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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
Entstehung
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Sel

— v, Falkenstcin, Annal. Nordg. I. VI. 225. — v- Hattstein III. 491—493. — Siebmacher l. 194. n. >4. — v. Meding II. n. 835. — v. H.s

st Sclbold. Dieses rheinländ. Geschlecht kam im I. 1221bis 1613 vor, wo am 18. Okt. 1613 der Lezte ihres Geschlechtsstarb, nachdem der männliche Stamm schon am 5. Febr. 1578mit Heinrich v. S., Vicedom zu Mainz, mit Tode abgegangen war.

sHumbracht, Taf. 246. — Schannat, Client Fuld. 152. — SiebmachcrV. 130. n. 7. — v. Meding III. n. 772. — v. H.s

Seibis, ein ursprünglich schottländisches, in Holsteinbegütertes frciherrliches Geschlecht.

Selchow. Dieses in der Nenmark Brandenburg und inPommern seit dem Anfange des 16. Jahrhunderts bekannteGeschlecht ist auch im Halberstadt'scheu, Preußischen,Braunschweig'schen und Sächsischen seßhaft.

sv. llechtritz, Gcschl. Erz. I. Taf. 22. Dienemann, Nachr. 346.n. 67. 419. — Ranft's gencalog. Nachr. III. 83. — Gauhe I. 1796.

— Zedier XXXVI. 1626 n. f. — v. Meding l. n 894. — v. Zedlitz.

— v. Ledebur II. 449. — v. H.s

Seid, ein aus Polen stammendes Geschlecht, welches inSchlesien begütert ist. sv. Ledebur II. 446J

1. st Scldcncck. Diese hatten das Reichsküchenmeisteramt, da-her waren sie RcichSdicnstmänner; sie sind 1583 ausgestorben.Sie hatten einerlei Abstammung mit den Küchenmeistern v. Nor-tend erg. sSiebmacher II. 72. n. 2. — Spencr, hist. insign. 562. —Salver 146. Tab. 18. 226. 262. 279. 395. 399. 326. 564. - v. MedingII. n. 332. - Griesinger 1268. - v. H.s

2. Scldcncck. Die neuere Familie v. S. im Baden'schenverdankt ihr Entstehen einer morganat. Eheverbindung des 1788verstorbenen Markgrafen Wilhelm Ludwig von Baden mit Wil-helmine Kristine Schorfmann, deren Kinder Markgraf KarlFriedrich unter dem Namen und mit Beilegung des alten Wap-pens der v. Seldeneck am 27. Jan. 1777 in den Adelstand er-hob. Die Familie hat ansehnliche Besizungen im GroßherzogthumBaden. sCast, AdelSb. v. Baden.s

Icldcr», Scldncr, eine österr. Familie, auö welcher der da-malige schles. Kammerrath Frhr. Dominik v. S. am 7. April1728 in den böhm. Frcihcrrnstand und der k. k. Kämmerer KarlFrhr. v. S. im Jahre 1867 in den Grafcnstand erhoben wurde.Auch der kais. österr. Kämmerer Joh. Frhr. v. S. erhielt 1845die Grafenwürde. Ursprünglich röm. Patrizier 1614, JohannKristof v. Selber. Seine Enkel Adam und Dominik erhieltenam 7. Aug. 171! den Ncichsfreihcrrnstand.

sv. Ledebur II. 449. — v. H. — Kneschke, deutsche Grafenhäuscr. —Frhrl. Taschenb. für 1862. — M. v. M. 29. 85. — Gencal. gräflichesTaschenb. für 1826 u. s.s

st Selsingen. Stammhaus bei Stockach, altnellenburg'scherBcfiz. Chono de Seelfingen et Sigefridus frater suus 1656.Chono de Seolwing et Chonrad silius suuS 1683. Zumdrittenmale erscheint Chono et silius suuS Chonradus de Scol-li in ga 1694. — Nach Kirchhofer, S. 26, liegt das Stammhausbei Fischingen. Sigfrid et Eberhard frater suus et Landoldusde Seolvingen 1166.

st Selig, Salege, Selege, Seliche und Zeleghen, ein längstausgestorbenes Mecklenburg. Geschlecht.sBehr, rer. Mecklenburg. Leb. 8. p. 1586. — v. Meding II. n. 333.

— v. H .s

Seliger, Erasmus, aus Schlesien, Kapelldiener in österr.Diensten, wurde 1611 geadelt. sR. T. A. R.s

Zclin, s. Stojänich.

Stammbuch des Adels in Deutschland. III.

- Selm Z77

1. Scll, Mecklenburg, u. fulda'scher Adel. Es sind zweiFamilien dieses Namens zu unterscheiden:

1. Das mecklenburg'sche, a»S Westfalen stammende Ge-schlecht, welches auch unter den Vasallen von Fulda vorkommtund in Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts mit den NamenSelen, Seinem, Zelen nach ihrem Stammsize Selm imKreise Lüdinghausen. Die Familie ist auch begütert inPreußen und führt einen Stern, begleitet von 3 Ringen.

II. Das aus der Pfalz, nach Andern aus Lothringen,nach Hessen-Darmstadt sich wendende Geschlecht, welches da-selbst Fricdelhausen an der Lahn und Zimmern erwarb.K. Leopold I. bestätigte oder ertheilte am 16. Juli 1668 ihm denAdel. Es erscheint seit 166 Jahren in Mecklenburg mit demFrciherrntitel; 1856 ist Adolf Frhr. v. S. großherzogl. mecklen-burg'scher Oberhofmeister und General; im preuß. Heere stehenmehrere Offiziere aus diesem Geschlecht. W.: Geviertet; 1. u. 4. F.in B. 2 aufgerichtete verschlungene Schlangen; 2. u. 3. F. in S.eine g. Krone; auf dem Helm ein wachsender g. Löwe.

sv. Ledebur II. 449. — Zu I. Siebmacher V. 157. n. 5. — v. Hesner,Mecklenburg. Adel S. 19. T. 17; Hess. Adel S. 26. T. 29. — Freiherr!.Taschenb. für 1869. — Schannat, Client. Fuld. 152. — v. MedingIII. n. 773. — v. Zedlitz. — v. H.s

2. Scll, ein Münchner Geschlecht. Wappenbrief 1681, Adcls-Brief von 1786 durch den Kurfürsten Karl Theodor.

sv. Hefner, bayer. Adel S. 114. Taf. I49.s

Seile, Nittcrgntsbesizcr ans Zicg ahnen in der ProvinzPreußen, erlangte 1861 den prenß. Adel.sA. A. Zeit., Okt. 186l.s

Sellentin, Friedrich Wilhelm August, geh. Rath, Kristian KarlFriedrich u. Friedrich Gottfried Ludwig, beide Offiziere, Gebrüder,wurden von K. Friedrich II. von Preußen am 18. Juli 1763in den Adelstand erhoben. Schon ihr Vater, der geh. Staats-Sekretär Karl August S., war 1732 vom König von Preußenund 1751 vom Kaiser geadelt worden, sv. Zedlitz. — v. LedeburII. 441. - N.T. A.N. — Kneschke, Wappen l.s

1. Scllicrs. Ein v. S. war 1796 Accessist bei der Pfalz -bayer. Gesandtschaft am k. k. Hose zu Wien.

sWiener Adreßbuch von I796.s

2. Scllicrs de Mornnmllc, wahrscheinlich französischer oderniederländ. Abkunft. Ludwig Chevalier S. de M. stand.1857als Hauptmann im 22. österr. Jägerbataillon. Vielleicht mitS. 1. einerlei.

Sellin, eine adliche Familie in Pommern, sv. Zedlitz-ss EinZweig der v. Gantzkow. sv. Ledebur II. 441. III. 3447s

SrlllNi. Joh. v. S., Mitglied des größeren Rathes zu Genf,erhielt 1786 ein RcichSgrafendiplom. sR. T. A. N.ss

IvUhey, ungarisch. Alexius v. S. war 1835 Beisizer beider Distriktstafel zu Güns. Ladislaus v. S. war Appellations-Sekretär bei dem Appcllationsgericht zu Lemberg.

Iclmlnich. Der böhm. Hofagent Josef Rochus S. wurde imJahre 1759 geadelt. sM. v. M. 264. — v. H4

Selmnitz. Diese meißnische und schwarz bürg. Familiesoll ihren Namen von dem im Stifte Zeitz gelegenen Gute gleichenNamens erhalten haben und im I. 1115 schon vorkommen.

sZedlcr XXXVI. 1713 u. f. — Konig III. 1944-52. - Spangen-bcrg 297. — P. Jovii, Genealogie dieses Geschlechts 1622, die vonKönig in vielen Stücken abweicht und von welcher Arbeit, die den Titel„Selmnitz'sche Chronik" sührt, Hr. v. Uechlritz (1795) sagt, daß sie nur

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