Druckschrift 
3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
Entstehung
Seite
374
Einzelbild herunterladen
 

374 Seh -

stehenden A. S. G. v. S.-S, im I. 1737 die gräfl. Würde be-stätigt und erneuert wurde. sR. T- A. R.) Die Voreltern desGencralpostmcisters Grafen v. S.-S. hatten sich nach Preußengewendet und von da bis Polen ausgebreitet u. hier den NamenStanislawsky angenommen. (ES gibt in Polen 7 FamilienStanislawsky, die miteinander nicht verwandt sind und ver-schiedene Wappen führen.) Die gräfl. Würde starb mit dem vor-gedachten Gcncralpostmeistcr am 16. Sept. 1768 wieder aus.

sFortges. neue gencal. histor. Nachr. Th. 95. S. 744. — Niescicski,kor. Pol. T. 4. — Nanft's Archiv. 1737. S. 4M. — Zedier XXXIX.S. 1182. — v. Ledebur II. 433.1

s- Sehe. Martin v. S.'S, 1576 Bürgermeisters zu Güstrow,Enkel Ulrich, beschloß im I. 1636 dieses Geschlecht.

(Tbom. Annal. Güstrow Cat. p. 154. — Zedier XXXVI. 1369. —v. H.)

Jeher-Thoß, gen. Scir, ein adliches Geschlecht, das freiherr-lich wurde, in Polen den Namen Ostrzcw führte und im 14tenJahrh. zuerst in Schlesien vorkommt. sSinap I. 878. — I. Fr.Fülleborn, geneal. histor. Nachr. von dem frhrl. Geschlechte v. S.-Thoß.Breslau, 1755. Fol. — v. Meding III. n. 769. — Gauhe I. 1694. —Zedier XXXVI. 1319—22.1 Der kais. österr. Oberst Joh. KristofS. und sein Vetter Karl Ferdinand wurden am 16. Dez. 1721in den alten böhm. Freiherrnstand erhoben. Die Brüder HeinrichLeopold, Kristof Ernst, Karl Konrad, Johann Georg und JosefFerdinand S. wurden am 24. Okt. 1737 böhmische Freiherren.sM. v. M., Erg. 166.) Der Frhr. v. S.-T. auf Hohcnfried-berg wurde am 15. Okt. 1846 vom König von Preußen mitEinschränkung in den Grafenstand erhoben. Hcinr. Leopold Frhr.v. S.-T., Erbherr ans Weichelsdorf :c., wurde am 2. Sept.1775 preuß. Graf. sv. Zedlitz. — Diplom. Jahrb. für die preusz.Staaten 1843. S. 272. — v. Hellbach's Samml. — v. Ledebur II. 435.

— Gräfl. Taschenb. v. 1858; frhrl. Tasckenb. L. 1858. — y. Hefucr,preuß. Adel S. 27. T-31. S. 64. T. 83. — Kncschke, d. Grafcnhäuser.

— v. H.1

Ichiig >i. Ichligcncroii. Bernhard S., kais. Oberstlieutenantund Oberfeldguarticrmcistcr, wurde um's I. 1679 mit dem Bei-namen v. Schligencro» in den Adelstand erhoben.sR. T. A-R-)

Ichm, Friedrich, Lieutenant, wurde am 9. Sept. 1786 inden preuß. Adelstand erhoben.

sv. Ledebur ll. 431Z. - Preuß. Wppb. IV. 61.)

Icilicrt. Im preuß. Heere stand ein Offizier v. S. Erwar 1741 ans Frankfurt a/M. gebürtig. (?) so. Zedlitz.)

Zeililih, Schblitz. Mehrere Offiziere v. S. standen um 1766und 1781 im preuß. Heere; v- Ledebur, II. 436, weiß überihren Adel nichts weiter anzugeben.

Icilwldsdorff, Sibelsdorff, Seibelsdorfs, SeyboltSdorff, eineansehnliche sehr alte, jezt gräfliche bah er. Familie, die das Erb-Truchsesscnamt im Stifte Fr ei sing besaß und deren Stamm -HauS gleichen Namens an der Vils in Bayern liegt. KaiserFerdinand III. erhob das Geschlecht am 15. Jan. 1653 in denFreiherr»- und Kaiser Leopold dasselbe in der Person des Vitz-thums Hanns Georg v. S. zu Landöhnt in den Grafenstand.

lv. Laug 74. — Sicbmacher I. 77. — Taschcub. der gräfl. Häuserauf >844 u. f. — Dipl. Jahrb. für die preuß. Staaten 1841. Abth. 2.S-5ö. — Jahrb. dcS deutschen Adels für 1848. S. 361. — v. Hefucr,bayer. Adel S. 26. T. 16; Hess. Adel S. 26. T. 28; Erg. Bd. S. 9. —Buceliui stemmst. Itl. — W. Hund II. 291-366. — Gauhe I. 1697.

— Zedier XXXVI. >329 u. ss. — Siebenkces I. 23 — 25, aus haud-

- Sei

schriftl. Nachr. — Allgem. gcnealog. Handb. I. 311 u. f. — -Einzingerv. Einzing, bayer. Löwe II. 569. — v. H.f

Scibottendorf, s- Sebottendorf.

SM. Der k.k. Rath w. Karl Heinrich S. zu Prag wurdeim I. 1794 in den Nitterstand erhoben.sM. v. M. 145. - v. H.)

Icichc Ii. vordland, österreichisch. August S. v. N. stand1857 als Untcrlieutenant im 7. k. k. Art. Regiment.

Scichwaltcr v. Walter»». Der Militärverpflcgsoffizicr FranzS. wurde im I. 1797 mit „Edler v. W." geadelt.sM. v. M. 264. — v. H.)

Seid« und Landenabcrg. Der österr. Rath und Obcrbeamteder Markgrafschaft Burg au, Franz Ferd. S., erhielt vom Kurf.Karl Philipp am 28. Juni 1726 ein Freiherrndiplom.

lv. Hefucr, preuß. Adel S. 64. T. 83; bayer. Adel S. 58. — Bayer.Wppb. lV. 12. — v. Ledebur II. 436. — Kueschke, Wappen II. —v. Lang 239. — v. H.)

1. Icidel, eine Familie, die schweizer. Ursprungs ist undsich schon im I. 1315 in Sachsen, in der Lausitz, in Schle-sien, in der Mark Brandenburg verbreitete. Die Familieerhielt am 11. April 1544 daö münzmcister'sche Wappen undam 11. Okt. 1556 den Adel von K. Karl V. Diesen Adel er-neuerte König Friedrich I. von Preußen den Vettern AndreasErasmus und Gottfried Ludwig S. Angesessen ist die Familie inBrandenburg u. Schlesien, sv. Ledebur II. 436. n. I d. Art.fErasmus v. S., Enkel des Andreas Erasmus, erhielt 1653 einekais. Bestätigung seines Adels. sPreuß.Wppb .IV. 62. — R.T.A.R.zu Erasmus. — Sinap I. 879. II. 997. Dessen Olsnogr. p. 655. 964.

— Gauhe II. 1816. — Zedier XXXVI. >399 u. f. - v. Meding III.n.77l.) Das Wappen besteht in einem der Länge nach getheiltenr. u. w. Schilde mit einem halben bl. Monde in die Quere gelegt,mit den Spizen aufwärts. (Sachs. Wppb. IV. 77. — Genealog. Vor-stellung, wie die v. S. in der Lausitz mit denen in Brandenburg zc., einMspt. in der ebncr'schen Bibliothek. — Cat. Bibl. Vol. l. 24. — Ch.Löwen, gött. uuwandclb. Providcnz in christl. Heirathssachen. Berlin,1679. Eine Traurcde, in welcher viele dieses Geschlecht betreffende Nach-richten vorkommen. — G. G. Küster's Gesch. des adl. Geschlechts derv. Seidel. Berlin 1757. 8. — Scifert's hochadl. Stammtafeln I. n. 16.

— G. L. v. Seidcl'ö abgcnöthigte Widerlegung einiger der adl. Familienzum Präjudiz in Druck gebrachter unrichtiger Passagen. Erlang. 1722.Fol. l Bg.) DaS Wappen der sächs. oder mcißn. S. sehe man beiSiebmacher, V. 142. n. 1, und Suppl. II. 29. sv. H.)

2. Seidel, Johann Georg Gottfried, k. Pol», u. kursächs.Kommerzicnrath, Georg Kristof und Georg Heinrich, Gebrüder

— wie behauptet wird, Nachkommen der 1556 geadelten bran den-bürg. Familie — wurden am 22. Dez. 1721 vom Kaiser in denAdelstand erhoben. Ein Theil des Wappens ist dem der brau den-bürg'scheu Familie gleich. Die Familie ist in der Obcrlausitz

— 1733 — seßhaft, sv. Ledebur II. 436. n. II des Art. — Dorst,allg. Wppb. Taf. 167. — Sächs. Wppb. IV. 78. — v. Hcfncr, Hess. AdelS. 25. T. 28. 29.) W.: Geviertet; 1. und 4. das Stammwappenvon R. u. G. schräggethcilt; die Thcilungslinie mit einer Lilie inwechselnden Farben belegt; 2. u. 3. gespalten von S. n. N. miteinem aufwärtsgekchrtcn bl. Mond belegt.

3. Seidel. Der Doktor der Rechte u. Advokat Franz JgnazS. in Kärnthen wurde'im I. 1759 mit „Edler von" geadelt.

Wappen; Fünf Ringe im Schilde. Die meisten Schriftstellergeben an, daß diese Familie EineS Stammes mit denen v. S. inder Mark Brandenburg und in Sachsen sei. Man muß