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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
Entstehung
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Am 28. Juni 1725 wurde er zum Brigadier befördert, und gieng imSeptember desselben Jahrs mit der Armee des Generals von Seckendorf beiBernkastel über die Mosel, nahmen am 20. October die Höhen bei Claussenan der Salm ein, und wohnte der Schlacht zwischen Ruderich und Eschen bei,worin die Franzosen ganzlich geschlagen wurden. Dieß glückliche Treffen derVerbündeten hatte zur Folge, daß die Friedens-Präliminarien, wie Wissel loa.ait. gag. 2Ä3. sagt, am 16. November 1755 unterzeichnet wurden, welchedenn am i3. Mai 1706 von den deutschen Reichsstäuden angenommen, unddamit dieser Reichskrieg beendiget ist»

Am Tage vor seinem Ende hatte er das Vergnügen, seinem damals inHoya und dasiger Gegend garnisonirenden Regimente die von Sr. königlichenMajestät geschenkten neuen Fahnen zu übergeben, und wenige Stunden nachseinem Tode kam das Patent als General-Major für ihn in der Hoya an.

Dieß seine kriegerische Laufbahn, wobei er doch seine Familie und Güternicht vernachlässigte. Sein Gut Münchhoff hat er selbst bewirthschaften lassen,und allda vier herrschaftliche Zimmer anbauen lassen.

In der Hoya bauete er 1721 ein prachtvolles Wohnhaus, und ließdie Haushaltsgebäude auf dauerhaften Fuß theils neu herstellen, Lheils ausbessern.

Das neue Wohnhaus hatte er drei Stockwerk hoch bauen lassen. AlleZimmer und Säle waren mit vortrefflicher Stuckaturarbeit, größtentheils vonGorini, mit kostbaren seidenen und anderen Tapeten, auch mit getäfelten Fuß-boden ausgeschmückt. Der Bau hat ohne das Holz aus eigenen Forsten zu .rechnen, mit Einschluß des schönen Ameublements über ^0,000 Rthlr. gekostet.Er besaß eine sehr große Bibliothek, und eins vorzügliche Sammlung militai-rischer Werke und Charten.

Er vermehrte seine Besitzungen durch den Ankauf des von EmmigaischenZehntens zur Hoya, und bemühete sich, die vielen Expectanz-Briefe, welche dieFamilie aus der Vorzeit annoch besaß, zur Ausführung zu bringen, jedoch mitkeinem günstigen Erfolge. Dagegen gelang es ihm, die alte Erbmarschallwürdedes Stifts Verden wieder an seine Familie zu bringen, welche vorhin bereitsmehrere hundert Jahre bei derselben gewesen war. Die Krone Schweden hatte