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7 (1867) (Ossa - Ryssel)
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attestate des Erzstifts Mainz vom 20. Juni 1787: in Roth ein weissesSchildlein, darin ein grüner Balken). Altes, ritter-, turnier- undstiftsfälliges, rheinländisches Adelsgesclilecht, welches später Rathsam-hausen, früher urkundlich Rattsanihausen, Rotzenhausen und Ratzen-hausen, geschrieben wurde und sich in zwei Aeste theilte, von welchender im Elsass und in der Ortenau blühende sich R, zu Ehenweyr oderauch v. Königsheim nannte. Wolff Dietrich v. R. zu Ehenweyr wargegen Ausgang des 17. Jahrb. der reichsfrei unmittelbaren Ritterschaftim Unter-Elsass Rath und Ausschuss, und Jacob Samson v. R. zuEschenweyr, Herr zu Nonnenweyer, war zu Gauhe's Zeit Rath undAusschuss der schwäbischen reichsfreien Ritterschaft in der Ortenau.Die andere Linie des Stammes schrieb sich Rathsamhausen, Ratzum-hausen zum Stein, s. den nachstehenden Artikel.

Gauhe , I. S. 18046. Siebmacher , I. 192: v. Ttliatsaiuliausen, Elsassisch. v. Me-iling, III. S. 509: auch nach dem W.-B. dos Costnitzer Goncils.

Rathsamhausen, Ratzumhausen v. und zum Stein, auch Frei-herren (in Roth ein goldenes Schildchen mit einem grünen Querbalken).Altes, elsassisches Adelsgeschlecht und, wie schon das Wappen ergiebt,die im vorstehendeil Artikel erwähnte zweite Linie des in demselbenabgehandelten Stammes. Das Stammhaus desselben war das im Elsassgelegene Stammschloss Rathsamshausen unweit Schlettstädt. Die Fa-milie gab zur Auferbauung des Barfüsserklosters zu Schlettstädt nichtnur Grund und Boden, sondern auch Geld reichlich her und erhielt imKloster das Erbbegräbniss. Eberhard v. R. soll 935 vom PfalzgrafenConrad zu Berathungen wegen der Turniere gebraucht worden sein.Philipp R., kaiserl. Rath und Abt zu Peris, wurde 1307 mit JohannBischof zu Aicbstädt, vom K. Albrecht nach Rom geschickt, um dasBistlium Strassburg für seinen Vetter, Johann v. Ochsenstein, auszu-wirken, doch gab der Papst dasselbe, den Wünschen des Kaisers ent-gegen , dem Bischöfe zu Aichstaedt und setzte an dessen Stelle den ge-nannten Philipp v. Rathsamshausen; Peter v. R. fiel 1368 in derSchlacht bei Sempacli, und Burchard v. R. wurde 1436 zum Bischöfevon Basel erwählt. Doch war das dortige Concil gegen ihn, und sowar er denn mit einer jährlichen Pension zufrieden. Um dieselbe Zeitwurde ein v. R., der sehr reich war und das Steinthal besass, in denFreiherrstand versetzt und nannte sich Rathsamshausen auf oder zumStein. Derselbe sass auf dem Schlosse Baldenen im Elsass, zu welchemmehrere Dörfer gehörten. Die Nachkommenschaft desselben erloschim 17. Jahrhundert; doch erhielten die Lehnsvettern von der anderenLinie die Güter nicht, da König Ludwig XIV. dieselbe als mümpelgar-discheLehne seinem Kriegsrathe deChandlien verehrte, der denn auch1697 im Ryswicker Frieden im Besitze derselben bestätigt wurde.

IJertzog , Elsass. Chronik, L. 7, c. 12, S. 25. Hübner, Histor. Polit. P. "VII. und VIII.Gauhe, I. S. 1804 1806. v. Meding, III. S. 510: auch nach einem Erzstift-Mainz. Atte-state vom 20. Juni 1787. Suppl. zu Siebm. W.-B. VI. B. I. 9.

Rathschiller, Ratschiller. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomvom 17. Septbr. 1818 für Joseph Rathschiller, innerösterr. Gubernial-Secretair, wegen 43jä!hriger Dienstleistung. In neuer Zeit standRenatus v. R. als Obcrlieutcnant in der k. k. Armee.

Megerle t». Mühlfeld , S. 247. Schmutz, III. S. 283. Milit.-Schemat. d.Oesterr. Kaiserth.

Kneschke-, Deutsch. Adels-Lex. VII. 23