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nennen sich Püster, Peustern, auch Postern und haben 1491 ihreu Rit-tersitz Mittel-Lobdenhurg nach Drackendorf verlegt und sich nachletzterem Gute geschrieben. Heinrich v. Puster kommt 1564 als Prä-sident der Stifts-Regierung zu Zeitz vor, und Henricus Puster, Decanusdes Ilockstifts Naumburg, starb 28. Aug. 1596. — Später wird dasGeschlecht von thüringischen Chronisten nicht mehr erwähnt. — InSchlesien rechnet Sinapius die v. Puster oder Poster unter die vor-nehmsten adeligen Geschlechter, und glaubt, dass die Familie wahr-scheinlich aus Böhmen mit dem Sohne des Königs Georg Podiehrad,Heinrich I., erstem Herzoge in Münsterberg, dahin gekommen und sichdann im Münsterbergischen und Oelsnischen ausgebreitet und die GüterPielau, Woitzdorf, Görlitz, Ramischau, Gr. Raake und Wildschütz er-worben habe. — Melchior Poster war nach Grosser, HI. S. 27, Hof-richter des Markgrafenth. Ober-Lausitz und Melchior P. 1537 herzogl.münsterb. - ölsn. Rath und Hofmarschall. Der Bruder des Letzteren,Christian v. P. auf Woitsdorf, kommt 1547 als Rath am eben genann-ten Hofe vor und hinterliess unter Anderen drei Sühne: Hans v. P. aufPielau, dessen Enkel, WolfF Caspar v. P. auf Görlitz und Wildschützum 1664 herzogl. württemb. Rath und Landes-Aeltester war, Georgv. P., Burggraf zu Wohlau und Heinrich v. P. auf Görlitz. Mit einemEnkel des Letztgenannten, Hans Heinrich v. Puster, k. preuss. Oberst-Wachtmeister, erlosch 14. Nov. 1708 zu Cortryck in Flandern dasganze alte Geschlecht.
Sinapius, I. S. 742 und II. S. 897. — Gauhe, I. S. 1742. — Zedier, 29, S. 1737 und 38.— Freih. v. Ledebur, II. S. 235. — Siebmacher, I. 56: Die Postor, Schlesisch. — v. Meding,III. S. 484 und 85: Peuster v. Drackendorf, auch Poster und Puster.
Pnswald. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1842 fürG. B. Puswald, k. k. Iiofrath.
Handschriftl. Notiz.
Putbus, Puttbus, Freiherren, Grafen und Fürsten. DänischerFreiherrn-, Reichs- und schwedischer Grafen- und schwedischer, imKgr. Preussen anerkannter Fürstenstand, mit dem Prädicate: Durch-laucht. Freiherrndiplom von 1672 für die dänische oder PridborischeLinie der Familie und zunächst für Malte v. Putbus, mit dem Prädi-cate: Baron v. Einsiedelsburg und Kiorup; Reichsgrafendiplom vom13. Dec. 1727 für den genannten Malte Freih. v. Putbus (welcher schon1723 seinem Sohne, dem Freih. Moritz Ulrich, die Herrschaft Putbusabgetreten hatte) und für seine Nachkommen, und schwedisches Grafen-diplom für dieselben und schwedisches Fürstendiplom vom 25. Mai1807 für Malte Wilhelm Grafen v. Putbus — einem Sohne des GrafenMalte Friedrich, welcher das Landmarschallamt im Herzogthum Vor-pommern und im Fürstenthum Rügen erblich erhalten und Enkel desGrafen Moritz Ulrich — so wie für seine Nachfolger im Majorate, wel-ches Diplom, nachdem Schwedisch - Pommern 1815 an die KronePreussen gekommen, König Friedrich Wilhelm III. von Preussen, mitVerleihung des Prädicats Durchlaucht für den jedesmaligen Fürsten,bestätigte. Eine neue Bestätigung erfolgte durch königl. Cabinetsordrevom 4. März 1860. — Das Haus zu Putbus ist eine apanagirte Linieder alten Fürsten der Insel Rügen und eines Theils der Festküste von