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Kiel — Kien
Waclaw v. K. im I. 1611 Kastellan von Biechow und Starostvon Fraustadt war. fv. Ledebur I. 430. III. 286.)
Kiclmann v. Kiclmaniibcck, Kielmannsegge. Im I. 1641 wurdeJohann Adolf K. auf Satrop ausJtzehoe, geb. 1612, daselbstDoktor der Rechte, Advokat, darauf Rath, von Kaiser Ferdinand III.in den Adelstand erhoben. Er wurde hierauf vom Herzog vonHvlstein - Gottorp zum geh. Rath, Präsidenten und Direktor inallen Kollegien ernannt. In den zwischen Dänemark und Holsteinentstandenen Streitigkeiten wurde er mit seinen drei Söhnen zuRendsburg verhaftet und nach Kopenhagen gebracht, desEinverständnisfes mit dem Grafen v. Gerstenfeld beschuldiget, woer aber der Untersuchung am 8. Jan. 1676 durch den Tod ent-ging. Einige Zeit vorher hatte er die Erlaubniß erhalten, denNamen der österr. Familie v. Kielmannsegge anzunehmen.Am 8. Mai 1679 wurden seine Söhne, Johann Heinrich, FriedrichKristian und Johann Adolf v. K., von Kaiser Leopold I. in denFreiherrnstand erhoben. Im 1.1723, am 23. Febr., erlangten dienachgelassenen Söhne des Viceoberstallmeistcrs und KammerhcrrnJohann Adolf Frhrn. v. Kielmannsegge, Georg Ludwig, KarlAugust und Ernst August, vom Kaiser den Grafenstand. DieseFamilie kam im Hannöver'scheu dadurch in die Höhe, weil desgedachten Joh. Adolf's dritter Sohn, auch Johann Adolf, groß-britann. Viccoberstallmeister, die einzige Tochter des ehemaligenPremier-Ministers Grafen v. Platen ehelichte, die nach dem Todeihres Gemahls König Georg's I. Geliebte und im I. 1721 zurGräfin v. Arlington und v. Leicester erhoben wurde.
Außer diesem hannöv. kielmannsegge'schen Geschlechtegab e s noch eine ältere K. Familie in Nie der österr eich, auswelcher Bartholomäus K. v. K. im I. 1542 als Hofdiener desKönigs Ferdinand I., Erzherzog zu Oesterreich, in Tirol, und dannals Landeskommissär an den welschen Grenzen Tirol's erscheint.Dieses Geschlecht oder diese Linie erlosch 1616 mit Andreas K. v. K.,kais. Oberstlieutenant. Nachher erschien von diesem Geschlechte —sagt Wisgrill — Heinrich und Johann Baptist K. v. K., Brüder,welchen Kaiser Ferdinand II. am 3. Okt. 1632 ihr altes adlichesWappen verbesserte und mehrere Freiheiten erthcilte. Im 1.1652erlangte K. v. K. die frhrl. Würde und das Wappen. sSiebmacherV. 7.) Bartholomäus führte das Wappen sSiebmacher V. 31),worin die Säule nicht befindlich ist, welche erst im frhrl. Wappenerscheint; denn das 1632 der Familie ertheilte ritterliche Wappenist wieder anders, als: geviertheilt; im 1. u. 4. r. Felde ein s. linkerSchrägbalken, gleichwie im ersten und frhrl. Wappen; im 2. u. 3.schw. Felde zwei gegen einander aufsteigende Löwen, mitsammeneinen s. Kolben emporhaltend. So viel das Wappen der hannöv.Familie angeht, so ist solches, nach des kais. Diploms von 1679Worten, der im Erzherzogthum Oesterreich wohnhaften Familiederer v. Kielmanseck „fast gleichförmig gemacht" worden. SSieb-macher III. 153. — Grote, hannöv. Wappenb. 2.) Auch diezweite Linie der österr. v. K. ist 1734 erloschen.
Ob die Georg und Arnold Kielmann, welche 1614 ihrenAdelstand nach der N.T.A.N. bestätigt erhielten, zu vorstehenderösterr. Familie gehören, kann man nicht sagen. Im Uebrigensoll die österr. Familie v. K. in früher Zeit in Schwaben seß-haft gewesen sein. sCrusius, schwäb. Chron. III. 39 l. — Zedier XV. 595.— Lex- o. a. F. i. Dan. I. 283. — Wappenb. 52. n. 60. — Pölnitzp. 166. — Tycho Hofmann, mem. du Cte. Grisfenfeld du Adm. Adder
et du Viceadm. Forstenskiold, 1746. 4. — Grote, hannövr. Wappenb. —Vehsc, Gesck. des österr- Hofes n. Adels IV. 120. — ». Ledebur I. 430. —v. Hesncr, baycr. Ad. S- 13. T. 7; u. nass. Ad., Ergbd. S. 7. — Frhrl.Taschenb. v. 1857. — Sächs. Wappenb. I. 33. — Spener, hist. insign.738 u. ff. u. Tab. 32, wo das frhrl. Wappen in Auszügen beschrieben ist.— v. Mcding I. n. 415 u. 416. — Gauhe I. 752 — 754. — WisgrillV. 121-126. — v. H.f
Kulpins!», v. Manteufcl - Kielpinski, ein poln.-Pos. Gcschl.Wappen: Rogala. sv. Ledebur I. 430; III. 286.)
Kienipinski, s. Kcmpinski.
1. st Sien, ein ausgestorbenes altes Ritterstandögeschlccht inNicderösterreich, das von Kaiser Karl V. im I. 1522 denrittermäßigen Adelstand erlangte. Hanns K. wurde am 28. Febr.1628 als nieder österr. Landcsmitglied des alten Adels anerkannt.
sWlsgrill V. 126. — v. H.f
2. st Kien. Die Gebrüder Kristof Ernst, Obristlieutenantder engl. Garde zu Pferde, und Johann Friedrich, Hauptmannbei dem markgräfl. ansbachischen Ncgimentc, wurden vom Königvon Preußen am 11. Febr. 1721 geadelt.
sv. Ledebur I. 430. — o. H.f
Künast v. Ehrcnhcinib. Der geh. Reichshofkanzlist Anton K.wurde im I. 1734 in den NeichSadelstand mit dem BeinamenV. E. erhoben. sM. v. M., Erg-337, der ihn Khienast schreibt.— v. H .s
st Kicnbcrg. sSchräggetheilt, von Schw. u. G., oben eins. Schrägbalken nach der entgegengesetzten Richtung.) Das Stamm-haus im bascl'schen Bezirk Eist ach steht noch. Die V.K. warenein stattliches Geschlecht. Heinrich v. K. 1253. Heimeran u. Niklas,Gebrüder, 1363. Die v. Heid egg haben um 1450 das SchloßK. besessen. sWurstisen 51.)
1. st Kicnbcrger, Kühnberg, Chienbcrger, Chienbergk, einerloschenes, ursprünglich österr. Ritterstandsgeschlecht, das ausKrain und Kärnten nach Ocsterr. kam. Es kommt zwischen1236 und 1573 vor, wo es in diesen Landen erlosch.
sWisgrill V. 127- 129. — v. H.s
2. Kicnbcrger v. Kienberg. Der oben bei Chienberg aufgeführteK. zu K. 1490 war eines andern Geschlechts: führt den Schild r.,s. getheilt, oben eine Muschel. sVcrgl. Hefner, Wappenb. >376.377.)
Kicnbcrgcr, s. Chienperger.
Kienitz, ein in der Neumark seit 1536 begütertes Geschlecht,welches noch zu Stralsund, in preuß. Dienste stehend, blüht,sv. Ledebur I. 430.)
Kicnlc. Der k. Kayer. Zoll- und Obermauthinspektor Mar.Ant. K. erhielt von K. Karl Theodor am 10. Sept. 1790 einRitter- n. Adelsdiplom,sv. Hefner, daher. Ad. S- 88. T. 103. — v- Laug 401. — v. H.)
Kicnmaqcr. Der Hofrath und Kanzlcidirektor Michael Franzv. K. bei der Obersthofmeisterei und dem Obcrhofmarschallamt inWien wurde im I. 1775 Freiherr. fM. v. M. 62.) Der Kauf-mann Johann Michael K. in Wien wurde im I. 1754 geadelt.sM. v. M., Erg. 337. — v. H.s
st Kienningcn auf Wackenheim, Windcck u. Emfchwher, einebah er. Familie in Aschaffcnburg, die seit 1747 adlich undseit dem 24. Sept. 1790 freiherrlich ist, laut des Freiherrndiplomsdes K. Karl Theodor. Dieselbe ist wieder erloschen. fGeneal. Staats-handb. v. 1748. S. 327. - v. Hcfner, daher. Ad. S. 42. T. 41; Ergbd.S. 15. — v. Lang, A. d. K. B. 167. — v. H.s
Kicnningcr, Kristof, wurde 1569 in den Adclstand erhoben.sR. T. A. N.s