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Hierauf hat er eine Reift nach Frankreich und Dannemark gemacht, istauch endlich mit seinem Vater nach Curland gegangen. Dort bewürkte seinVater, daß er Domprobst in Curland wurde, ja, daß sogar Bischof Johannihn zum Coadjutor des Stifts Curland annahm. Wie darauf Bischof Johannim Jahre i65g seine Bisthümer Curland und Oeftll an die Krone Danne-mark für 20,000 Rthlr. verkaufte, widersetzte Ulrich sich der Abtretung vonCurland, weil ihm als Coadjutor des Bischofs Johann die Nachfolge im ge-dachten Bisthume gebührte. Jndeß scheint es jedoch, als wenn ihm der geist-liche ehelose Stand nicht sehr behagt habe, denn im Jahre 1661 verglich er sichmit dem neuen Bischöfe, hernach Herrn von Curland und Oeftll, HerzogMagnus, dahin, daß ihm für die Abtretung der Coadjutorei das Haus Ed-wahlen nebst dem Hofe Schleck erb- und eigenthümlich, der Genuß der ProbsteiHaftnpoth aber auf 10 Jahre eingeräumt wurde, wie Anlage 126 besagt. EineZeitlang hat er hierauf das Hofmarschallamt bei dem Bischof Magnus bekleidet,es muß ihm jedoch in Curland zu bleiben nicht gefallen haben. Denn balddarauf hat er seine sammtlichen curlandischen Besitzungen an seinen BruderJohann abgetreten, wie aus mehreren Urkunden, die im folgenden Paragraphewerden angezogen werden, zu ersehen seyn wird. Das Jahr dieser Abtretungund seiner Rückkehr nach Deutschland ist nicht bekannt, wahrscheinlich ist esaber 1662 geschehen, weil er im September dieses Jahrs in seiner Hei-
math war, und laut der Urkunde sud 127. seinen abwesenden Vater beidem Grafen Albrecht zur Hoya wegen Nichterscheinens an dem zur lehus-Empfangniß angesetzten Tage entschuldigte.
Im Jahre 1676 hat er sich mit Anna von Schwicheld vermählt, derenTaufname auf der obengsdachten Tafel in der Kirche zu Stellichte zwar soverwischt ist, daß man ihn nicht mehr lesen kann, jedoch aus einer eigenhän-digen Quitung derselben äs 1611 zu kleinen Häuslingen erhellet.
Wie Ulrich hiernachft im Jahre 1676 nach Absterben seines Vaters dieneue Belehnung wegen der von der Grafschaft Hoya relevirenden lehne fürsich und seinen Bruder Johann nachsuchte, wünschte die sogenannte jüngereBehrsche linie die gesummte Hand an diesen lehnen zu erhalten. Die Ge-brüder willigten ein, Graf Otto zur Hoya nahm die jüngere linie in die Ge-sammtbelehnung mit auf, und die Gebrüder Ulrich und Johann Bshr ließen
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