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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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3. Taf. XVI, Fig. 10 16. Glänzend schwarz oderglänzend schwarz- oder grünbraun überzogene Ge-fässe sind in drei Arten einzuteilen:

a. Becher, Taf. XVI, 10 14, sind besonders charakte-ristisch für die Gräberfelder der Antoninen-Epoche. Bereitsin den augusteischen Gräbern begegnen wir der in der La Tene-Epoche entstandenen Form Taf. IX, Fig. 17 in der bekanntensogenannten Terra nigra. Die Form geht in der Flavier-Zeitallmählich über zu unseren auf den Gräberfeldern der Anto-ninen-Epoche nirgends fehlenden Bechern Taf. XVI, Fig. 10.Dieselben sind dünnwandig, rot und metallisch glänzend,schwarz oder aber braunschwarz überzogen; viele sind miteinem in das Grünbraune spielenden Ueberzuge versehen.Vielfach sind diese Becher, wie Fig. 11 zeigt, mit runden oder,wie Fig. 12 erkennen lässt, mit länglichen'Eindrücken ver-sehen; sie nehmen auch die Gestalt von Fig. 14 an. In der spät-römischen Zeit, etwas vor dem Zeitalter der Constatine, werdendie Becherformen Taf. XVI, 1013 schlanker, wie Taf. XVIII,Fig. 8 veranschaulicht; diese Art hat sich bis zum Schlussder Rönierherrschaft erhalten. Es fehlen den schwarzen Bechernder Antoninen-Zeit noch die weissen, zuerst mit Farbe dickaufgelegten, später mit einem Pinsel aufgetragenen weissenoder gelblichen Ornamente und Inschriften, welche bekanntlichfür Becher des Zeitalters der Constantine und der Folgezeitcharakteristisch sind.

b. Krüge, Taf. XVI, Fig. 16, finden sich, wenn auchselten, auf den Antoninen-Gräberfeldern. Diese Gefässe sindsehr sauber und zierlich hergestellt in der unter a beschriebenenTechnik. In Gräbern der ersten und letzten Kaiserzeit wurdendiese Gefässe nicht vorgefunden.

c. Becken, T af. XVI, Fig. 15, stimmen in der Technikund Zeitstellung ebenfalls mit a überein, und sie sind in derEntwickelung vielleicht auf ähnliche, der La Tene-Zeit eigen-tümliche Formen zurückzuführen. Aber es ist bezüglichsolcher Metamorphosen der Keramik die grösste Vorsicht ge-boten. In jedem einzelnen Falle ist die Herkunft und Chro-nologie zu berücksichtigen. Die griechische und italische