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Hack — Hacke
3. Hack, Hacke. Dieses Namens gibt es in verschiedenenLändern mehrere mit einander in keiner Verbindung stehende Ge-schlechter. Eines der angesehensten ist jenes in der Uckermark,wo es das Erbschenkcnamt besizt. Sie führen im weißen Schildedrei schwarze Haken, so. d. Hagen, in der historischen Beschreibungdes Geschlechts der Hagen — v. Uechtenhagcn S. 34. Taf. 5. —r>. Hattstcin II. S. 24 des Supplements, der es zum fränkischen Adelrechnet. — Siebmacher I. 179. n. 4. — v. Meding 1. n. 303. —Angeli, mark. Chronik 39. — Gauhe I. 557 n. f. — Sinap I. 424- —Eistr's chron. Belticens. 265. — Klüver 618. — Würschmidt, Samml .sAus vorstehender aus der Mark Brandenburg stammendenFamilie wendete sich Ernst v. H., ein Sohn Joachims v. H.,nm's I. 1550 nach Oesterreich, wo die Familie mit dem Bei-namen Hack v. Barnim, auch Pornimb, erscheint; sie führtdas gleiche Wappen mit ihren Stammverwandten in Branden-burg, drei schwarze Haken im silb. Felde, in Oesterreich Gems-Hörner genannt. Die Helmzicrde weicht etwas von jener derbrandenbnrger Hacke ab. Noch 1857 stand Emannel v. H. aufBornimbs als Hauptmann in öfter r. Diensten. Marg. JohannFriedrich H., brandenburg-onolzbach'scher Obersthofmeister,und dessen Bruder Adam Gottlob wurden im I. 1702 in denReichsfreiherrnstand erhoben. sWisgrill IV. 2—5. — v. HoheneckI. 230.) Friedrich Alexander v. H. wurde am 9. Mai 1098 inden Reichsfreiherrnstand erhoben.
sSiebmacher I. 36. — Zedier XII. 79. — v. H.)
4. 's Hack v. Harbach, sive Wasen-Harbach, bei Geisenhausenin Niederbayern. Schild: In Blau schräggelegt ein silbernerFeuerhaken. Augustin H. v. H., ch 1010. Bald darauf ist dasGeschlecht erloschen. sO-S. — Hund III. 354.)
5. si Hack v. Hochegg, schwäb. Uradel. Im Schild dreiBallen, auf dem Helm ein Schwan. KaSpar Hagk von Hoch-ögk flegelt 1487. sO. S.)
0. Hack v. Zui, genannt v. Chili, altes adliches, ursprünglichbrab anter Geschlecht, das auf seinem nahe bei Thill an derWaal im Herzogthume Geldern gelegenen Stammschlosse Snlgewohnt, nachdem es solches aber im 15. Jahrh. an die v. Bre-deroda verkauft hatte, sich nach Nürnberg gewendet hat.
sBiedermann, Nürnberg Tab. 591 —98. — Neues gen. Hdb. 1777.S. 228 u. f. — Siebmacher II. 79. — v. H.)
Hackest BeHagel.
Hackbarg, ein ehemaliges breisgauer Geschlecht.
sCrusius, schwäb. Chronik III. 8. B. K. 15. S. 112.)
1. Hacke, Holstein. Uradel. Emeke H., miles, testis 1301.Dhetlef Hako in der Einigung des Holstein. Adels 1323. EmekeHake, ein Ritter und Dienstmann Herzog Erich's vonSachsen-Lauenbnrg 1371.
sNrk. Buch der schleswig-Holstein. Ges. II. 3. 54. 563.)
2. Hacke, Hake, Hacken; im Fürstenthume Kalenberg an-gesessen. Die Familie besizt die Güter Bodejnwerder, Ohr,Diederssen und Hasperde im Kalenberg'schen, und erscheint1279, 1291 und 1357 in Urkunden. Der älteste kalenberg'sche
Lehnbricf ist von 1305. sO. L. v. Eichmann, das Alterthum und an-dere Vorzüge des Geschlechts der v. Hacke, in den duisburg. gelehrtenAnzeigen; vermehrt und besonders abgedruckt. Duisburg 1753. 4. —Seifert, Genealogie 164. — v. Hefner, sächs. Adel S. 31. Taf. 33- —v. Krohne II. 53 u. f. — v. Schonberg IV. 546—52. — Köhne, a. g.N. — v. d. Knesebeck. — Kleinschmidt, Samml. kalenberg. LandtagsabschiedeTh. I. S. 316. — v. Ompteda, Vaterland. Litter. 361. — V.Zedlitz,welcher aber die verschiedenen Familien v. H. nicht hinreichend auseinan-dersczt- — Letzner, dassel'sche Chronik 183.) Wappen: Im silbernen
Felde zwei aufrecht stehende schwarze Haken; ans dem Helme die-selben Haken zwischen einem Fluge. sGrote, hannovr. Wappenbuch.
— Fahne II. 52- — v. Ledebur I. 364. — v. HI
3. Hacke, ein staß furter Salzjunkergeschlccht, dessen Schild
einen mit drei Kleeblättern belegten Querbalken, darüber drei Sterne
und darunter zwei Flüsse zeigte. Hanns Kristof Friedrich v. H.,
k. preuß. Flügcladjutant,.Hofjägermeister :c., Erbherr auf Perknn,
Battinsthal, Radewitz, Petershagen w., vermählt mit
der einzigen Tochter des reichen StaatSministers v. Crcuz, wurde
1740 in den preuß. Grafenstand erhoben.
sTaschenbuch der gräfl. Häuser 1839 u. 1856. — Peccenstein, tkeatr.Sax. 366. — Rebmann, Mspt. — Tyroff, Wappb. des preuß. Staats.
— Spangcnberg, Adelsspicgel II. 234. 253. 473. — v. Ledebur I. 365.III. 269. — v. Hefner, preuß. Adel S. 10. Taf. 11, wo das Wappenvon dem früher geführten verschieden ist; Hess. Adel S. II. T. 11.)
4. Hacke. Auch am Rheine gab oder gibt es eine adlicheFamilie v. H. Dieselbe war bei den Domstiftern zu Mainz,Speier, Konstanz w. aufgcschworen. Siebmachcr führt B. I.Taf. 110 ein Wappen eineö rhein. Geschlechts v. H. an (einschwarzes, mit gold. Kugeln belegtes Kreuz im silb. Felde); dochmöchte wol zu vcrmuthen sein, daß vorstehende v. H. zu der bayer.-pfälz. Familie gehörten. sRebmann, Mspt. — Fahne, I. 128, thntnur kurze Erwähnung und nennt sie eine märk. Familie; II. 52.)
5. Hacke, Hacken, Hag, in Nicdersachsen, aber verschiedenvon den H. in Obersachsen. Dieses Geschlecht führt zwei Regenbogenim Wappenschilde und ist auch in Bayern seßhaft. Eine Nach-richt sagt, daß aus dieser alten westfälischen, schon im 12tenund 13ten Jahrh. in Urkunden vorkommenden Familie eine Liniein die Pfalz gekommen und das Erboberjägermeisteramt daselbsterlangt habe. Sie ist aufgeschworen in mehreren Domstiftern undbeim St. Georgenorde». sSiebmacher I. 173. — Tyroff, bayer.Mappcnb. III. 16; neues Wappenw. I- 126. — v. Meding I. n. 366.
— v. Lang 146. — Taschcnb. der frhrl. Häuser 1849 u. 1855, woselbstdie Familie als eine uralt pfälzische angegeben wird.) Am 20. Sept.1790 erlangte die Familie den Freihcrrnstand. sv. Ledebur I. 365.
— v. Hefncr, bayer. Adel S. 38. Taf. 36; preuß. Adel S. 45. T. 56. —Spangenberg, Adelsspicgel I. 112. — Nachtr. z. neuen geneal. Handb.von 1778. S- 66—62. — v. H.)
0. si Hacke, in Schwaben. Aus diesem Geschlechte wareiner im I. 1308 Probst in Ellwangcn. sGauhe I. 50.)Vergl. Hack 5.
7. -s Hacke. Die in Holstein und Mecklenburg führteneinen Hahn im Wappen. sGauhe I. 56. — Angeli, Holstein. Hist.)Dieselben führten den Beinamen v. Waldau. Vgl. auch Hacke 1.
8. -s Hacke, in Meißen, welche auch Peuste genannt wurden.sGauhe 1. 56. — Siebmachcr I. 151.)
Hacke, s. Hocke.
1. -s Hackcdor» (im Schild ein Stern), altes schlesisches,sächsisches und thüringen'scheS Dinastengeschlecht, das sichvon Gottes Gnaden schrieb und dessen Stammschloß Hackebornbei Krippenstädt gelegen war. In diesem Geschlechte, welches im15. Jahrh. erloschen ist, waren zwei Frauenzimmer, Gertrud undMathilde, die verschiedene mystisch-theologische Schriften heraus-gegeben haben. sArnold, hist. theolog. myst. 264. — Paulini, gelehrteFrauenzimmer 58. — Hoppenrodt, Stammbuch 37. — Leukfeld, antiq.Kältend. 166. — Sinap I. 433. II. 659. — Spangcnberg, Adclösp. II.
— Kätner, antiq. Ouedlinb. — Gauhe I. 558. — Melissantes, N. XXVI.
— Siebmacher I. 172. — Höpping, de jure insigu. Cap. 6. — v. Me-ding III. 296. — Eine Anentafel von 3 Auen der v. H. auf Staß-