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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
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g. Kleinere kump enartige Gefässe mit oderohne Schrägrand, Taf. X, 1214, stimmen in derTechnik, Farbe und Ornamentation, sowie auch ihrem Ursprüngeund ihrer Zeitstellung' nach mit der 6. Art der glatten blauenGefässe tiberein.

h. Becherartige Gefässe, Taf. X, Fig. 1519,haben wieder dünne graublaue Wände, ähnlich der unter abesprochenen Gefässart; auch stimmt die Ornamentik überein.Ebenso finden wir bei den Töpfen Fig. 15 und Fig. 16 nochden Schrägrand. Neu sind aber schon die kleinen wohl zumbequemen Anfassen hergestellten Grübchen. Wir finden ähn-liche an becherartigen Gefässen der mittleren römischen Kaiser-zeit, freilich ist die Technik eine andere. Dasselbe lässt sichin Bezug auf den bauchigen Becher Fig. 16 sagen. Aehnlichin der Technik ist der gehenkelte Becher Fig. 18; allein erhat eine hellere, schmutzig weisse Farbe und zwar der Art,wie die Steingutwaare der Siegburger Kunsttöpferei des 16. Jahr-hunderts. Die Wände sind auch von fast gleichem steingut-artig festen Brande. Als Verzierung sieht man wieder jeneReihen von quadratisch gruppirten Schraffirungen, welchejedoch weit schärfer eingedrückt sind, als bei Fig. 15 und 17.Aehnliehe Technik hat Taf. X, 19. Die Zeitstellung dürftemit der der schlanken Töpfe unter f dieser Abteilung überein-stimmen; bei Taf. X, 15 wurden Gefässe gefunden, die ananderen Stellen desselben Gräberfeldes Münzen des Claudiusbargen.

i. Spiegelglatte g e 1 b r o t b r a u n e Becher mitReifenverzierung und Schrägrand, Taf.X, Fig. 20.Es sind dies offenbar Neubildungen unter den Einflüssen,welche die Taf. X, Fig. 811 abgebildeten Gefässe der erstenrömischen Kaiserzeit hervorriefen. Diese Thonarbeiten, in derDurchbildung geradezu elegant, sind aus Ocker fabricirt, dessenOberfläche nach dem Brande eine lichtrote, stellenweis in dasRotbraune übergehende Farbe hat, während die äusserst dünneBruchfläche gelbrot erscheint. Beim ersten Blick zeigt sich,dass jener Ueberzug nur durch Dämpfen hervorgerufen seinkann. Charakteristisch erscheinen die reifenförmig hervortre-