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Die Folge jener unglücklichen irrigem Ideen und deren Aeußerung gegendie Gläubiger war, daß ein großer Theil der Capitalschulden gekündigt wurden,und dadurch beinahe ein Concursverfahren über alle Güter herbei gezogen wordenwäre, welche unglückliche Folgen nur mit den größten Anstrengungen und sehr bedeu-tenden Aufopferungen abgewandt werden konnten. Beide Brüder mußten auf dieseArt fast unschuldiger Weise büßen, was ein höchst unreifer Rath verschuldet hatte.
tz. 56.
Christian August Ludewig Adolph, ältester Sohn des Diedrich Georg Lu-dewig, besuchte anfänglich die Ritter-Academie zu Lüneburg, widmete sich daraufder kriegerischen Laufbahn, und wurde am 28. April 1772 Fähndrich in demdamals von Medingschen Jnfanterie-Regimente. Am 21. März 1780 wurdeer Ritterschafts-Deputirter bei der Landschaft des Fürstenthums Lüneburg, wes-halb er am 28. April 1780 als Capitain den nachgesuchten Abschied aus denMilitärdiensten erhielt. Am g. März 178^ wurde er Schatzrath, und ami2. Februar 1789 Land-Commissair in der Amtsvoigtei Essel, am 20. October1790 Mitglied der Landwirthschafts-Gesellschaft in Zelle, und am 28. Mai 1791Land-Commissair zu Rethem an der Aller, wo ihm auch am 18. Februar 1806das dasige Licent-Commissariat anvertraut wurde. Nach dem Absterben desLandraths Vehr zu Stellichte im Jahre 1807 (h. ^9.) wurde er Lsnioi- la-inilias und als solcher Erbmarschall des Herzogthums Verden.
Zur Zeit der unglücklichen französischen Usurpation wurde er am tr. Dctbr.1810 westphälischer, und am 10. August 1811 französischer Maire zu Stel-lichte, auch am 2o. Januar 1812 Mitglied des französischen Geueral-Conseilsdes Departements der Wesermündung.
In der 1792 stattgefundenen Theikung der väterlichen Güter mit
seinem Bruder erhielt er das Gut zu Kleinen-Häußlingen und das Burglohnzu Rethem, hatte aber gleich das Unglück, daß alle seine Gebäude zu KleinenHäuslingen, bis auf ein einziges, abbrannten, die er nun wieder neu erbauenmußte. Späterhin setzte er sich mit dem Besitzer des anderen Gutes in KleinenHäuslingen, Obristlieutenant Georg Friedrich Vehr aus der bisherigen Ge-meinschaft mehrerer Gütertheile, führte mit nicht geringem Kostenaufwande eineSchlagwirthschaft ein, und stellte einen großen Schlachteubau an seinen eigenenGrundstücken wieder her,