Nachtrag.
Nachdem der Druck bis hierhin vollendet, erfuhr ich, dassdurch den klassischen Archäologen, Universitätsprofessor Dr.Löschcke, die Alteburg bei Rommersdorf unweit Neuwied unter-sucht und in der Nähe, im „Weisser Gemeinde-Wald", 12Hügelgräber geöffnet worden. Ausserdem sind von genanntemGelehrten in seiner Eigenschaft als Strecken-Kommissar der„Deutschen Reichs-Limeskommission" bei Aufdeckung vonLimesanlagen innerhalb der Rheinprovinz römische Gefäss-scherben zu Tage gefördert worden. Ueber die Ergebnisse hatLöschcke den Verfasser belehrt und demselben gestattet, dieResultate für die Gefässkunde zu verwerten. Inzwischen wurdenauch vom Bonner Provinzialmuseum unter meiner örtlichenLeitung in Vertretung von Museumsdirektor UniversitätsprofessorDr. Klein systematische Aufdeckungen von Teilen der Canabaedes Castells Niederbieber vorgenommen. Die bei dieser Arbeitgefundenen zahlreichen römischen Scherben geben in Verbin-dung mit den von Löschcke zu Tage geförderten römischenein Bild der innerhalb des rheinischen Limeseinschlusses be-nutzten Gefässe und sie sind ein beachtenswerter Beitrag zurKenntnis der r. Gefässe des 2. und 3. Jahrhunderts. DieGefässscherben der Alteburg fördern unser Verständnis derBronze- und Eisenzeit, ebenso die keramischen Arbeiten derHügelgräber im Weisser Gemeinde-Wald. Gehen wir näherdarauf ein:
1. Beitrag zur Kenntnis der Bronze- und Hallstätter
Keramik.
(Die Gefässscherben der Alteburg bei Rommersdorf.)
Die von Löschcke bei der Alteburg zu Tage gefördertenGefässscherben mit Leisten-, Tupfen- und Eingernagelschmuck