nicht der Grund, warum dieser Abhandlung so viele Urkunden beigefügtsind. Es ist vielmehr die Ueberzeugung, daß die Geschichte der Vorzeitaus dem Munde eines Neulings nicht ohne Beweise seyu dürfe. DieGeschichte beruhet auf historischen Glauben, und den darf sich Niemandanmaßen wollen, der nicht bereits dem Kenner erwiesen hat, daß er dessenwürdig sey. Dieß kann nicht früher der Fall seyn, als bis man über-zeugt geworden, der Erzähler habe die Quellen geprüft, verstehe zu prüfen,und theile den Erfolg seiner Prüfungen ohne alle Nebenabsichten treu undunverfälscht mit. Von selbst Kescheids ich mich, daß man durch eineArbeit der vorliegenden Art nicht zum Geschichtsschreiber erhoben werde,doch halte ich mich überzeugt, daß man die Vorschriften dieser Wissen-schast auch in den kleinsten Zweigen derselben beobachten müsse. Danebengestehe ich gern zu, daß dieses Zwecks halber die bereits gedruckten Urkun-den hätten wegbleiben können. Sie find beigefügt, um das Nachschlagenzu ersparen, und weil es oftmals sehr schwer fällt, die Bücher sich zuverschaffen, aus welchen sie genommen sind. Einer besitzt dies Buch, derandere jenes nicht. Ohne Vorhersehungsgabe konnte ich nicht wissen,welches etwa mangeln mögte, daher mußte ich sie alle beifügen. Unan- -genehm wird auch das ihnen beigefügte Namensverzeichniß nicht seyn,wodurch manche Zeiw.rschwendung erspart wird, wenn man zufällig einenNamen wissen will, den man sich erinnert gelesen zu haben, und dieStelle, wo? vergessen hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie vielZeit mir dadurch erspart worden, daß ich einst in früheren Musestunden
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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
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