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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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I?. («efässe des Bronzezeitalters.

Neben den Erscheinungen der bis zu dieser Stelle be-trachteten Culturgruppen der aolithischen, der paläolithischenund der folgenden neolithischen Zeit ist in demselben rheini-schen Fundgebiet und weit über dieses hinaus über grosseTeile Europas verbreitet eine Art von menschlichen Erzeug-nissen zu verzeichnen, welche in ihren Anfängen sehr roh istund in allen Teilen mehr den Charakter einer Steinzeit trägt.Aber schon bald oder von Anbeginn derselben gesellen sichzu den geschlagenen und geschliffenen Steinen mannigfachsterArt die ersten Metallsachen und zwar, soweit ich sehen kann,treten zunächst Kupferwerkzeuge auf, denen aber bald diebronzenen folgen. Diese bilden sich allmählich zu jenen schönenWerkzeugen aus, die der ganzen Periode den Namen Bronze-zeit verlieh. In dieser neuen Culturperiode verfeinern sichdie Gefässe und neue treten hinzu, die .aussehen, als seien sieaus den älteren Culturepochen hervorgegangen. Vorherrschendist im Anfange entschieden die Tupfenverzierung und zwarist es eine für die Beurteilung dieser Keramik sehr bezeich-nende Erscheinung, dass sie geradezu charakteristisch für diealten Burgwälle ist, welche auf hohen, in der Kegel steil ab-fallenden und weite Tlniler beherrschenden Bergrücken ange-legt sind, während hier der geschweifte Becher mit Schnur-verzierung gänzlich zu fehlen scheint. Sie fand sicli z. B. in dervon Mehlis (Studien zur ältesten Geschichte der Rheinlande2. Abt.) beschriebenen Ringmauer von Dürkheim, wo auchein kupfernes Flachbeil zum Vorschein kam (Mehlis, Zeit-schrift Kosmos, Bd. XII. S. 213); in der Houbirg bei Nürn-berg und in mehreren anderen von Mehlis untersuchten Burg-wällen (Studien u. s. w. 10. Abt. S. 49). Auch in den von v.Cohausen untersuchten rheinischen Burgwällen kam sievor, besonders in der Wallburg Herrenplatz (Anpalen für Nass.Altert, u. Gesehf. 1879, Bd. XV. S. 338340). Die Fauna