um auf seine Güter zu achten, und durch gute Bewirthung der französischenDberoffiziere manches Unglück abzuwenden. Allein wie der damalige Erbprinzvon Braunschweig unerwartet bey Dörverden über die Weser gieng, und Hoyaam linken Ufer der Weser abbrannte, glaubte General Chabot ein Gleichesthun zu müssen. Am 25. Februar 176k steckte Chabot Hoya an der andernSeite der Weser auch in Brand, womit denn das Behrsche Gut allda auchbinnen sechs Stunden nichts weiter als ein Schutt- und Aschenhaufen wurde.Alles dasige Silbergeräthe, Meublen und sonstige Sachen, alle Dvcumente,Familien-Nachrichten und vollständige Gutsregister vom Jahre 1618 an, warenin wenig Stunden ein unwiederbringlicher Raub der Flammen. Der ganzeVerlust in diesem unglücklichen Brande ist damaliger Zeit auf 61,600 Rthlr.geschätzt worden, ohne den unersetzlichen Verlust an Documenten, Familien-und andern Nachrichten in Anschlag zu bringen, welche ganz unschätzbar sind.Nichts, gar nichts wurde gerettet-
In dieser traurigen Lage floh Friedrich zum Erbprinzen von Braunschweig,welcher ihn mit Freuden in seinem Hauptquartiere aufnahm- Bis zum Friedenwar er dessen steter Begleiter, und theikte alle Gefahren mit diesem Erbprinzen,ja, er mußte in der Folge denselben auf den Reisen nach England, Frankreich,Schweitz und Italien auch noch begleiten, wo er vom regierenden Herzoge vonBraunschweig am 2o. April zum Vice-Oberstallmeister, und am 16. August1766 zum würkkichen Cammerherrn ernannt wurde. Nach Beendigung jenerReisen gieng Friedrich außer Dienst, gieng wieder nach der Hoya und be-bauete sein dasiges Gut wieder so, wie es jetzt da stehet, wo das jetzige Wohn-haus eigentlich der ersten Absicht nach nur ein Flügel des Hauptgebäudes hatseyn sollen, jedoch die weitere Ausführung unterblieben ist. Er erhöhete da-neben seinen Hof und Garten mit vielen Kosten so sehr, daß solche für dieÜberschwemmung der Weser gesichert sind, und vergrößerte den Garten durchAnkauf des daran belegenen von Staffhorstschen sogenannten Jungferngarten.Nach Beziehung seiner neu erbaueten Wohnung verkaufte er sein anderesHaus, welches ohnweit der Kirche belegen war, und er nach dem Brands zureinstweiligen Wohnung angekauft hatte, an den General von Scheither.
Im Jahre 1777 übernahm er die Vormundschaft über seines verstor-benen Schwagers, Willen Christoph Ludewig Vehr zu Kleinen-Häuslingen,