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Zn Staatsgeschäften zeigte er sich in Curland als königlich-dänischerStatthalter, und in seiner Heimath als Rath seines Herzogs, wie die Herzog'liche Beftätigungs-Urkunde seines Testaments ergiebt, und wie die Beilegungder Streitigkeiten zwischen Rath und Bürgerschaft der freien ReichsstadtBremen gelehrt hat.
Als für den Wohlstand seines Hauses besorgter Privatmann hat er sichdurch die Erwerbung und Ankaufungen so vieler vorhin nicht besessener Güter,und durch sein Testament bewiesen. Von seinem Vater war ihm und seinemBruder Heinrich kein baares Vermögen, im Gegentheile eine für jene Zeitengroße Schuldenlast von ^000 Goldgulden hinterlassen, wie dieß die in meh-reren Hinsichten merkwürdige Anlage 12^. besaget. Demohngeachtet hat erdie Schlösser zu Stellichte, Häuslingen und Hoya neu wieder erbauet, sichso viele .neue Besitzungen in Deutschland und Curland erworben, und oben-drein noch mehrere Summen zinsbar verliehen. Billig frägt man: woher dieseErscheinung? Die Geschichte sagt darüber mit Worten nichts, die Umständelassen es jedoch einiger Maasen errathen. Sein Bruder Heinrich war mehrereJahre Senior am Dome zu Minden. Diese Reihe von Jahren hat demselbengewiß mehrere Gelegenheiten zur Option reicher Pfründen dargeboten, woranbei dem Dome zu Minden kein Mangel war. Heinrich scheint das Seinigesorgfältig verwaltet zu haben. Heinrichs Vermögen war auch Diedrichs Ver-mögen, indem sie brüderlich einig gelebt haben, wie aus den mehreren ge-meinschaftlich errichteten Urkunden ersichtlich gewesen ist, und Diedrich warseines Bruders Erbe.
Daneben hat Diedrich gewiß mit seiner Gemahlin Anna viel Geld erheirather.Sie war eine Tochter des Johann von Münchhausen auf Haddenhausen, denfolgende Aneedote in Spangenbergs verdenscher Chronik xng. 198. als sehrreich schildert. Die Chronik erzahlt: Als Graf Vollrath von Manßfeld imJahre i55o das Stift Verden zum andernmale mit Kriegsvölkern überzog,und das Schloß ^Rotenburg belagerte, waren Andreas von Mandelsloh, Die-derich Vehr und Hans Körte, wie oben schon bemerkt ist, von den verdenschenlandstanden abgeordnet, um Mit dem Grafen wegen des Abzuges zu unter-handeln. Der Graf wollte jedoch nicht anders von einer Unterhandlung etwas