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der Familie die Güter Horrich unweit Lechenich, Nesselburg im Cölni-schen und Pech bei Bonn zu.
Freih. v. Ledebur , II. S. 255. — Siebmacher , II. 29 und 112. — Tyroff, II. 25.
Randow, Randau (in Roth eine breite, silberne Schildeseinfas-sung oder ein ausgebrochener, an beiden Seiten etwas eingebogener,spanischer, silberner Schild). Eins der ältesten märkischen Adelsge-schlechter, welches Angelus zu denjenigen zählt, welche sich 926 inder Mark Brandenburg, nach Vertreibung der Wenden, niedergelassenhaben, während Andere annehmen, dass die Familie aus Sachsen nachden Marken gekommen sei. — Als Stammhaus wird gewöhnlich Randauim Magdeburgischen, welches Gut schon 1270 vorkommt, genannt,und schon in früher Zeit kam der Stamm in's Anhaltsche. Nach Beck-mann treten urkundlich auf: Gero v. R. 1200, Gero v. R., Sohn, 1270,und Hermann v. R. 1300. — Im Laufe der Zeit schied sich das Ge-schlecht in zwei Linien, die magdeburgische und schlesische. Aus derersteren Linie wollten, nach Pomarius, Magdeburgische Chronik, S. 76,Hans v. R, zu Redekin, Matthias zu Zabekuck, Peter und Thomas,Vater und Sohn und Curt, und Alle v. Randow, die 1549 im Magde-burgischen wonten, nebst der Stadt Magdeburg, das Interim nicht an-nehmen, und wurden daher von den kaiserlichen Executoren gefangen* und fortgeführt. So gliederreich früher diese Linie war, so stand der-selben nach Anfange des 18. Jahrb. nur noch das Haus Zabekuck zu,welches Hans Ernst v. R. geb. 1693, welcher zwei Söhne, Hans Ernstund Christian Ernst, hatte, besass. Das ebengenannte Haus war übri-gens noch 1790 im Besitze der Familie. Der Stifter der schlesischenLinie war Just oder Jobst v. Randau auf Loburg, einem Städtchen imMagdeburgischen, welcher 1551 starb. Die beiden Söhne desselben,Albrecht und Casper, setzten ihren Stamm fort. Von Caspar stammteHans Casper auf Neudorf im Briegschcn, gest. 1633 als Kammerjunkeram fürstlichen Hofe zu Briog, und von ihm entspross Hans Ernst aufNeudorf, ebenfalls fürstlich briegscher Kammerjunker, welcher zweiSöhne hinterliess: Christian Ernst und Georg Friedrich. ChristianErnst v. und zu Randau auf Bukowine im Oelsnischen war k. preuss.Capitain in der Leibgarde zu Fuss und später, und noch 1730 herzogl.württemb.-ölsnischer Landrath und des Fürstenthums Oels Landesälte-ster, hinterliess aber keine Nachkommen. Von Georg Friedrich aufBogschütz und Damnig stammte aus der Ehe mit Maria Catharinav. Ribbeck a. d. H. Glienicke nur ein einziger Sohn, Ludwig Ernst,welcher 1740 als Domherr zu Halberstadt vorkommt. — Der Stamm,welcher auch nach Meklenburg und Pommern gekommen war, blühtefort, zahlreiche Sprossen desselben standen in k. preuss. Kriegs- undStaatsdiensten , und die Familie blieb im Kgr. Preussen begütert. VonRauer werden 1857 aufgeführt: Hermann v. R. auf Kummin im Kr.Camin; v. R., k. preuss. Hauptmann a. D., auf Kloxin im Kr. Pyritz;Conrad v. R., k. preuss. Lieutenant a. D., auf Pogscbütz im Kr. Oels,und v. R., k. preuss. Hauptmann a. D., auf Stronn, ebenfalls imKr. Oels.
Angeli Annal. S. 39. — Peckenstein, Theatr. Saxon. I. cap. 10. —• Beckmann , Anhalt.