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Stamm wurde fortgesetzt. In neuester Zeit war Johann Ludwig Rappv. Frauenfels Rittmeister 1. Gl. im k. k. Militairfuhnvesens-Corps.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 416. — Milit.-Scheniat. d. Oesterr. Kaiserth.
Rappacli, auch Freiherren und Grafen (in Silber ein schräg-rechter, rotlier Balken). Altes, ursprünglich steiermärkisches, späterösterreichisches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen StammschlosseRappach unweit Rottenmann. — Vom Grafen Wurmbrand wird zuerstHeinrich v. R. genannt, welcher 1321 bei dem Herzoge Albert inOesterreich Oberhofmeister war, welche Würde auch sein gleichnami-ger Sohn bei dem Herzoge Rudolph in Oesterreich bekleidete. Georgv. R., welcher sieb durch Tapferkeit im Kriege sehr ausgezeichnet,starb 1445 zu Wien und wurde im Erbbegräbniss der Familie in demvon derselben mit milden Stiftungen reichlich versehenen Minoriten-kloster beerdigt. Carl Ferdinand v. R., gest. 1664, brachte den Frei-herrnstand in das Geschlecht, und der Sohn desselben, Carl ErnstFreih. v. R., gest. 1719, den Grafenstand. Letzterer, anfangs kaiserl.Kriegsrath, später Oberstland- und Hauszeugsmeister, Vice-Comman-dant zu Wien, k. k. Kämm, und Erbland-Stabelmeister in Oesterreichob und unter der Enns, und zuletzt k. k. General-Feldmarschalllieute-nant, hatte einen Sohn, welcher bereits 1714 k. k. Kämm, und späterOberst und Commandant der Festung Kuffstein war und seinen Stammfortsetzte. Eine Tochter des Freih. Carl Ferdinand, s. oben, welchervon Einigen schon als Graf angeführt wird: Grf. Marie Theresie, geb. 1660,vermählte sieb 1685 mit dem 1714 verstorbenen Franz Carl Fürsten zuAuersperg, und starb 1741. — Ueber das noch weiter etwa erfolgteFortbiüben der später aber erloschenen, gräflichen Linie fehlen genaueNachrichten. Aus einer freiherrlichen Linie erbte der k. k. Haupt-mann Johann Ferdinand Freih. v. Rappach von der Schwester seines Va-ters, Maria Theresia Grf. v. Tschirnhaus, laut Testaments d. d. We-derau, 6. März 1751, die in Schlesien gelegenen Güter Bartsch imKr. Steinau und Falkenberg mit Wederau im Kr. Bolkenhain, und er-hielt 1757 das schlesische Incolat.
Gr. v. Wurmbrand , Collect, geneal. C. 8. S. 15 und 16. — Hubner , III. Tab. 994. —(rauhe. I. S. 1796. — Zedier, 30. S. 865—68. — Schmutz , III. S. 273. — Freih. v. Ledebur,II. S. 256. — Siebmacher, I. 30: Rappach, Freih. und Herrn. - Spener, S. 580 und Tab. 21.— t>. Meding , II. S. 459.
Rappard (Schild geviert, mit silbernem Mittelschilde, in welchemsich ein schwarzer Adler zeigt. 1 und 4 in Gold ein auswärts gekehr-tes, schwarzes Ross, und 2 und 3 in Roth drei goldene Schellen).Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 22. April 1791 für JacobGerbard Rappard, k. preuss-. Kriegs-und Domainenrath (welcher schonim kurpfälzischen Reichsvicariate 26. Septbr. 1790 den Reichsadel er-halten h^tte) und für die fünf Söhne des verstorbenen k. preuss. Kriegs-und Domainenraths Johann Bertram Arnold Rappard: Johann Conrad,Bertram, Johann Carl Adolph, Wilhelm und Franz Heinrich R., sowie für die beiden Söhne des verstorbenen k. preuss. Kriegsraths undRentmeisters Casimir Alexander R.: Heinrich Wilhelm und JohannCasimir Alexander, für des verstorbenen Kriegs- und DomainenrathsConrad Gerlyird R. Söhne: Dietrich Bertram und Conrad Gerhard