Druckschrift 
Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
3
Einzelbild herunterladen
 

A. (»efässe des SteliiKeitalters.

1. Aolithisclies Zeitalter.

In den geologischen Zeitaltern der miozänen und plio-zänen Tertiärformationen, in welche die Paläontologie die aus-gegangenen Tiere: Acerotherium, Mastodon, Dinotherium setzt,dann den Elephas meridionalis und das Rhinoceros priscus,hat man nach dem Urteile glaubwürdiger französischer Ur-geschichtsforscher Steingeräte vermittelst des Feuers unddurch Schlag hergestellt. Als vorzüglichste Fundorte werdenThenay und St. Prest genannt. Im Rheinlande sind die Typendieser Art von Steingeräten noch nicht nachgewiesen worden,(doch vergl. d. folgend. Abschnitt).

2. Paläolitliiselies Zeitalter,a) Typen von St. Acheul.

Mortillet (Materiaux etc. J. 1876; le Prehistorique anti-quite de l'homme J. 1883) betrachtet bekanntlich die Periodevon St. Acheul (Chelles) als voreiszeitlich und setzt in dieseden Ncanderthaler Mensch. Mit demselben sollen der Elephasantiquus, das Rhinoceros Merckii und das Flusspferd gelebthaben. Der sogenannte Höhenlehm habe sich damals gebildetund die Thäler seien gefüllt worden, während der Boden sank.Man habe damals im allgemeinen nur mandelförmige Stein-geräte und zwar aus dem am Ort vorhandenen Material ge-fertigt. Auch über eine derartige menschliche Cultur wissenwir bezüglich der Rheinlande noch so gut wie nichts. Wasnun den Ncanderthaler Mensch betrifft, so ist freilich zu be-achten, dass die Hohlräume und Höhlen im Neanderthale imStreichen der Spalten des Elberfelder- oder Stringocephalen-kalkes liegen, welcher als oberstes Glied des Mitteldevon he-