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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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gewölbten, entgegengesetzten zwei in der Mitte der Breitezusammenlaufende Flächen haben. Die Köpfe sind flach ab-gerundet und zeigen eine Reihe von Schlagmarken. Einezweite Art von Steingeräten führt uns Pfriemen vor Augen.Es sind kleine wulstig abgerundete Steinstücke, von deneneine längere, mehrflächige Spitze ausgeht. Dann wurdeneinige Pfeilspitzen gefunden, die in roher Weise durch Ab-schälung breiterer Stücke hergestellt sind. (Bezeichnende Ori-ginale der verschiedenen Arten besitzt das Bonner Provinzial-und das Düsseldorfer Historische Museum.) Als Schläger dientenbirnförmige Geschiebestücke, von denen mehrere halbierte vor-gefunden wurden. Am meisten bezeichnend für die Culturrestedieser Periode bleiben die interessanten Schnitzwerke. So istdie Krone eines Geweihstücks vom Renntier zu einem Vogelgeschnitzt und diente als Steinmessergriff. Ein zweites Renn-tier-Geweihestück zeigt die Anfänge einer ähnlichen Arbeit.Stücke Rüthel weisen daraufhin, dass die rote Farbe verwendetwurde. Ungeachtet dieser auf einen gewissen erwachendenKunstsinn weisenden Vorkommnisse ist auch hier noch keineSpur von Thongefässen gefunden worden. Dasselbe ist auchin der Station von la Madeleine der Fall. Die Menschen derMadeleinezeit Frankreichs, kleine gedrungene Braclrykephalen,sind im Rheinlande noch nicht nachweisbar.

3. Neolithisches Zeitalter.

a) Die neolitliische Bandkeramik.

In Westfalen wurde weder in den mittleren Schichtendes Diluviums, dem gelben Lehm, noch in dem oberen Dilu-vialsand etwas, was auf die Geschichte des Menschen Bezughat, gefunden (Hosius a. a. 0.). Erst in den darauf fol-genden Schichten von grobem Kies, der allmählich in Sand über-geht, zeigten sich Cervus Guettardi, Bos urus, sowie alleTiere, welche jetzt noch wild oder gezähmt hier vorkommen.Von Fleischfressern erscheinen hundeartige Tiere, sowohlWölfe als auch Füchse. Die früher genannten Tiere, Mam-mutli, Rhinoceros u. s. w. lagern nur auf sekundärer Lager-