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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
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Die alteren Arbeiten dieser Art liefern die Beweise dazu in reichlichemMaaße, und es würde gar keine schwierige Aufgabe seyn, im Geiste und Ge-schmacke jener Zeiten zu beweisen, daß die Fürstlich Anhaltische, die Graflichvon Barsche und die altadeliche Behrsche Familie eines einzigen gemeinsamenUrsprunges sey. Die Aehnlichkeir der Namen, würde zu manchen gelehrtscheinenden Ausführungen die beste Gelegenheit darbieten, und wer kann ver-sichern, daß mail dabei in der Kette der Folgerungen nicht auf Entdeckungenkommen könnte, die sehr viel Anziehendes haben mogten. Ein im Reiche derEinbildung bewanderter Forscher würde uns gewiß aus den Umstanden, daßin der Gegend von Salzwedel und Lüchow die ältesten Spuren dieses Familien-Namens vorkommen, mit leichter Mühe beweisen können, der erste Stammvatersey ein Sprößling von Markgraf Albrecht dem Baren, und daher komme es,daß ein Abkömmling dieses fürstlichen Geblüts ^nnc» 1197 im Gefolge Pfalz-graf Heinrichs von Sachsen, Herzog Heinrich des Löwen Sohn, gefunden werde.Durch solche, und ahnliche Erfindungen würde es gewiß leicht seyn, einenNamen als Stammvater zu erhalten, nur Schade, daß dadurch die Wahrheitnicht gefördert wird. Jndeß vergnügt es doch vielleicht, im Geschmacks vorigerZeiten die Bilder vorüber gehen zu sehen, mittelst welcher ein deutscher Stammsich oftmals nach Rom versetzen lassen mußte, um von da mit fremdem einge-bildeten Glänze sich wieder auf heimischen Boden sehen zu lassen. Mag des-halb die Erzählung des-

Pfeffinger Historie des Vr. Lüneb. Hauses Th. 2. x. 24. tfl.

hier einen Platz finden. Es ist ja doch nicht ausgemacht, ob die Gräflich vonBarsche Familie sich diese Abstammung zueigne, und so wird es wohl erlaubtseyn, sie hier zu wiederholten.

Aldukn, ein Gothischer Heers-Anführer im vierten Jahrhunderte, soll nem-lich in einer Schlacht, man sagt nicht wo, und gegen wen? sein Leben vcrloh-ren haben. Der Unglückliche hinterließ eine der Entbindung nahe Gemahlin,Namens Lutheria, die zu Burg, einem Flecken in Flandern, darauf zwar ihremSohne Mondillo das Licht der Welt geschenkt, aber bald nachher im Wochen-, bette gestorben seyn soll.