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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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und (lurcliloeliteii Hälse; sie waren bestimmt, über der Brustdas Gewand zu halten. Auch zeigt sich hier bei den früherenGewandnadeln mehr die fein eingeritzte oder geschlagene Orna-mentation im Gegensatz zu der später mehr scharf und tiefgefurchten. Alle diese Typen sind besonders charakteristischin der Gegend von Wiesbaden und rheinabwärts bis über dasNahe- und Moselgebiet hinaus gefunden worden, und es ist auchliier, wie für Oberbayern bezeichnend, (lass sich diese Sachenin Hügelgräbern finden, welche in der Regel auf Hochebenenliegen, von denen aus man eine weite Aussicht hat. Die insolchen Todtenwo.hnungen gefundenen Gefässe stimmen imAllgemeinen mit den Seite 3236 mehrfach beschriebenenTöpfen der Ansiedelungen überein. Aber diese letzteren rei-chen in der Regel etwas weiter zurück und führen im Grossenund Ganzen mehr die zum täglichen Bedarfe bestimmte, rohereKeramik vor. Es treten folgende zwei Typen besonders häu-fig auf:

a. Taf. IV Fig. 1 u. 2. Grosse umfangreicheTöpfe mit weiter Mündung, horizontalem Boden und nurwenig nach Aussen ladendem, kräftigen oberen Profile. Dawo letzteres zu dem flachen Bauche übergeht, ist ein schmalesleistenartiges Thonband aufgelegt und mit eingedrückten Tupfenversehen. Der Thon ist plump, stark mit grobem Sand undeckigen Steinstückchen, vermischt. Die Wände haben eineschmutzig rotgraue oder bräunliche, stellenweise eine unreineschwärzliche, stumpfe Farbe; sie sind nach der Aussenseitedes Gefässes absichtlich durch Einkratzungen und grobsandi-

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gen Thonbewurf, oder aber durch Vertiefen oder Einstreichenvermittelst gezackter Instrumente rauh gemacht, damit derThon widerstandsfähiger im Feuer wurde. Das Innere ist hin-gegen geglättet durch feinen nicht mit Sand vermischten Thon,der in fast trockenem Zustande polirt worden. Während derKern mancher Scherben schwarz, ist. die äussere Haut imOxydationsfeuer entrusst und rot gebrannt. Der Brand ist gut,geht fast bis zur Frittung (v. Co hausen Annalen d. V. f.Nass. Gesch. u. Altertumsk. Bd. 15 S. 339340). Es gibtsich in der ganzen Formgebung etwas plaslisch Derbes zu