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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Gän Gag

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I. 1468 verstorbene Erfinder der Buchdruckcrkunst, Johannes G.,vulgo Guttcnberg. Sorgenloch war ein bei Mainz gelegenesDorf, Gänsefleisch ein daselbst befindlicher Hof. Dahl sagt in derallgemeinen Encyclopädie von Ersch und Grnber, Th. 14. S. 228:InMainz blühte seit dem 14. Jahrh. eine adliche Patrizierfamilie,welche den Namen Gänß fleisch, anch zum Gänßfleisch führte undsich in mehrere Linien theilte. Eine davon führte den Beinamen Eu-benberg (Gutenberg, ad bonum montcm), aus welcher der Erfin-der der Buchdruckcrknnst, Hanne Gänsfleisch v. Sulgeloch(Sörgenloch), genannt Gudinberg, abstammte. Das Geschlechtführte im Schild einen Pilger.

(Humbracht, Tab. 290. Gauhe I- 450. v. H.)

1 Günsel (in Schw. eine auffliegende silb. Gans), altes salz-bnrger Geschlecht, Erbausfergen zu Laufen, erloschen 1530.sO. S.)

Gürdtcl, in Ostpreußen seßhaft. Wappen? sv. Ledeburl. 245. III. 257.) Einerlei mit Gerdtel.

1. s Gürnstci», tiroler Uradcl, dessen Stammhaus G. ober-halb Scben lag. Regimbcrt v. G. ist um 1250 als der Leztedieses älteren Stammes gestorben, sv. Mayerhofen.) Schild mitEisenhütlein, darüber ein Balken.

2. 's Gürnstcin. Durch Erbheurath der einzigen Tochter desRcgimbert v. G. (1.) ist das Schloß G. an die v. Voitspcrggekommen, welche den Namen G. annahmen, aber 1373 mit Hein-rich v. G. ebenfalls erloschen sind. sv. Mayerhofen, Mss.)

Gürthncr, eine frhrl. Familie in Ob er öfter reich, die wahr-scheinlich aus Nürnberg stammt (?). (v. Hoheneck, Beschreibung vonOberöstcrreich I. 694. II. 14. Gauhe II. 327 u. f. v. H.)

Gürtler ». Mimciiscld. Der Senior des Stadtraths u. Stadt-richter zu Olmütz, G., wurde im I. 1758 mit v. B. geadelt.

(M. v. M. 188. v. H.)

Gürtlgrudcr- Mayer. Der öfter r. Oberst im Geniestab, AlbertG., wurde 1853 geadelt mit Anhängung des Familiennamens seinerMutter Mayer. (Ocsterr. Milit. Schemat. von 1853.)

1. ch Gürtncr, ein nürnberger Nathsgeschlccht, kommt noch1508 vor. Schild: In S. auf schw. Drciberg ein geflochtener Zaun,auS dem eine rothe Staude hervorwächst. sO. S.)

2. Gürtncr, Johann Thomas, kais. Kriegssckretär, und seinBruder Joh. Michael wurden um's I. 1699 in den Ncichsrittcr-stand mit Edler v. erhoben. sR. T. A. N.)

3. Gürtncr. Karl Wilhelm G., ein Sohn des k. poln. undkursächs. Obcrkommissärs der balt. Mcerhäfen, wurde als Neichs-Hofrath 1749 geadelt, dd. Wien 8. November 1750 mitEdlervon" in den Reichsrittcrstand erhoben und hierauf in die fränk.Reichsritterschaft aufgenommen. Er starb 1760 und hinterließ dreiSöhne. Der älteste, Karl Friedrich, Neichshofrath, wurde 1771in den Ncichsfreiherrnstand erhoben, starb 1778 und hinterließ zweiSöhne, den österr. Appcllationögerichtspräsidcuten und den kais.Hofrath. Der zweite Sohn des Karl Wilhelm, August Gottlicb,wurde am 21. April 1792 Freiherr, starb 1807 in Dresdenals Konsistorialpräsident und hinterließ fünf Söhne, unter welchenGustav Wilhelm preuß. Oberlandesgcrichtspräsidcnt in Naumburg1852 war. Der dritte Sohn des Karl Wilhelm, Heinrich FerdinandEdler v. G., war Regierungsdirektor in Sachsen, -s 1707 undhinterließ einen Sohn, der preuß. Major war. C. A. W. Frhr.v. G. erhielt die Erlaubniß, sich G. v. Griebow zu schreiben.

(v. Zedlitz. Hyrtl 1850. M. v. M., Erg. 53. 142. Taschenb.der frhrl. Häuser 1853 u. 1360. ^ v. Ledebur I. 246. v. Hefner,preuß. Adel S. 43. T. 53; sächs. Adel S. 10. T. 9. - Sächs. Wappcnb.III. 18. VI. 3l. 32.)

4. Gürtncr , Franz, fürstlich neuwied'scher geh. Rath undKanzler, erhielt von K. Franz II. 1806 den Adel. Sein Vaterwar Bernhard August G., Hess. kass. geh. Rath und Rcgierungs-Präsidcnt zu Marburg, sv. Ledebur I. 246. III. 257.)

5. Gürtncr v. Vaiimgartcn. Der österr. Rittmeister JohaunFranz G. wurde 1771 mit obigem Beinamen geadelt.

sM. v. M., Erg. 293. v. H.)

6. Gürtncr v. Linicnflurni. Der österr. Oberlieut. Anton G.wurde im I. 1817 mit dem gedachten Beinamen geadelt.

sM. v. M. 188. v. H.)

7. Gärtner v. Noscnhcim. Der Pens, österr. ObcrstwachtmeisterG. wurde im I. 1792 mit v. R. geadelt.

sM. v. M. 188. - v. H.)

-s Gürtringcn, schwäb. Uradel, dessen Stammhaus G. imO.A. Herrenberg liegt. Das Geschlecht blühte zwischen 1140und 1559. Nach dem Erlöschen fielen die nicht unbedeutenden Güteran Württemberg, das Stammhaus Gärtriugen aber gediehan verschiedene Eigenthümer, bis solches zulezt 1640 Joh. Heinrichv. Hill er, württ. Oberhofgerichtsrath, ankaufte, dessen Familie1703 von K. Leopold I. die Erlaubniß erhielt, sich Hill er v. G.zu schreiben. sGriesinger 434. Mone II. 356 ff. Crusius inAnnal. III. 331 ff. Bürgermeister, vom schwäb. Reichsadel 619.Gauhe I- 451. Siebmachcr I. 120. v. Hefner, 1 schwäb. AdelS. 11. v. H.)

Gürtringcn, s. Hill er v. G.

Giirh, Jgnaz Ferdinand, kurköln. Rath, wurde 1742 inden Adclstand erhoben. sN. T. A. N.) Ist daselbst Garßen ge-schrieben; die Familie blühte noch um 1790. S. auch Gertzgen.

's Güffcl, bayer. Geschlecht; führte im Schild einen Schräg-Balkcn mit drei Acpfeln oder Mohnköpfen belegt. sO. S.)

Güßlcr ». Klaham, erhielten 1620 einen Wappcnbrief und 1799ein etzdorf'schcs Adelsdiplom, welches 1805 von Bayern aner-kannt wurde, sv. Hefuer, bayer. Adel S. 78. T. 89.)

Gaffcnlta, Andreas und Basilius, sind 1788 in die Adels-matrikcl der Bukowina eingetragen worden. sPoczet Szlachty.)

Gaffer v. Feldcnreich. Der österr. Hauptmann Joh. MichaelG. wurde im I. 1752 mit obigem Beinamen geadelt.sM. v. M., Erg. 293. - v. H.)

Gaffroll, Gavcron, gehörten zu den ältesten adl. GeschlechternSchlesiens und scheinen nicht aus Polen zu stammen, wie Einigeangeben. Im I. 1358 kommen die v. G. schon vor und theiltensich später in mehrere Aestc. Herr v. G. auf Kummcru wurdeam 15. Okt. 1840 in den preuß. Frcihcrrnstand erhoben.

sv. Zedlitz. Dorst, Wappenb. von Schlesien u. allgcm. WappcnbuchII. 256. Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 64.v. Ledebur I. 242. III. 256. Frbrl. Taschenb. v. 1855. v. Hefner,preuß. Adel S. 43. Tas. 53. Okolski, orb. Polon. II. 156. 548.Slnap I. 376 ff. II. 633 ff. Gauhe I. 45 l u. f. Siebm. I. 52-v. Mcding III. 241. Dän. Wappenbuch. v- H.)

s Gagciihardsdors, altbayer. Geschlecht. Hietepolt de Ga-g en ha rtisdorf erscheint 1120 in Briefen des Klosters St. Ni-kolaus. Nach ihm uoch 12 Andere dieses Geschlechts.sM. B. IV. 222. V. 306 ff.)

1. Gagern, gehören Pommern und insbesondere Rügenan. Der erste G., Prive Gawcrn, erscheint 1322 zu Thor-