erkennen und das Bestreben nach kräftiger Profilirung undrecht in das Breite gehender Behandlung, im Gegensatz zu dermehr malerisch zierlichen Kunstweise, welche in den geschweif-ten schnurverzierten Bechern zum Ausdruck gelangt ist. DieTupfen sind in dreifacher Weise hergestellt: Solche, die ver-mittelst des Fingers in die noch weiche Thonmasse eingedrücktwurden, solche, die durch ein Knochen- oder Holzstäbchen ver-tieft sind, endlich wellenförmig nach einer Seite hin modellirteund durch den Fingernagel eingedrückte, mehr mondsichcl-förmige Tupfen.
b. Taf. IV Fig. o—8. Die zweite Art von Gefässenist kleiner und von feinerer Ausführung. „Der Thon ist' ; ,wie v. Co Ii au sen bezeichnend sagt, „milde und von feinerer„Beschaffenheit, was durch die feinen Augit- und Feldspath-„flitter, die er enthält, nicht geändert wird"; er ist baldschwarz, bald rotbraun oder schwarzgrau gebrannt und aussenund innen geglättet, „wodurch er ein etwas lederartiges Aus-sehen erhielt." Es sind bald kleine einfache Töpfe, manch-mal mit starkem Henkel; bald seilen wir auch Kumpeii undSchalen. Wie das Taf. IV, Fig. 5 dargestellte Profil zeigt,haben sie nicht stets eine gleiche Dicke, auch gewisse Uneben-heiten, welche deutlich erkennen lassen, dass die Töpferscheibenicht angewandt wurde. Charakteristisch sind auch hier wie-der die nur sehr schwach gebogenen Linien der Formgebungdes oberen Randes wie die geringe Ausladung des Bauches.Als Verzierungen sehen wir viele der kleinen Töpfe in ihremoberen Teile ganz mit nebeneinander gestellten Nageleindrückenbedeckt. Dann finden sich kurze aufgelegte Stäbe zu je zweiennebeneinander wie Taf. IV, Fig. 8 zeigt.
h) Gefiis.se der 2. Periode älterer Bronzezeit.
Es fehlen in den bayerischen Grabhügeln dieser Periodedie Diademe, ebenso in den bis jetzt aufgedeckten rheinischen.Zu den Halsketten, deren im vorigen Kapitel gedacht wurde,gesellen sich kleine Spiralen mit breit gehämmerten, röhrartigumgebogenen Enden. Solche sind in der Rheinprovinz auchnoch nicht beobachtet worden. Die Brustnadeln hingegen,