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Putten (Schild quer gethcilt: oben in Silber ein aufwachsender,schwarzer Adler mit gesenkten Flügeln, und unten in Schwarz drei,2 und 1, silberne Rosen). Ein noch um 1728 vorkommendes Patricier-geschlccht der Stadt Thorn.
Freih. v, Ledebur, III. S. 327.
Putterer, Puttrer, Putterer v. Eichen, auch Freiherren undGrafen (Stammwäppen: in Gold ein schräglinker, schwarzer Balken,belegt mit drei goldenen Butterwecken). Erbländ.-österr. Freiherrn-und Grafenstand. Freiherrndiplom von 1728 für die Gebrüder JosephXaver Albrecht und Franz Gottlieb Putterer, und Grafendiplom von1729 für Joseph Franz Adalbert Freih. v. Putterer. — Altes, steier-märkisches Adelsgeschlecht, aus welchem nach Bucelinus Christian Put-terer bereits um 1305 lebte. Später, 1437, kommt Vitus P. alskaiserl. Hauptmann in Wolckenstein und Hall vor. Friedrich P. warum 1670 kaiserl. Capitain und der Bruder desselben, Georg GotthardP., kaiserl. Kammerrath. Beide setzten den Stamm fort: Erstererhatte fünf, Letzterer zwei Söhne, doch fehlen über dieselben weitereNachrichten.
Bucelini Stemmat. Germ. P. III. — Gauhe, I. S. 1747. — Zedier, 29. S. 1763. — Me-gerle v. Mühlfeld , Erg.-Bd. S. 26 und 89. — Siebmacher, II. 43: Putterer, Steiermärkiscli. —tu. Meding, II. S. 449 und 50: Puttrer, auch nach Bartschens Wappen-B.
Puttkammer, auch Freiherren (Stammwappen: in Blau ein ge-krönter rother Greif mit silbernem Fischschwanz: das Wappen vonCassuben). Reichs- und Freiherrnstand des Kgr. Preussen. Reichs-freiherrndiplom vom 13. Octbr. 1682 für Christoph Heinrich v. Putt-kammer, k. poln. Obersten und kurländischen Landhofmeister, undzwar — da der einzige Sohn desselben, Carl Jacob v. P., schon 1677gestorben war — mit seinen Erbes- und Erbeserben und Freiherrn-diplom des Kgr. Preussen vom 30. Aug. 1737 für Martin Anton v. P.— Eins der ältesten, angesehensten und begütersten AdelsgeschlechterPommerns, welches gleich bei dem ersten Auftreten für das ganze,zwischen dem Gollenberge bei Cöslin und der Weichsel liegende Ge-biet alle anderen Stämme an Bedeutung überragte und als eingebore-nes, altes Ilerrengeschlecht anzunehmen ist. Der unzweifelhafte Ahn-herr der Familie ist nach Allem der in der Geschichte Hinterpommernsund Pommerellcns vielfach mit sehr verschiedenen Amtstiteln: Put-kumer, Subcammcrarius, Camcrarius, Castellanus, Comes palatinus,Palatinus, Woywod u. s. w. in der zweiten Hälfte des 13. und im An-fange des 14. Jahrb. vorkommende Swenzo, — ein Sohn Jesco's — nachwelchem das Geschlecht oft das der Swenzonen, oder nach den ver-schiedenen Besitzungen: Grafen v. Neuenbürg und Tuchel, Herrenvon Rügenwalde, von Schlawe, v. Pollnow, v. Palow und v. Lojow ge-nannt wurde. Von der zweiten Hälfte des 14. Jahrb. wurde der Amts-name: Putkamer, soviel als: Unter-Kämmerer, der gewöhnlich ge-brauchte. — 1620 Hess sich eine Linie des Stammes inCurland nieder,und zu dieser gehörte der obengenannte Freiherr Christoph Heinrich.Nach dem Tode desselben, 1701, erbten die nächsten Agnaten, dieGebrüder George Christoph und Eberhard Johann v. P-, die demsel-
Kneschke , Deutsch. Adelg-Lex. VII. 19