einem Treffen in Brabant, und David Jacob v. R., kaiserl. Oberst-lieutenant und Oberdirector aller Festungen in Schlesien, welcher noch1724 lebte. In der zweiten Hälfte des 17. und der ersten Hälfte des18. Jahrb. wurde das Geschlecht auch mit Gütern in der Oberlausitzangesessen, und um 1716 war Wolff Conrad v. R. Herr auf Ober-Neu-kircli und Nieder-Gebeltzig, Landesbestallter in der Oberlausitz. Di-plomatische Nachrichten über die oberlausitzischen Linien giebtv. Ueclit-ritz aus Kirchenbüchern von 1657 bis 1759. — Der Stamm blühtefort, und Gosda unweit Sorau war noch 1848 in der Hand des Ge-schlechts.
Sinapius , I. S. 748 und II. S. 907. — Grosser, Lausitz. Merlcw. III. a. v. 0. — Gau he,1. S. 814 und 15. — Zedier . 30. S. 1152. — o. Ue.chtritz , diplom. Nachr. VI. S. 83 — 92. —Freih. v. hedehur . II. S. 261. — Siebmacher, I. 52: v. Rausendorf, Schlesisoh. — v. Meding,III. S. 512 und 513. — W.-B. d. Sachs. Staaten, VIII. 40.
Rantenberg. Ein aus der Pfalz stammendes Adelsgeschlecht,welches nach Ostpreussen kam und 1806 zu Gradiken, im Kr. Allen-stein, sass.
Freih. v. Ledebur, II. S. 261.
Rautenberg, Ruttenberg (in Gold sieben schwarze Rauten:4 und 3. Die Zahl der Rauten ist nach alten Siegeln, Zeichnungen,Grabsteinen sehr verschieden, nämlich: zwölf aneinander geschobeneRauten in zwei Reihen: 6 und 6 und neun in drei Reihen: 5, 3 und 1;acht: 5 und 3). Altes, hildesheimisches Adclsgeschlecht, welches 1425das Erbmarschallamt von Hildesheim erhielt, schon 1249 zu Rutenburgsass, später die Güter Heymar, Holzheim, Gross- und Klein-Lopke,Peine und Rethmar erwarb , und zu den Vasallen der Grafen zu Stol-berg gehörte. — Hans v. R. war um 1500 Herr auf Rethmar, undHeinrich v. R. befand sich 1530 im Gefolge des Cardinais und Kur-fürsten zu Mainz, Adalbert IV. von Brandenburg, als derselbe zumReichstage nach Augsburg reiste. Erstercr war ein Aeltervater desBertbold ,v. R. auf Rethmar, welcher als fürstl. braunschweig. Statt-halter, Geh.-Rath und Ober-Berghauptmann 11. Februar 1647 starbund den Mannsstamm des alten Geschlechts schloss. Mit der Erbtocb-ter desselben, Agnes v. R., Gemahlin Gebhard's v. Alvensleben, fürstl.magdeburg. Geh.-Raths, ging 1685 auch der Name des Stammes aus.
Gauhe, T. S. 1815 und IG. — Zedier, 30. S. 1164. — Freih. v. Ledebur, II. S. 261. —Siebmacher, I. 182: v. Ruttenborg, Braunschweigisch. — Harenberg, Histor. diplom. Gan-dprsh., Tab. 33. — Grupen, Hannov. Altertküm. S. 377: S. Sigfridi de Rutenberglie — im Do-cumente von 1325 lieisst derselbe: „Her Sivert van Rutenberglie, riddere". — v. Meding,1. S. 464 und 65 und 11. S. 733.
Rautenberg, Rautenberg-Klinski (in Roth ein silberner Widdermit goldenen Hörnern). Ein in Polen dem Stamme Junosza einver-leibtes Adelsgeschlecht, welches nach Westpreussen kam und die GüterBendergau, Niezorowa, Stengwitz und Zarzecze an sich brachte.
Freih. v. Ledebur , II. S. 261.
Rautencron, Rautenkron, Eichel, Edle v. Rautencron. Reicbs-adelsstand. Bastätigungsdiplom von 1680 für Johann Eichel, Besitzerder Güter Bornum, Nüdlitz und Hohnsleben, fürstl.braunschweig, undniedersächs. Geh.-Rath, Vicekanzler, Prof. jur. primär, zu Helm-stüdt u. s. w., mit der Befugniss, sich; Eichel Edler v. Rautencron zu