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bissen, als wenn ihm zuvor das Schloß Rotenburg würde eingeräumt seyn.Wie die Abgeordneten ihm darauf vorgestellt, daß eine solche Uebergabe widerihre Ehre und Pflicht seyn würde, hat der Graf erwiedcrt: er habe nicht nöthig,ihnen das Schloß abzubitten. Er habe Schlüssel mitgebracht, die solchesihm schon öffnen sollten, auch habe er Pulver und Loth genug dazu. Ohnehinwäre auf dem Hause jemand, der ihm das Gelach schon bezahlen solle, nemlichder alte Johann von Münchhausen. Der reiche Wucherer wäre so sähe,daß er ihm auch nicht einen Schuß vom Hause schenkte-
Es sollen nemlich die Belagerten damals auch noch nicht einen Schußzur Gegenwehr auf ihre Belagerer gethan gehabt haben.
Hier wird Diedrichs Schwiegervater ausdrücklich reich genannt, und untersolchen Umstanden wird seiner Gemahlin Eingebrachtes und Aussteuer auchnicht gering gewesen seyn. Bei solchen Grundlagen kann es einem sorgsamenHaushalter nicht fehlen, das Seinige nach und nach zu vermehren.
Dieß sind die Gründe, welche die Geschichte an die Hand giebt, um dieErscheinung seines Reichthums zu entrathseln. Wahrscheinlich scheinen diedaraus hergeleiteten Folgerungen zu seyn; ob sie gewiß sind, kann nur der-jenige sagen, welcher das Dunkel der grauen Vorzeit zu lichten vermag.
§. 6Z-
Diedrich war im Jahre 1629 mit Anna von Münchhausen, Tochter desJohann von Münchhausen auf Haddenhausen, und Schwester des BischofsJohann von Curland und des Obriften Christoph von Münchhausen vermahlt.Seine aus dieser Ehe erfolgten Kinder sind folgende:
1) Catharine, geb. 16Z0, vermahlt mit Jaspar Schulte.
2) Anna, geb. t^nno i63i ^ vermahlt mit Jürgen Bieter.
0) Ulrich, geb. 1602, und wird von ihm in h. gehandelt werden.
b) Ilse, geb. 1ZZ6 Stiftfraulein in Minden. Vielleicht hat sie
nach ihres Vaters Tode dem graflich- hoyaischen Hauptmann PaulHitzfelder zu Nienburg geheirathet, dessen Nathless Geschichte derGrafschaften Hoya und Diepholz Th. Z. x. 77. gedenkt.