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Raoul, Rani. Altes, französisches Adelsgeschlecht, aus welchemseit Anfange des 18. Jahrh. mehrere Sprossen in der k. preuss. Armeestanden. Carl Friedrich Peter v. Raoul. k. preuss. Rittmeister undGeneraladjutant des Generals v. Schönfeld, fiel 1794 hei Zagorze ander Narew an der Seite seines Generals, von einer Stöckkugel getroffen.
— Die Familie sass bereits 1727 in Ostpreussen zu Linckau undPollehnen unweit Fischhausen, und in Schlesien noch 1794^zu Schmell-wilz im Kr. Neumarkt und zu Zauche im Kr. Trebnitz.
v. Treskow, Feldzug der Preusson im Jahre 1794, Berlin 1837. — N. Pr. A.-L. V. S. 374.
— Freih. v. Ledebur . II. S. 256.
Rapin, Rapin-Thoyras. Ein wegen der Religionsstreitigkeitenaus Frankreich nach Holland geflüchtetes, reformirtes Adelsgeschlecht, -dessen Namen in den Listen der k. preuss. Armee mehrfach vorgekom-men ist, — Zu demselben gehörte Paul Rapin-Thoyras, bekannt alsGeschichtsschreiber des Kgr. Grossbritannien, geb. 1661 und gest.1725 zu Wesel. Der einzige Sohn desselben, Jacob Benjamin v. R.-Th.,geb. 1707 zu Wesel, starb 1763 zu Stettin als k. preuss. Kriegs- undDomainenrath. Von den drei Söhnen des Letzteren starb Carl Fried-rich v. R.-Th. 1801 als k. preuss. Obergerichtsrath und Director derfranzös. Colonie zu Stettin und Stargard, Isaac v. R.-Th. als k. preuss.Major a. D., und Anton Ludwig v. R.-Th. 1812 als k. preuss. Haupt-mann a. D. Der Sohn des Letztgenannten, Carl Wilhelm v. R.-Th.,starb 1813 als Lieutenant im 3. ostpreuss. Infanterieregimente inFolge der bei Leipzig erhaltenen Wunden. — Früher, 1806, war eink. preuss. Hauptmann a. D. v. R.-Th. Postmeister zu Stettin, ein Oberstv. R.-Th. stand 1806 im Regimente v. Möllendorf und starb 1807 inBerlin, und 1837 war ein v. R.-Th. Rittmeister im k. preuss. Garde-Uhlanenregimente. — Nach der Mitte des 18. Jahrh., um 1756, warübrigens ein Hauptmann v. Rapin-Thoyras aus holländischen Dienstenin preussische getreten. Derselbe wurde 1757 Oberstlieutenant undGeneral-Polizeimeister der Armee, und errichtete als Oberst 1758 einFreicorps in Magdeburg, erhielt aber bald den Abschied.
N. Pr. A.-L. IV. S. 86. - Freih. v. Ledebur, II. S. 86.
Rapp, Rappe, Rappen (in Silber, oder auch in Blau drei schwarzeSparren). Altes, lief- und kurländisches Adelsgeschlecht, welches,nach Hartknocli, mit einem Sohne des Eustachius v. Rapps oder Rap-pens 1460 nach Ostpreussen kam. — Christoph v. Rapp, Herr derAngerappischen und Wesselhaefischen Güter in Liefland, war um 1560preussischer Kanzler. Der gleichnamige Sohn desselben kommt späterals Oberstwachtmeister und Herr auf Angerapp vor. Heinrich v. Rappwar 1640 Generalmajor und Commandant zu Caminice in Polen, wel-chen Posten noch 1713 Johann Carl v. Rapp bekleidete. DiQ Familiewar noch in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrh, in Ostpreussen an-sehnlich begütert.
Hartknoch, Alt. und neues Preussen, S. 451. — Gauhe, II. S. 934 und 35. — Zedier. 30.S 868. — N. Pr. A.-L. IV. S. 86. — Freih. v. Ledebur, II. S. 257. — Keimbt, Curländ.W.-B. 31. - Tyroff, II. 185.
Rapp v. Frauenfels. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von1818 für Ludwig Rapp, k. k. Hauptmann, mit: v. Frauefifels. — Der