgaben des sicbmacher'schen Wappen-Buches haben), welche den Stern im Morgcnlande gesehen, fv. H.)

2- Stcrnberg, in Schweden, Schlesien und Rußland,die sich Freiherren v. Ungar oder Ungern-S. schreiben. Eshat dieses Geschlecht der v. U.-S. Freiherren zu Pürkel mitden Grafen v. S. in Böhmen einerlei Ursprung, ist aber seit1211 in Liefland n. Esthland und seit 1653 in Schwedenseßhaft und gehört zu den dortigen Ritterschaften. Ein Zweig da-von hat sich in Deutschland niedergelassen, nachdem sich Rein-hold Helmerich Frhr. v. U.-S. zu Anfang des 18. Jahrhundertsnach Ostfriesland gewendet und daselbst mit Sofien Katha-rinen v. Kleinau, der Schwägerin des F. Kr. Eberhard vonOstfriesland, vermählt hatte, als dessen Hvfmarschall er am 2. Febr.1726 starb. Dessen Abkunft von Johannes v. S. mit dem Bei-namen Ungern (der 1211 mit 1666 Mann Ungarn nach Lief-land kam, wo er sich mit Hedwig, Tochter des Königs Kaubvon Liefland, vermählte, und Ungern,Hungarus ab Hun-garia", genannt wurde) leitet eine von der lief- und esthländischenRitterschaft anerkannte Stammtafel ab, welche sein Urenkel, dergroßherzoglich bad. geh. Rath nnd Kammerhcrr Wilhelm HellwigKarl Robert August Frhr. v. U.-S., welcher für sich und seineNachkommen das Jndigenat im Großherzogthum Baden erhielt,besizt, in dessen Familie jener Zweig noch allein fortblüht.(Arndt, Chron. II. 86. 198. Büsching, Magaz. III. 231. Land-Rolle des Herzogth. Esthland nach der Revision von 1774. S- 17. 39. 4t.59. 81. 89. v. Firks, Nrspr. des Adels in den Ostsceprov. S. 131.Sinap II. 450. - Gauhe I. 1801. Zedier XXXIX. 1881.)Im I. 1653 wurde das Geschlecht in Schweden in den Freiherrn-stand erhoben und 1666 eingeführt, fv. Stiermann's Matrikel II. 104. Wappen bei Cedercrona u. Carlskiold. v. Hefner, Nassauer AdelS. 10. T. It. v. Ledebur III. 44. 353.) W.: Mittelschild in S.ein g. Stern; 1. u. 4. drei g. Lilien in B., 2. u. 3. in G. eines. Rose mit gr. Blättern. sFrhrl. Taschenb. v. 1861.)

3. Sternbcrg, in Preußen, eigentlich Küchenmeisterv. S., die diesen Namen von der in der Neumark gelegenenHerrschast Stern berg angenommen zu haben scheinen; aus die-sem Gcschlechte war Michael K. v. S. um das I. 1412 Advokatder Neu mark, darauf von 14131422 Hochmeister des deut-schen Ordens, in welchem Jahre er in den damaligen Unruhendiese Würde niederlegte. K. v. S. auf Krotkau wurde am16. Sept. 1846 mit Beschränkung in den prenß. Grascnstanderhoben. Man sehe auch unter Küchenmeister.

sDiethmar (1737), Wappen u. Ahnentafel II. n. 2. u. II. 15. n. 1.Venator, Bericht vom deutschen Orden. Sicbmacher V. 27. ZedierXV. 2003. XXXIX. 1988. - Hartkuoch, Alt- u. Neu-Preußen. -Gauhe I. 84. v. Ledebur I. 488. III. 296. v. H.)

Wappen: In B. drei g. Sterne. Wol Eines Stammes mitdem böhm. Geschlechte.

4. Ztcrnbcrg, in Schlesien, und zwar im FürstenthumeOels, wohin sie aus Polen gekommen, wo sie früher in derWoiwodschaft Sendomir ansässig waren. Nach Polen kamen

sie übrigens aus Böhmen, und sind, wie schon das Wappenzeigt, Eines Stammes mit denen v. S. in Böhmen. Wappen:In Blau ein g. Stern auf s. Hügel.

fOkolski, orb. Pol. III. 136. Gauhe I. 1800. Sinap I. 932 936. 11.450. Siebmacher I. 7t. n. 15. v. H.)

Stcrnberg, s. Scaguetti.

Sternbing-Speck, s. Speck.

Iteriltusisi, eine ursprünglich schwedische, jczt auch in Oester-reich nnd Böhmen lebende Familie, aus welcher dem FreiherrnKarl v. S. am 16. Sept. 1774 von der Kaiserin Maria Theresiader Militär. Maria - Theresienorden ertheilt wurde, wobei er seinfrhrl. Wappen bestätigt erhielt. (Throff II. 173. 246. SicbeukeesI.B. 13. Heft. 65. M. v. M., Erg. 104. - v. H.)

Stcrndrcy, s. Kotcck.

1. st Itcriicck, eine Familie, deren Ansiz die nun längst zer-störte Burg S. bei dem Weiler gleichen Namens im OberamtSulz war.

2. Itcrncck, Sternegg, eine theils adliche, theils freiherrlicheFamilie in Böhmen, die den Vornamen Gündter führt unddaher eigentlich Gündter Ritter v. Sternegg heißt. Am 24. Dez.1739 wurde dieselbe in den Freiherrnstand erhoben, nachdem 1766Joh. KaSpar Gündter v. Sternegg Hofapotheker in Wienden Ritterstaud erlangt hatte. Ihr gehörte der Landgerichtöprästdentin Prag, gest. um 1826, und der Oberhofmeister inKöthen inden Jahren 18191844 an. Von Schriftstellern ist die Familienirgends erwähnt; denn die von Sinap, II. 456, Gauhe, I. 1861,und Siebmacher, I. 36. II. 88. 136. III. 177, angeführten Familienv. S. stehen in keiner Verbindung mit der vorstehenden. (Oesterr-Wappenbuch XVI. 53. Vehse, Geschichte des Hofes u. Adels derösterr. Monarchie VI. 45. v. Hefner, krainer Adel S. 18. Taf. 17.)In die Landmannschaft in Krain aufgenommen 1824. jch. H.)

Itcrneck, s. Bartsch; Daubleski.

Stcrncgg, s. Kossen.

Stcrnciiiliuii, Krist. Adolf, Lieutenant im preuß. Dragoner-Regimentv. Krockow", wurde am 36. Dez. 1766 geadelt.

sv. Zedlitz. v. Ledebur II. 484. v. H.)

Sternenscls, s. Desimon; Schröer.

1. Stcrnseid, genannt Weckbecker. Der quieszirte k. daher.Oberappellationsgerichtsralh Hugo Josef Joh. Nepomuk v. S. er-hielt über den von dem Fürsten von Schwarzenberg im Jahre1786 seinem Vater verliehenen pfalzgräfl. Adel ein neues Diplomvom König von Bayern am 26. April 1817.

sv. Lang, Suppl. 143. v. Hefucr, Nassauer Adel S. 14. Taf. 15;daher. Adel S. 122. T- 150. Kueschke, Wappen IV. v. H.)

Vielleicht gehören Nachfolgende zu dieser Familie: Joh. Edlerv. S., welcher sich 1857 unter den unangestellten k. k. österr.Obersten befand; Sigmund Edler v. S., welcher Hauptmann im17. Inf. Regiment, und Thomas Edler v. S., welcher Major im5. Inf. Regiment war.

2. Stcrnseld. Amalie Stargard in Negensburg, Pflege-Tochter der Gräsin Maria Anna v. Lerchenfeld, wurde unterm1. August 1823 vom Großherzog von Hessen mit dem Namenv. Sternfeld" in den Adelstand erhoben.

sv. Hefner, Hess. Adel S. 27.)

3. Stcrnfcld, ein in Preußen auf Goldau, Hacke, Stcn-kendorf 1844 seßhaftes Geschlecht. jch. Ledebur II. 484-^j