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Dieser Vergleich ist in mehrerer Hinsicht äußerst merkwürdig, und es istSchade, daß man das Original oder auch nur eine Abschrift davon nicht hatauffinden können.
Erstlich beweiset sie, daß schon damals das Stifts-Cämmerer-Amt bei derFamilie Vehr gewesen sey. Zweitens scheint sie anzudeuten, daß die Aemterund Lehne dieser Art damals noch nicht erblich gewesen seyn muffen. Dennwozu bedürfte es sonst des Versprechens von Seiten des Domcapitels, daßsie dafür sorgen wollten, daß die Gebrüder Vehr diejenigen Stücke zu Lehnwieder erhalten mogten, welche ihr Vater schon zu Lehn gehabt habe. EineBemerkung, die gewiß äußerst auffallend ist, und einer näheren Untersuchungvon Kennern, die Gelegenheit haben, aus Stiftspapieren gewissere Aufklärungzu erhalten, würdig seyn mögte. Die gewöhnliche Meinung ist, daß in denvorliegenden Zeiten dergleichen Aemter schon längst unbedingt erblich gewesenwären. In früheren Zeiten waren sie es nicht, wie auch Abt Widekind vonCorvey ^.nno 1190, in kalk, trackit. (üoid. 700, vom Schenkenamte sagt:Hnibus utigns icksnr offiLnnn, nulla Aereckitaria sueeessio sack nrunerunreontnlit intsrventio.
Im Jahre ickog rheilte Paul sich mit seinen Brüdern, und die AnlageZi. enthält, welche Güter von dem väterlichen Nachlasse ihm zu Theil ge-worden sind.
Vor Johannis 1^10 muß er ohne Leibeserben verstorben seyn, wie die inder Folge beigebracht werdende Theilungs-Urkunden über seine Verlassenschafterweisen werden. Näher läßt sich jedoch sein Todestag nicht angeben.
H. 22'.
Orthgieß, Ulrichs zweiter Sohn, muß anfänglich Willens gewesen seyn,den geistlichen Stand zu erwählen, wie aus dem ack Aniriuin, 1^07 im vorher-gehenden Paragraphe angeführten Vertrage mit dem Domcapitel zu Verdenersichtlich geworden ist. In seiner Bewerbung um das Bißthum ist er abernicht glücklich gewesen, indem das Capitel den Graf Heinrich zur Hoya er-wählt, der Kaiser Rupert hingegen den Ulrich von Albach oder Albeck zumBischof ernannt, auch vom Pabst Gregor 12. hat confirmiren lassen, welches