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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Gei Geist

saßen namentlich Niederhermsdorf, Niedersteinsdorf, Vielauund andere. Die Familie kommt zuerst 1288 vor, dann 1431.Nikolaus war Maltheserrittcr; auch erscheint sie 1465 in JohannKristian, der einen Streit auf Leben und Tod mit einemv. Schcllcnberg hatte. Im I. 1668 starb ein Frhr. v. G.in Böhmen, welcher ein Oheim von Friedrich v. G. im Liegnitz'-schen war. Auch 1866 soll ein Sprosse dieses Geschlechts gelebthaben. Sie mögen übrigens Schlesien wol verlassen und sichnach Bayern gewendet haben; denn 1612 also bald nach derZeit, wo Gauhe angibt, daß das Geschlecht in Schlesien abge-gangen, nämlich 1668, kommen solche in Bayern vor, wo sie sichbis jczt noch befinden mit demselben Wappen und Zunamen,so. Lang 343. v. Zedlitz. v. Hefncr, bayer. Adel S. 78. T. 89.sj

Die G. v. PolSdorf sind die andere, ebenfalls im Licg-

nitz'schen seßhafte Familie. Sie erkennt als ihren AnHerrn den

Kanzler der Herzoge v. Brieg, Andreas G., welcher 1624 starb.

Diese führen ein in den Farben von jenem der G. v. Deining

abweichendes Wappen. Der Kanzler scheint geadelt worden zu

sein, da er als Andreas G., Kanzler, angeführt wird.

fv. Ledebur I. 253. Bernd II. Taf. XX. v. H. Sinap I.381-386. II. 638. - Siebmacher II. 38. 43. n. 13. - v. Mcding II.n. 265. 66. 67. Gauhe I. 463. ff

Geistern. Die Brüder Ferdinand und Joh. Ncpomuk G. wurden

im I. 1816 vom Kaiser in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M.

S. 51Z Der Vater der beiden Brüder, Joh. Georg G., Richter zu

Znaim in Mähren, wurde 1766 in den Adelstand und 1769 in den

Ritterstand erhoben. fHyrtl 1851. Taschenb. d. frhrl. Häuser 1353. v. Hefner, krainer Adel S. 9. T- 8. v. H.jf

5 Gcisling, Geislinger, altbayer. Adel. Im Schild einSparren. DaS Geschlecht nrkündet zuerst mit Chuno 1136. Noch1379 erscheint Joh. v. G. fO. S. M. B. VI. 338. XIII. 338J

1. Geismar, ein altes Geschlecht, das aus der Nhcin-gegend nach Hessen, Thüringen und dann in die KantoneRhön und Werra kam und schon 1139, 1152, 1199 erscheint.Im I. 1714 war es in den N. Ritterkantonen Rhön u. Werraaufgenommen und in diesem Jahre auch in den Freihcrrnstand er-hoben worden. 1681 wurde der Adel für Martin v. G. bestätigt.fE. S. v. d. Knesebeck. Sachs. Wppb. III. 95. Dorst, württ.Wappenbuch. v- Ledebur I. 253. I. A. Tyroff, Wappcnbuch vonWürttemberg. Grote, hannövr. Wappenb. O. 59 .z Eine Linie davon

hat auch nach Abgang der Mosbach v. Lindenfels deren Güter

geerbt und ihr Wappen mit angenommen. fSeifert's Gencal- 115.Biedermann, Rhön u. Werra 333. Neues gen. Hdb. 1777. S. 82 u. f.1778. I. 83 u. f. Gauhe I. 46 u. f. v. Hattstein I. 139 ff.v. Hefner, Hess. Adel S- 13. Taf. 9. Siebmacher I. 143. n. II.v. Zedlitz. v. HI

2. Geismar zu Stockum. Unter diesem Namen gibt das Wappen-buch von Hannover, von Dr. Grote, 6. 63, ein von dem bekanntengeismar'schen Wappen in demselben Wappenbuche, 6. 59, ganz ab-weichendes Wappen. Es scheint hier ein Jrrthum obzuwalten, da auchim Register des grote'schen Werkes de^erstcren Wappens nicht ge-dacht ist.

Gciso, Geyso, ein im Rittcrkanton R h ö n und Werra, auchin Hessen begütertes Geschlecht, dasjezt in Kurhessen, Weimarund M e inin ge n vorkommt. ^Biedermann, Rhön u. Werra T. 345,ist sehr unrichtig. v. H .jj Sie führten früher den Namen Mon-tag. Urban M. zuGrünberg erhielt wegen seines weißen Bartesu. der langen Haare um 1362 den Namen Geis, den seine Nachkom-men als Geschlechtsnamen gebrauchten (?). Einer seiner Enkel, Rein-

hard Geiß, war am Hofe Kaiser SigiSmnnd's. Dieser erhob ihn inden Adclstand und besserte sein Wappen. Dessen Enkel, Joh. Geiß,geb. 1593, gest. 1661, der Stifter des Geschlechts, wurde General,Hess. geh. Rath und Gouverneur von Kassel. Kaiser Leopold I.erhob ihn in den frhrl. Stand mit Veränderung seines Namens inGciso. Er erwarb mehrere Rittergüter u. seine Nachkommen blühennoch. Sein Bruder war Gouverneur von Schleswig u. Holstein,sjv. Zcdlitz.jj Bemerkt muß noch werden, daß nach der NeichStaramtS-Nechnung Joh. G., hesscnkassel'schcr geh. Kriegsrath, 1656 nichtin den Frcihcrrn -, sondern zuerst in den Adelstand erhoben wordenist; er besaß adliche Güter im Stifte Fulda. fR. T. A. R. Schan-nat, clicnt. fuld- P- 95. v. d. Knesebeck. v. Hefncr, säcbs. AdelS. 13. Taf. 9; preuß. Adel S. 44. T. 54; Hess. Adel S. 13. T.'lv. -Frhrl. Taschenbuch von I357.j

Geisa, s. Gen sau.

si Gtispihhnin. Das Stammhaus war Schloß u. Städtchen G.im Elsaß, unweit Straßburg. Das Geschlecht erscheint zuerst im1.1211. Eine Linie führte den Beinamen Fetz er (s. d.), starb aberam 3. Dez. 1526 aus; eine andere Linie nannte sich Krieg v. G.S. Geispusch. fHumbracht 188 ff. Siebmacher I. 193. II. 136.

Sicbcnkecs I. 15. v. Mcding II. 262. 265. Tyroff 1. 28.Zedier X. 646. v. Ledebur I. 253. Gauhe I. 462. v. H.j

Gcispolzhciui, s. Füllen und Kranz.

-ß Geispusch, sollen von Storo v. Geispitz heim abstammen,welcher Namen u. Wappen geändert haben soll. fHumbracht, T. 188u. f. - Sicbmacher V. 337. - v. Mcding II. 263. - v. H.f Es istsehr zweifelhaft, ob eine Linie der v. Geispitzheim je den Namenv. Geispusch angenommen; gewiß ist aber, daß der angezogeneHumbracht zu den Geispusch Individuen zählt, welche eines ganzanderen Herkommens waren und ihr Stammhaus G. in der Nähevon Mayen im Trier'schen hatten. Diese waren der köln. KircheBurgmänner zu Nurburg, trugen auch von dem Erzstifte Kölnden Zehnten und die Kirchcngift zu Kell, von dem Kollcgiatstifte zuMünster-May seid die Vogtci zu Valwig, von den Grafenv. Virneburg jene zuPölsch zn Lehen, waren auch der Herzogevon Jülich Erbhofmeister. Werner, der lezte Mann, starb zwischen1532 und 1538.

Geisruck, s. Gaisruckh.

Gcisscl. Ein v. G. war um 1853 Erzbischof zu Köln und Kar-dinal. lieber dessen Adel ist nichts bekannt,fv. Ledebur I. 253. III. 253.f

's Gcissingcn, ein altes schwäb., im 12. Jahrh. in Urkundenvorkommendes Geschlecht, welches seinen Siz ans der Burg G. imO.A. Münsingen hatte, sGriesinger 454Z

1. Geist, Gehst, zu Mldcckh, schwäb. Geschl. Die Gebrüder G.zn Wild eck oder Wild egg, in den kais. Erblandcn angesessen undam Hofe bedienstct, erhielten 1692 Bestätigung des von K. Rudolf II.ihren Vorfahren erthcilten Adels. jR. T. A. R. Sicbmacher I. 121.

v. Mcding III. 247. v. H.f

2. Geist, Hagen de G., Magdeburg, und schles. Adel, derursprünglich nur G., aber später sich H. nannte. Ein Ast diesesGeschlechts nennt sich G. v. H., der andere H. v. G. Der Ur-sprung ist dunkel; wahrscheinlich hat die Familie v. G. eine aus-gestorbene Familie v. H. beerbt. Der erste H. v. G. ist Gottliebgewesen, der 1656 in Mecklenburg geboren worden. Mehrerebefanden sich in dän. und sächs. Diensten. Dann wendeten sie