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vieler Aufforderungen und Drohungen des Bischofs zu Ilavelbcrg, dasLehen bei einem der genannten Fürstentümer aufzutragen, weil siewegen einer Herrschaft nicht zugleich vom Reiche und vom Bischöfezu Ilavclberg zu Lehn gehen und doppelte Lehndienste leisten könnten.Hierauf erklärte Bischof Otto zu Havelberg endlich, dass er die Herrenzu Putlitz von den Reichs-Lehendieusten freimachen wollte, gab auchwirklich wegen der Herren zu Putlitz dem K. Sigismund eine ziemlicheSumme Geldes und kaufte dieselben somit von des Reiches Dienstenlos. Da aber Bischof Otto schon 1427 starb, so kam bei seinem Le-ben die Belehnung der Herren zu Putlitz vom Bisthume Havelberg nichtzu Stande, sondern zog sich bis 1430 hin, in welchem Jahre auf Un-terhandlung des Markgrafen und Kurfürsten Friedrich zu Brandenburgdie Herren zu Putlitz endlich die Belehnung annahmen und den Lehns-eid dein Bischof Conrad ablegten. — 1460 wurde Yetigo Gans EdlerHerr zu Putlitz zum Bischöfe zu Havelberg erwählt und hatte 27 Jahreden Bischofssitz inne. — 1489 schied sich der Stamm in die schwarzeund rothe Linie, von welchen erster? 1657 erlosch: die späteren undjetzigen Sprossen des Geschlechts gehören zu der rotlien Linie. —1719 theilten sich, nachdem Albrecht Gottlob zu Putlitz ohne lehns-fäliigc Nachkommenschaft gestorben, in die Lehngüter die Söhne derbeiden bereits verstorbenen Brüder zu Putlitz, so dass von dieser Zeitan sechs Acste des Stammes blühten, von welchen aber später derzweite, dritte und sechste Ast wieder erlosch. Ueber diese sechs Aestegiebt der, die Familie im N. preuss. Adelslexicon betreffende Artikelmehrere interessante Nachweise. — Der alte, berühmte, in der Ge-schichte der Priegnitz so oft und immer ehrenvoll genannte Stammblühte in zahlreichen Sprossen der obengenannten Linien fort, undnoch in neuer Zeit (1857) waren im Kgr. Prcussen begütert: AlbertEduard Edler Herr Gans Freih. zu Putlitz, Erbmarschall der Kur-mark und Mitglied des Herrenhauses auf Retzin und Mansfeld in derWest-, und auf Laaske und Trieglitz in der Ost-Priegnitz; GustavGans Freih. zu Putlitz auf Rohlsdorf in der West-Priegnitz; HermannGans Freih. zu P., k. Kammerherr und Kreisdeputirter auf Wolfs-hagen in der West-Priegnitz; Albert Gans Freih. zu P. auf Putlitz-Philipshof in der West-Priegnitz und Theodor Carl Gans Freih. zu P.auf Gr.-Pankow und KT.-Langerwisck in der Ost-Priegnitz.
Spanyenberg, Adelsspiegel, II. S. 311. — Angelus, Mark. Chronik, S. 77. — Spener , Hi-stor. Insign. S. 248. — Küster, Access, ad Biblioth. Brandenb. II. S. 79—81. — Gauhe, I.8. 1748—50. - Zedier , 29, 8. 1765 und GG. — N. Pr. A.-L. IV. S. 67-72. - Freih. v. Le-debur, II. S. 23G und 37 und III. S. 327: so wie Desselben dynastische Forschungen, II. S. 57.— Siebmacher , I. 27: Gans zu Budlitz, Freih. und I. 150: Die Gänsen, Thüringisch. —v. Westphalen, Monum. iued. IV. Tab. 19. Nr. 34. — v. Mediny, I. 8. 451 und 52.
Putscliner v. Ehrenstreben. Erbländ.-österr. Adelsstand. Di-plom von 1840 für den k. k. Hauptmann Putschner, mit: v. Ehren-streben. Derselbe setzte den Stamm fort und ein Sohn, Franz P. v. E.,war bereits 1857 Hauptmann 1. Classe im k. k. 10. Jägcrbataillon.
Handschriftl. Notiz. — Milit.-Schemat. d. Oesterr. Kaiserth.
Putte, Ritter. Reichsritterstand. Diplom von 1716 für die Gebrü-der Johann Baptist und Heinrich Joseph Putte, Putrider aus Brüssel.
Handschriftl. Notiz.