Gehe ich von diesen gesicherten Funden aus, so lassen siehfolgende Arten von friihkarlingischen Gefässen unterscheiden.
1. Tat'. XX, Fig. 24—28, Töpfe. Solche sind alseigentliche Grabesbeigaben innerhalb der Rheinprovinz aufder linken Rheinseite bisher nirgendwo gefunden worden,wohl aber hier unter und in Verbindung mit Baufundamentenund auf der rechten Rheinseite, wo Sachsen wohnten mitMenschenknochen-Aschc gefüllt. Es lassen sich folgende Topf-arten unterscheiden.
a. Weite T ö p f e m i t f 1 a c h e m Bode n u n deckiger B a u e h u n g, T af. XX, Fig. 24. Dieselben sindzum Teil etwas härter gebacken als die ähnlichen TöpfeTaf. XX, 3 u. 4, zum Teil aber auch steinhart. Sie habengewöhnlich blausehwarze Farbe und fanden sich in Scherbensowohl in der Meckenheimer Brandschicht, als auch in demfriihkarlingischen Steinbau von Gohr. Der abgebildete gut er-haltene Topf, welcher, wie ich in der Wstd.-Ztschr. (a. a. 0.)nachgewiesen habe, in die Zeit von 690—785 gehören muss,wurde bei Duisburg mit Knochenasche gefüllt angetroffen.An Stelle der eingedrückten, quadratischen Verzierungenfinden sich auf dem oberen Bauchteile des Topfes, von demdie Meckenheimer Scherben stammen, eingeglättete gitter- odernetzföniig schräg nebeneinander gruppirte lange Striche, wiesolche bei den merovingischen Grabgefässen Meckenheims nichtangetroffen sind, aber häufig in roter Farbe bei späterenfränkischen Gefässen vorkommen. Von zwei gutgebackenendickwandigen Scherben von äusserlich grauer, im Innern röt-licher Farbe und durch starken Sandzusatz etwas gekörnterOberfläche, weist die grössere auf eine eckige Bauchung.
b. Vasenförmige Töpfe mit cylindrischem Halse,Taf. XX, Fig. 25. Drei härter gebackcnc Seherben von
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grau-gelber Farbe, die unter drei breiten, scharf eingefurchtenLinien (es sind nicht „zwei"; wie durch Druckfehler derRautertsche Aufsatz angibt), drei Wellenlinien zeigen, ent-sprechen darin wie auch in der Form dem abgebildeten, inDuisburg gefundenen Gefäss, welches ich in die Zeit von690—785 setzen konnte. Scherben derartiger Gefässe mit