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1 (1853)
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34 Meissen.

Diethrich aber bereits 1231 siegelfähig war*), so rückt dieZeit seiner ersten Vermählung sehr nahe an das Jahr 1203heran; und da ferner der aus einer dritten Verbindung ent-sprossene Sohn Eberhard bereits 1249 die Ritterwürde er-langt hatte**): so kann die zweite Ehe, aus der die beidenanderen Diethriche hervorgegangen sind, nur von kurzer Dauergewesen, und Iladwig muss lange vor dem Jahre 1249 ver-storben sein. Die Familie, der diese Hadwig angehört, istbisher völlig unbekannt gewesen. Wir halten sie für eineTochter des am 17. Febr. 1221 verstorbenen Markgrafen Dieth-rich von Meissen, der mit Jutta, des Landgrafen Hermannvon Thüringen Tochter, ausser drei Söhnen, von denen ihn nurder jüngste Heinrich überlebte, nach Einigen ***) drei TöchterJutta, Hedwig und Sophia, nach Anderen f) nur Hedwig zeugte.Da die beiden älteren Söhne Otto und Conrad jung gestorben,Heinrich aber viel später erst geboren ward, so musste Hed-wig, freilich auch jung gestorben, als Erbin von Meissen an-gesehen werden. Sie ist es, die wir als die zweite Gemalindes Grafen Diethrich ansprechen: denn nur hierdurch kann es

*) Dessen Siegel Nies ort Miinst. Urkb. II. 160.

**) Wir finden ihn in Urkunden von 1247, 1249, 1251 und 1275 (Lacom-blet II. 162. 187. 196. 197. 392.); irrig Gerardtis genannt (Rive Bauern-güterwesen I. 40t. 405). Wir halten ihn für den Stammvater des ritterli-ehen Geschlechtes v. Cleve, welches mit den Grafen gleiches Wappen führt(Siebmaclier V. 302.), und können füglich als seinen Sohn den Diethrichv. Cleve ansehen, der 1312, 1313, 1316 als Knappe erscheint. (Kindtin-ger Miinst. Beitr. III. Urk. S. 747. Niesert Miinst. Urkb. II. 127. Sei-he rtz Urkb. II. 146,).

***) Horn Ilenricus illusfris p. 29.

-j-) Weck Dresdensche Chronik p. 104. Ilabuit marchio Theodoriuisuxorem Juttam Hermanni Turingiae Kantgravii filiam, ut supra dictum est,genuitcjue ex ea primo duos filios Ottonem et Cunradum, et filiam Iledwigem,qui in juventute mortui sunt, ex post autem, biennio ante finem vitae suaegenuit Henricum illustrissimum Principem de quo plene in sequentibus diee-tur. (Job. Tylicli cliron. Missn. ap. Schannat vind. litt. II. 82.)