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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
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Münst Münz

Geschichte, geschah die Erhebung in den russ. Grafcnstand schonam 25. Febr. 1728. sTyroff, Wappcnw. II. I2l. Gen. Taschenb.der gräsl. Häuser v- 1812. Herald. Hdb. der gräsl. Häuser v. 1855.)Lezteres Hdb. leitet irrig die Abstammung des Geschlechts von denMönchen zu Ramspaucr her. Vielmehr wurde nach v. Ledebur

II. 132 dem Geschlechte der Adel zuerst am 24. Mai 1680 ertheilt;1686 erhielten die v. M. das dän. Jndigenat und Wappenver-mchruug, am 24. Mai 1683 den dän. Adel, den NeichSadcl am4. Mai 1702; Freiherren wurden sie am 7. Nov. 1726, russischeGrafen am 25. Febr. 1728, Reichsgrafcn am 4. Febr. 1741. Ausdiesem Geschlechte ging der bekannte russ. Feldmarschall BurkardKristof Graf v. M. hervor. Die Familie war im Oldenburg'schenmit Ncu - Huntorf u. a. seßhaft. W.: Ein Mönch in schw. Kutte,einen Rosenkranz haltend in S. sKueschke, d. Grafenhäuscr. Hupel,Materialien >788. S. 641. Büsching's Magazin 3. Th. S. 387-536.

Zedler XXII. 42131. v. H.)

1. Münster, Monster, Mönster, ein altes Geschlecht imMünster'scheu, in Paderborn, Osnabrück und im Han-növer'schcn, welchem das Rittergut Meinhövel zugehörig ist.Es erscheint solches in Urkunden um 11631240, steht aber mitden Frhrn. v. M. in Franken in keiner Verbindung, sowie dannauch beide Familien ganz verschiedene Wappen führen. Aus diesemGeschlechtc wurde unter dem bah er. Rcichsvikariate der osua-brück'sche Hofmarschall Ludwig Dietrich v. M. unter dem Namenzu Münster 1792 in den Grafcnstand erhoben, welche Würdeam 27. Juni 1793 anerkannt wurde, und am 12. Aug. 1814erhielt der Kabinctsmiuistcr in Hannover, Ernst Friedrich Her-bert Graf zu M., die ErbmarschallamtSwürdc des Königreichs.Die Familie führt auch den Titel Freiherren v. Oer. Das Ge-schlecht theilt sich in drei Zweige, zu Laugclage, Mcinhövelund Ledenburg; es ist in Westfalen u. am Nicdcrrhcin,n Hannover, Oldenburg, Sachsen und Mecklenburgbegütert. Stammwappeu: In R. und G. quergctheilt.

sSächs. Wappenb. III. 3. v. dem Knesebeck. v. Lang 53.v. Steinen, wcstfäl. Gesch. II. Tab. 61. n. 2. Neues gen. Hdb. von1777. S. 361. 1778. S. 348. v. Mcding I. u. 556. - Taschenb. dergräsl. Häuser 1838 u. s. Gen. Jahrb. des deutschen Adels 1845 u. s.

Grote, haunöv- Wppb. v. Ledebur II. 132. ^ o. Hefucr, preuß.Adel S. 26. T. 22; bayer. Adel S. >6. T. 16; sächs. Adel S. 3. T. 3;Erg. Bd. S. 8. 48. T. 29. Kucschkc, Grafcnhäuser.s

2. Münster, Monster. Dieses westfäl. Geschlecht führt ims., mit r. Einfassung umgebenen Schild 2 bl. Querbalken. Das-selbe ist 1347 in Westfalen mit Alst, Hackfort, Stccklcn-burg, Velpe, Vortlage u. a., in Kurland mit Ascherade,Nazen u. a. angesessen, sv. Ledebur II. 132. ».Steinen, westfäl.Gesch. Taf. 0X1. I. Sicbmacher V .s

3. Münster, ein fränkisches, thcils im Kauton Nhöu-Wcrra, thcils bei dem Kauton Stcigcrwald ansässiges altesadlichcS, nachher frhrl. Geschlecht, wovon eine Linie zu Ellerbachund eine zu Breiteulohu ihren Siz hat. sBucelini stemmat. III.

Gauhe I. 1664 66. Tyrofs I. B. 21. Ausg. n. 4. ZedlerXXII. 444. Biedermann, Stcigerw. Tab. 8938. v. Hattstcin

III. 334-47. - Neues gen. Hdb. 1777. S. 131. 1778. S. 151-53. -Salver 365. 398. 746. 741. 748. Schannat 129. Siebmacher I.S- 161. n. 3. v. Meding I. n. 561 u. f.) Die Familie erhielt am23. Febr. 1684 ein BaronatSdipIom. sStumpf, bist. Archiv I. Heft,sol. II. v. Lang, Suppl. 5759 -s Die Freiherren v. M. zu Liß-berg sind ein Zweig des fränk. Geschlechts, welches den Bei-

namen von dem ererbten Gute Lißberg annahm. Auch in Lief-land befindet sich ein Zweig des münster'schen Geschlechts,sv. Firks, Urspr. des Adels in den Ostseeprov. 154. v. Lang 186.

v. Hefucr, sächs. Adel S. 14. Taf. 14; bayer. Adel S. 48. T. 48.Kneschke, Wappen III. v. H.)

4. Münster ans Itcphaning. Der kurbayer. Pfleger KristofM. wurde mit Umänderung des vorigen Namens Münstercrvon K. Leopold I. am 12. März 1668 in den Adelstaud erhoben,sv. Hefncr, bayer. Adel S. 99. Taf. 118. v. Lang, Suppl. 125.

- v. H.)

1. Münstcrberg, Monsterbcrg, eine schles. Familie, derenGüter zu Müukeuau im Ramslau'schen gelegen. sSiebmachcrI. 52.) Eine Nebenlinie nennt sich Wolf v. M.; s. diesen Art.sv. Ledebur II. 116. v. Zedlitz, Ad. Lex-, unter Mousterbcrg.sWappen: In Schw. 6 auf w. Hügel aufgerichtete w. Stäbe.

sSiuap I. 658. II. 823. Gauhe I. 1667. v. H.)

2. Münstcrberg. Die natürlichen Kinder des Herzogs HeinrichdeS Jungen von Mönstcrberg, Friedrich, Johanna Ludovikaund Magdalena, wurden von Kaiser Friedrich III. mit v. Münster-berg geadelt. Sie besaßen 1564 in der Provinz BrandenburgMögcliu; noch 1686 hatten sie Lehne im Amte Mökarn.Wappen jenes des Vaters, in G. und S. gespalten, mit einemAdler, vorn schw., hinten r., mit einem r. Schrägbalken überzogen.

sv. Ledebur II. 117. n. II des Art.s

Münstcrberg, s. Wolf.

Münstercr, Krist. Franz Xaver, Hvfrichter des FraucnstiftsKiemsec, erhielt vom Kurf. Karl Philipp am 9. April 1742ein ritterliches Edelndiplom.sv. Hefncr, bayer. Adel S. 99. T. 118. v. H. v. Lang 456.)

Münstcrscld, s. Brochtrup.

Münstcrmann, ein münster'sches Stadtgeschlccht, mit adlichemTitel, sv. Ledebur II. 132. III. 312.)

Münstcrshcim, s. Reichel.

Müntz, Werner Reinhold Bernhard, geh. Reggs.Nath, wurdeam 22. Nov. 1736 in den preuß. Adelstand erhoben,sv. Ledebur II. 132. III. 314. Preuß. Wppb. IV. g.s

1 Müntzmcistcr, genannt Jüriin. (Gespalten und ungrad ge-sparrt in verwechselten Farben.) Basler Adel. Wernhcr M.1275. Johann M., genannt Riby, Elsbet v. Maystatt, seineHausfrau, 1340. Wernher M., gen. Erman, 1360; DietrichM., gen. Sürliu, 1389. Hanns Sürlin 1438 und LorenzS. 1502 obristc Zunftmeister. Ob mit den koburg. Müuz-meist er in GeschlcchtSverbiuduug, ist dießorts unbekannt.sWurstiseu 337. s

Münzbcrg, österreichisch. Wilhelm Wcingartncr Edlerv . M. war 1835 Sekretär bei der Hofpostverwaltung zu Wien.Möchte wol ein Nachkomme des 1817 geadelten HauptmünzmcistcrsA. Weingartuer sein.

Münz bürg, s. Krämer.

Müiizct v. Münzthlii, österreichisch. Michael Franz M.v. M. war 1857 Unterlieutenant im 16. k. k. östcrr. Jägcrbat.Franz M. v. M. war Untcrlieut. im 19. Jägerbataillou.

1. Münzciibcrg und Hligcn, eine ehemalige hessische, zumTheil gräfliche Familie. Wappen: Von G- u. N. qucrgcthcilterSchild. sGottschalk, Ritterburgen Deutschlands VII. 86 u. f.s Conode Minzenberc, camcrariuS im Gefolge Kaiser Otto IV. inItalien 1209. sKopp, de insigni Differ. Com. et Nobil. p. 539 seq.