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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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sind gewöhnlich von weisser oder rötlich gelber Farbe inverschiedenster Grösse. Einige sind etwas gefärbt, gewöhnliehweiss, manchmal auch mit rotbraunen Streifen versehen.Manche haben aufgetragene Reliefbilder, wie das Sonnenrad,kleine Leitern und andere, augenscheinlich sich auf denAckerbau oder Mitraskult beziehende Zeichen. Im TriererProv.-Mus. befindet sich ein weiss überzogenes Gefäss dieserArt, das mit einer Münze von Hadrian zusammen gefundenwurde; sie sind häufig in Culturschichten der Antoninen-Zeit.Wie weit die jüngsten Typen hinaufreichen, weiss ich nichtAnzugeben.

2. Taf. XVI, Fig. 18, mit mattem Farbenüber-zuge versehene Gefässe, lassen sich in vier Arten einteilen:

a. Hohe Schalen, Taf. XVI, 1 4, haben mässig hartgebrannte, dünne Wände, die in der Farbe weiss oder rötlich-gelb und mit blaugrauem oder mit rötlichem Ueberzugc ver-sehen sind. Sie sind im Ganzen recht zierlich und fehltenauf keinem der bisher angestochenen Antoninen-Gräberfelder.Spätere Gräber bergen in der Regel rohere Gefässchen«dieser Art.

b. Cylindrische Becher, Taf. XVI, 5. In der Technikstimmen sie mit 2 a überein. Die älteste Art dieser Becherentwickelt sich bereits in der La Tene-Zeit bei leicht ge-brannten. schwarzbraun gedämpften, oben mit schmalen Ränd-chen versehenen Bechern des Typus Taf. VIII, 11 a. Inweiterer Entwickelung begegnen wir der oben mit einemflachen runden Stäbchen abgeschlossenen Form des glänzendbraunschwarz überzogenen Bechers Taf. XII, 23. Diese letztereBecherart entwickelt sich nach zwei Richtungen: Die eineergab die gedrungenen sehr dünnen weissen, braun oder grauoder blauschwarz, auch wohl rotbraun überzogenen, zuweilenauch mit netzförmigen Ornamenten oder mit Thonkrümchenverzierten Becher Taf. XII, 24; die andere Richtung führtdie mit Lotusschmuck versehenen weissen, oft metallischglänzend braungrün oder blauschwarz oder grau überzogenenBecher Taf. XII, 25 vor. Letzte Becherform verschmälerte undvereinfachte sich zu unserer Form Taf. XVI, 5. Es zeigt diese