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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
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Schell — Schels

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Schellen, Schellardt, Dinastcn, Freiherren u. Grafen, welchebei der jülich'-, köln'-, cleve'- n. bcrg'schen Ritterschaft auf-geschworen haben. Ihre Genealogie ist durch den Urknndenfälscherde Launoh auf Will). Grafen v. Jülich (1136) fälschlich zurück-geführt. Urkundlich erscheint zuerst her Johann Schelart 1338(Lac. Urk. Buch III. 1333); Richmodis Schellart v. Obben-dorf ist 1336 13te Äbtissin der Reichsabtei Burtscheid sQuir,Gesch. v. Burtscheid 173); Marg. Schellard v. O. stirbt 1382alö Kanonissin zu Thorn. sLe theatre de la noblcsse 23.) Schonim 15. Jahrh. besaß die Familie große Reichthümer: im Jülich'-schen Gürzenich, im Valkenburg'schen Schinnen u. Lewen,im Geldern'schen Geystern, Ocstrom, Spraland u. s. w.Besonderes Ansehen genoß 1423 —1433 Johann S., welcher desHerzogs Reinald von Geldern Rath u. Hofmeister, auch Drostzu Mo Utfort und Amtmann des Landes Born und Sittartwar. Des 1633 gestorb. Adam S. Söhne stifteten drei Linien:Johann die zu Dorcnwerth u. Gürzenich; Vincenz die zuG eh st er n; Walraf die zu Schinnen. Die erste Linie, welchemit Franz KaSpar Adrian und seinem Bruder Adam 1674 in deshl. röm. Itcichs Grafcnstand erhoben wurde, blüht noch. Die zweitezu G., gleichfalls in den Grafenstand erhoben, starb mit AdamAlexander Ende des 13. Jahrhunderts aus. Die dritte Linie theiltesich in die zu Monthagen, welche 1721 mit Walraf S. aus-starb, zu Schinnen, die 1742 mit Walraf Winand Adam er-losch, und zu Aldvalkenburg und Reulstorf, deren Leztcr,Adam Joh. S., 1722 starb. Wappen: In f. Felde ein schwarzerLöwe, der auf dem Helme zwischen zwei schw. Adlerflügeln wieder-holt ist. sArchiv des Schlosses Haag. — Zedier XXXIV. 1183. —Robens Ii. 109-16. — Gauhe I. 1501.) Die Familie stammt, wiedie Leerode, Blankarte, Scheiffarte, aus Spanien.Als Bürgermeister in Aachen zeichneten sich sdie S. im 14tenJahrhundert ans. sTaschenb. der grast. Häuser auf 1851. — v. LedeburII. 357. — Bernd XUIV. 88. — Fahne I. 382, wo eind Stammtafel;

II. 127. — v. Hesner, preuß. Adel S. 25. T. 28. — v. H.s

Ichellcnlniucr. Der Besizer der Herrschaft Altcnburg inStcyermark, Anton S., wurde im I. 1734 mit „Edler von" inden Ritterstand erhoben. sM. v. M. 142. — v. H.)

ch Schcllenlicrg. Dieses alte, ursprünglich böhmische, nach-her schlesische, später auch schwäbische und meißnische,theils freiherrliche, aber ausgestorbene Geschlecht stammt von einemBöhmen, NamenS Viw oy, den die Schwester der Libussa, Krscha,wegen seiner Mannheit u. Stärke im I. 726 zum Gemahl nahm.Aus diesem Geschlecht? war Bodo v. S. zwischen 1275—1282Domprobst zu Merseburg.

sSiuap II. 423. - Zedier XXXIV. t>83u. f. — Siebmacher I. 110.n. 8. III. 32. n. 6. — Wappcnb. des kostnitzcr Konzils. — v. Meding

III. n. 723. — Gauhe I. 1501. II. 1010. — R. A. 1803. n. 126. <686.— Burgermeister, vom schwäb. Rcichsadel 385. — Hartmann's Samm-lung, die über dieses Geschlecht sehr interessante Nachrichten hat. —v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 357. — v. H.s

f Ichcllcndsrf, ein sehr altes schlcs. Geschlecht, dessen gleich-namiges Stammhaus im Liegnitz'schcn gelegen ist. Karl Magnusv. S. wurde 1632 in den Freiherrnstand erhoben.

sR. T- A. R. — v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 357. III. 338. — SinapI. 810. 11.429.955. — König 1.834 — 92. — Siebmacherl. >66.n. 6. III. 55. n. I. — v. Meding III. n. 724. — Zedier XXXIV.S. 1190- 92. - v. H.)

Schcllc»n»lli>c, eine schlcs. Familie.sSinap I. 815. — v. H.s

si Schcllcpcpcr, ein auSgestorb. lüneburg. Patriziergeschlecht.

Miltner, Stamm u. Geschl. dieser Patrizier. — Lüderscn's Samm-lung. — v. H.j

ch IchcUer zu Gartena», salzburger Adel. Albrecht S.siegelt den Jgelbnnd mit 1433. (Im bl. Schild fünf g. Weckenschräg nebeneinander gereiht, mit Ausnahme der Farben gleich demder si basler Schüller.)

Schcllcrcr, ursprünglich Bräner zu Regen st auf, woselbstauch Georg Josef S. als Bürgermeister am 33. Okt. 1731 einAdels- u. Nitterdiplom erhielt. Einige seiner Nachkommen schrei-ben sich jezt v. S. auf Fischbach, Ritter, Andere v. S. aufPettenhof u. Hadersdorf, Ritter, sv. Lang 522; Suppl.S. 138.) Der kurpfalz-ncubnrg. geh. Rath u. nachherige Reichs-Hofrath Andreas S. erhielt 1633 ein Freiherrndiplom für sich u. seineNachkommen oder zwei zu adoptirende Söhne seines BrudersUlrich. sR. T- A. R.) Andreas war ein Vetter des 1731 ge-adelten Bürgermeisters Georg Josef S.

sv. Hefncr, baycr. Adel S. l l0. T. 134. — v. H.s

Schcllersheim, s. Schelhaß v. S.

Schcllhammcr. N. v. S. wurde 1717 in den R. Nitterstanderhoben. sR.T.A.R.)

Schclihurt v. Hartenfels, Johann Anton, wurde am 14. Nov.1614 in den Freihcrrnstand erhoben, sv. H.)

1. Scheliing, eine bayer. Familie, deren Glieder adl. Staats-Dicner im Sulzbach'schen waren, sv. Lang 523.) Erhielten1562 einen Wappenbricf.

sv. Hcfner, bayer. Adel S. llv. Taf. 134; Hess. Adel S. 24. Taf. 27

- v. H.s

2. Scheliing. Der Staatsanwalt Dr. L. H. S. zu Berlin,ein Sohn des bekannten Philosophen, welcher in Bayern denpersönlichen Adel hatte, wurde 1857 von Preußen geadelt.

sA. A. Zeit. v. 1857. — v. Ledebur III. 338.)

Schcllwitz, Georg Kristian, kais. ReichökammergerichtSbeifizcr,erhielt 1757 ein Reichsadelsdiplom, sv. Ledebur II. 358. III. 338.

— Siebmacher IV. 175, unter Scheltz. — R. T. A. R.s

1. ch Schelm n. Bergen, eine rheinländische, schon im Jahre1132 vorkommende Familie, die sich in die S. V .Westerhofen(einem Städtchen bei Hanau) u. v. Bergen abtheilte, sv. Hum-bracht, Tab. 61. — Gauhe I. 1504. — Neues gencal. Hdb. v. 1777.S. l45. 1778. S. 181. — v. Hattstein III. 439—44. — Zedier XXXIV.S. 1198. — Schannat, Client. Fuld. 152. — v. Meding I. 512. —Siebm. I. 122. n. II. — Octtcr's Nachr. v. d. Hause der v. Riedcsel 37.)Die S. v. W., eine von der vorgenannten abgetheiltc Linie, sindbereits im Jahre 1232 ausgestorben. Wappen: Zwei gegenein-ander gestellte rothe Thierrippen in Silber. sZedlcr XXXIV. ll98.jIn der DidaSkalia vom 13. April 1857 kommt eine fabelhafteSage über dieses 1844 erloschene Geschlecht vor. Auch in dieA. Modezeitnng ist das Mährchen aufgenommen, sv. H. — GauheI. 1504. — N. geneal. Hdb. a. d- a. O. — Gottschalk, RitterburgenVII. 252.s

2. Ichelm v. Gmidclshcim, eine wahrscheinlich mit der vorge-nannten verwandte Familie, deren Wappen man beschrieben findetin Octter's Nachrichten vom Hause Riedesel, S. 37 u. f. Wappen:Im Schilde ein geflügeltes Thier ohne Kopf.

sv. Meding I. 5l3. — v. H.s

Zchclski, auf Rosainen in Preußen. W.: Lubicz.

sv- Ledebur II. 358. III. 337.s

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