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Philipp R., so wie ihres verstorbenen Bruders, des RegierungsrathsValentin Carl Franz R., Sohn: Franz Wilhelm Carl Arnold R. und fürdie beiden Bruderssöhne des Geh.-Raths und Kammerdireetors Hein-rich Wilhelm R.: Georg und Bartold Friedrich Wilhelm R. Die Ge-nannten waren die Enkel und Bruderssöhne des 1742 verstorbenenKammerpräsidenten zu Cleve, Heinrich Wilhelm R., welchen bereits1737 König Friedrich Wilhelm I. von Preussen hatte adeln wollen. —Die Familie sass im Cleveschen 1790 zu Riswick, in der GrafschaftMarek zu Königsborn ebenfalls 1790 und noch 1810, im Branden-burgischen 1817 und noch 1843 zu Osdorf unweit Teltow, so wie imPosenschen, wo das Geschlecht nach Anfange des 19. Jahrh. sehr an-sehnlich begütert war, noch 1843 zu Pinne im Kr. Samter. — Vonden Sprossen des Stammes traten mehrere in die lt. preuss. Armee undandere gelangten zu hohen Stellen im Staatsdienste.
N. Pr. A.-L. IY. S. 86 und 87. — Freih. v. Ledebur , II. S. 256 und 57. — W.-B. derPreuss. Monarch. IV. 28.
Rappen (in Blau der Kopf eines vorwärts sehenden Stieres, halbroth und halb weiss). Altes, wie schon das Wappen ergiebt, von derFamilie Rapp oder Rappe verschiedenes, ursprünglich thüringischesAdelsgeschlecht, welches das Prädicat: von meist nicht brauchte undauch dem fränkischen Reichsritter-Canton Rhön-Werra einverleibt war.Otto Rappe verkaufte 1335 Schulden halber die Einkünfte zu Eisen-berg (im Altenburgischen), wo er sich eine Zeit lang aufgehalten, demdortigen Kloster, und nach Müller, Annal. Saxon., lebte Hans GeorgeRappe um 1627, und Hans Philipp R. noch um 1652. Im 16. und17. Jahrh. hatte die Familie in Ostpreussen mehrere Güter inne undwar auch 1626 in Schlesien zu Kupferberg unweit Schönau und 1728in Pommern zu Gross-Silber bei Saatzig gesessen.
v. Gleichenstein, Nr. 64. — Sinapius, I. S. 904. - Gauhe , I. S. 1797. — Biedermann,Canton Rhön-Werra, I. Verzeichniss. — Freih r. Ledebur, II. S. 257. — Siebmacher , I. 145:Die Rappen, Thüringisch. — W.-B. d. Sachs. Staaten, XI. 24.
Rappold, Rappolt (Schild der Lange nach getheilt: rechts Roth,ohne Bild, und links von Silber und Blau dreimal sehrägrechts getheilt,oder auch: Schild quer- und oben der Länge nach getheilt: rechtsein schrägrechter Streifen und links drei schräglinke Streifen undunten eine zum Fluge sich, anschickende Taube). — Altes, augsburgerPatriciergeschlecht, nicht zu verwechseln mit der obenerwähnten Fa-milie v. Rappard. — Friedrich Wilhelm v. Rappold war fürstl. anhalt-köthenscher Hofrath und Amtshauptmann. Sechs von den Söhnendesselben standen als Ofticiere in der k. preuss. Armee: vier blieben1756, einer war 1774 Hauptmann im Infanterieregimente v. Rothkirchund Friedrich Wilhelm v. R. starb 1793 als Major im Infanterieregi-mente Jung-Bornstädt. — Später stand noch ein Major v. R*. im Regi-mente Prinz von Hohenlohe, auch war um 1799 die Familie noch inSchlesien zu Guhlau gesessen.
Freih. v. Ledebur , II. S. 257 und III. S. 329. — Siebmacher, II. 153.
Rarrel, Edle. Erhländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1790für Franz Rarrel, Hofconcipisten der k. k. vereinigten Ilofkanzlei, mit: