Pap — Papi
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Peuditten, Brandis gent zelion, Bosk, Crispeu,Schüler, Lilien, Mellin u. Papcn vom Erzbischof Friedricheine Vestätignng ihrer alten Privilegien, und da durch die Feuers-brunst am St. Dionistagc 1382 mit der ganzen Stadt Werl auchdie besten Urkunden verbrannten, so erneuerte K. Sigismund 1432Montags nach Sonntag Jubilate denselben ihre alten Freiheitenund erklärte deren Adel in einer für Alle ausgefertigten Urkundefür stiftmäßig w., welcher dann von Kaiser Josef I. mit Diplomd.d. Wien, 15. April 1708 anerkannt wurde, und im I. 1747in den Reichsfrcihcrrnstand erhoben, lösten erst 1756 Einige der-selben die Diplome aus (vergl- Lilien). Mit den edelsten Ge-schlechtern Westfalens und am Rhein versippt, war von ihnenstetö auch der Stadtrath und das Schloß zu Werl als Burg-Mannschaft besezt. Jezt Partizipiren noch an den Salinen daselbstund zu Nenwerk die v. Lilien und v. Papen in mehrerenLinie», und derselben gemeinsames Wappen (Salzpaune) befindetsich seit Erbauung der Pfarrkirche 1136 am Schlußsteine desThorcö und seit 1465 am Altare ihrer gestifteten St. Michaels -Vikaric, mit dem Reichsadler, den g. Reichsapfel haltend, und dieP. führen im f. Schilde einen r. Balken mit drei f. Rosen. —Urkundlich werden gefunden: Um 1277 Ludwig Pape, gen. Witte(Weise) mit einem Gute zu Dorsten; 1293 Johannes de Papeals westfäl. Hofmarschall; 1328 war ein Theodericus P. Bürger-meister zu Soest. Im 15. Jahrh. theilten sie sich in 2 Haupt-Stämme: P.-Köningen und P.-Scheidingen zu Westrich,und während Köningen auf die andere Linie fiel und Erstcre nochdie Güter Lohe, Antfeld, Erwille und die Saline Western-kotten befizt, gehört dem zweiten Stamme nebst Köningen undWestrich bei Werl auch Wilbring im Kreise Recklinghausen,und diese ist die Erbsälzerdcscendenz von Kristof v. P., gest. 1611,und dessen Sohn Andreas, da der ältere Bruder Peter v. P. alsim I. 1634 au die Universität Würzburg berufener Professoreine neue Branche, Pape, gen. PaPius (s. d. Art.), gründete.
sSälzcrarchiv- — Dencks, Gesch. von Werl und der Saline Neuwerk.Separatdruck. — v. Steinen, westfäl. Gesch. l —IV. — v. Cramer-Wetzlar, Ncbenstundcn Bd. X IV. Th. 53. S. 8b -93. — Fahne, Gesch.der westfäl. Geschlechter 273. 317; dessen Gesch der v. Hovel lt. 137—43.
— Seidcrtz, Landes- u. Rechtsgcsch. Nrk. Bd. I. Nr. 246. 252. 325. 379.II. 484. 582. 860. 86t. 891. III. 93V. 933. 98b. 1011. 1045. Dessen QuellenI. 43 u. ff. — v. Zedlitz, preuß. Ad. Lex. IV. 22. — Tyroff, Tab. 181.
— Siebenkees I. 10b. — Siebmacher, Tab. 1. 3; Suppl. III. 2l. IV. 1.2.
— v. Hefner, preuß. Adel III. T. 73. 57. — Gothacr Taschenb. d. Frhrn.für 1855. S. 412. Thl. II. 1856. S. 481 u. ff. — v. Ledebur, diuast.Forschungen II. 3. 28. 31.)
Papcsch v. Pappcliierg. Wenzel P., österr. Hauptmann, er-langte 1856 den Adel mit v. Pappelberg.
sOestcrr. Milit. Schemat. von 1857.)
1. Papcichcim, eine hessische Familie, welche ihren Siz zuLiebenau am Dimmelstrome hat; dieselbe erscheint schon 1155—1437 in Urkunden und steht mit den Marschällen v. Pappen-Heim in keiner Verbindung.
(Frhrl. Taschenbuch v. 1857. — v. Hefner, Hess. Adel S. 21. T. 23.
— v. d. Knesebeck. — Kncschke, Wappen IV. — Gauhe l- 1158. —Knchelbecker, Anual. Hassiaco. Collect. II. 414—21. 430. — v. H.)
2. Papniheim. Die alte thüring. adliche papcn- oderpappenheim'sche Familie, die wahrscheinlich mit der vorgenannteneinerlei Stammes, von den Erbmarschallen v. Pappcnheim abersehr verschieden ist. Der Anonim, welcher dem v. Falkenstcin einegenealog. Deduktion für seine thüring. Kronik zugeschickt, wird von
diesem darin widerlegt, daß diese Pappenheim mit den Marschällenv. P. einerlei Ursprung hätten, (v. Falkenstcin, thüring. Chronik II.S. 1412-18. — Gauhe I. 1158u. f. - v. H.)
Papcnstein, Pabstein, in der Ncumark Brandenburg be-gütert, auch in Pommern und Preußen.
(v. Zedlitz. — v. Ledebur II. 151. III. 320. — Mspt. geneal. K. ---Gauhe I. II 59. — v. H.)
Paphägy, ungarisch. Nikolaus v. P. stand 1857 als Kadetim 36. k- k. österr. Inf. Regiment.
Papiv v. Claikcnsieg. Der österr. Hauptmann im 12. Inf. -Regiment, Joh P., wurde 1858 mit v. C. geadelt.
(Oesterr. Milit. Schemat. von 1858.)
Papilla, s. Di mich.
si Papinga, auch Wimekc genannt, eine alte Familie, dieim Oldenburg'scheu seßhaft war, woraus die Lezte ihres Ge-schlechts, Maria, am 23. Febr. 1575 verstorben, wodurch die vonihren Voreltern ererbte Herrschaft Jevern an Oldenburg kam.
(Hamelmanu, oldenburg. Chronik. — Zedier XXVI. 664 — 66. —v- H.)
Papius, Papen, gen. P. Von den adlichen Erbsälzern zuWerl in Westfalen (Papen) abstammend, erhielt Peter, einSohn von Kristof v. Papen, Herr zu Scheidingen n. Westrich,gest. 1611, unter Fürstbischof Julius im I. 1634 den Ruf alsProfessor beider Rechte an die ncuhcrgestellte Universität Würz-burg, und latinifirte nach damaliger Sitte seinen Namen in„PapiuS". Mit Margaretha, geb. v. Westfalen zu Schei-dingen u. Fürstenberg, vermählt und gestorben 1626 alsfürstbischöfl. Hofrath, hatte sein älterer Sohn Peter Kristian Franz,Stadtschultheis zu Erfurt, mit Hilfe französ. Truppen 1663 zurUnterdrückung des Aufstandes der Protestanten in Thüringen gegenden Kurf, von Mainz beigetragen und bekam nach mehreren voll-zogenen Gesandtschaften d. d. 33. April 1664 von K. Leopold I.eine Adelsbestätigung, gest. 1687 als wirkl. Rcgicrungskanzler zuWürzburg. Von dessen Söhnen war Johann Kaspar Kristian,gest. 1733, Doktor der Rechte und Hochstift bamberg. u. würz-bnrg. geh. Hof- u. Regierungsrath, und Joh. Herm. Franz P.,Dr. Phil., Theol. et Jur., gcistl. Rath n. Kapitular, gest. 1731,brachte im Jahre 1735 die Reliquien des heil. Aquilin, eines alsMärtyrer zu Mailand gestorbeneu Würzburgers, aus Rom anherund stiftete in seiner Kollegiatkirche Ncumünster 4 große Altäre.Peter Hermann Franz v. P., Doktor der Rechte und 1735 andie neue Universität Fulda zum Professor berufen, ist daselbstals geh. Hofrath und Regierungsdirektor 1771 gestorben, währenddie Katholiken zu Schweinfurt dessen 1833 gest. Neffen u. PfarrerPeter P. die Begründung ihrer Pfarrei verdanken u. f. w. DesObigen jüngeren Sohns, Konrad Friedrich P., fürstlich würzburg.Landzalmeister, Hofkammerrath n. Oberbürgermeister (gest. 1686),Söhne und Enkel waren gleichfalls fürstbischöfl. geh. Hofräthe undBürgermeister, und zu diesen gehören unter Andern auch: JohannHermann Franz v. Pape, gen. P., k. Neichskammergerichtsassessorzu Wetzlar (vorher kurmainz. Hofrath u. uiederrhein. Ritter-schaftssindikus zu Koblenz) d.d. 18. Aug. 1763 von K.Franzi,mit Diplom und bezüglich des alten Adels von den Erbsälzern inWestfalen zum Reichskammer- und Freiherrn ernannt, gest. 1793;der k. bayer. Oberappcllationsgcrichtsdirektor Georg Lothar FranzFrhr. v. P. zu Salzburg, gest. 1825; der k. bat)er. Appell.-Gerichtspräsident Ferd. v. P. zu Aschaffenburg, gest. 1863,