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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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bestellt nach den Speiseresten auch liier ans Schwein, Reh,Hirsch und Pferd. In allen diesen Anlagen fand sieh wedereine Spur der in dem Monsheimer Gräberfelde vorgekommenenKeramik, noch der durch die schnurverzierten Becher und Am-phoren vorgeführten. Eine höchst charakteristische Ansiedelungmit Culturresten dieser Periode wurde von mir an der Kapellezum Guten manu bei Urmitz am linken Rheinufer untersucht,nachdem mir der Entdecker derselben, Herr W. Fusbahu inBonn, darüber Mitteilung gemacht hatte. Etwas unterhalbdieser Stelle bedeckte die graue vulkanische Aschenschichteinen geschweiften Becher (der vorigen Abteilung) in primärerLagerung; hier ist sie hingegen von einer Anzahl Grubendurchschnitten, von denen einige rechtwinklige Seitenwändeund horizontalen Boden haben. Es, sind das augenscheinlichdie Keller von den darüber oder in der Nähe befindlich ge-wesenen Wohnungen. Andere Gruben nähern sich mehr derKesselform und geben sich so als Feuerungsstätten zu erkennen.In den Gruben und deren Umgebung fanden sich Stücke Lehmmit Abdrücken von Holzstäben oder Zweigen, die offenbar vomBewurf der aus Zweigen geflochtenen Iltittenwände herstammen.Daneben erscheinen kleine Messerehen und Glätter aus Bein,ferner Tierknochen, geglättete Steingeräthe und zahlreicheGefässscherben, die im Allgemeinen etwas Derbes haben, viel-fach umfangreichen Töpfen angehören und von deren Orna-mentation Leisten und Tupfen besonders auffallen. DieselbeKeramik fand ich auch auf dem Burgwalle von Altcoschützbei Dresden in den tiefsten Culturschichten. Hier liegen inBrandschichten verkohlte Weizenkörner, verkohlte Erbsen, dannpolirte steinerne und knöcherne Hämmer, steinerne Beile,knöcherne Pfriemen, knöcherne Pfeilspitzen, Reibsteine, Wirteinund durchbohrte Thoncvlinder. Interessant sind einige hiergefundene, roh modellirte thünerne Tierfigttrchen, unter wel-chen sich das Schwein und der Bär erkennen lassen. DasSchweinchen zeigt unter dem Bauche drei zum Einlass höl-zerner Beinchen bestimmte Löcher.

Ueberaus wichtig in dieser Beziehung sind die von Os-borne (Sitzungsb. d. naturw. Ges. Isis zu Dresden. Heft 1

Koenen, Gefilsskunde. 3