Druckschrift 
7 (1867) (Ossa - Ryssel)
Entstehung
Seite
285
Einzelbild herunterladen
 

285

Pommern und nimmt als Ahnherrn den apanagirten Prinzen Stoislafl' T.an. Der Enkel desselben, Borante, schloss 1249 mit Jaromar IL, demEnkel des Bruders seines Grossvaters, einen Erbvergleich, nach wel-chem ihm, als besonderes oder apanagirtes Besitzthum, das SchlossPutbus, fünfzehn Dörfer, die Grafschaft Streye, die Halbinsel Jasmundund andere Güter überlassen wurden und zwar so, dass Borante unddie Nachkommen desselben die abgetretenen Besitzungen mit gleichenGerechtsamen, wie der Fürst v. Bügen seine Ländereien, besitzen unddass nie etwas wieder an die Fürsten v. Rügen gelangen sollte. Boranteund die Nachkommen desselben nannten und schrieben sich einfach vonihrem Sitze, dem Schlosse Putbus, Herren zu Putbus und später, 1483,entstanden in diesem Hause zwei Linien: die dänische oder Pridborischeund die Rügensche, oder "Waidemarsche. Letztere erlosch 1704 und sofolgte denn derselben Erstere, welche, wie angegeben, in den Freiherrn-,Grafen- und Fürstenstand erhoben wurde. Zu dem jetzigen Majorate desHauses gehören die Herrschaften Putbus und Spyker auf Rügen und diein Pommern gelegenen Güter Streu, Silvitz, Darz, Siggermow, Güstelitz,Kettelshagen, Crimnitz u. s. w. Fürst Malte Wilhelm, s. oben, geb.1783 und gest. 1854, Besitzer der Fideicommisslierrschaften Putbus undSpyker u. s. w. auf Rügen, General-Gouverneur und Erblandmarschallvon Neu-Vorpommern und Rügen, Mitglied des k. preuss. Staatsraths,Generallieutenant u. s. w., vermählte sich 1806 mit Luise Freiinv. Lauterbach, verw. gewes. Grf. v. Veltheim, geb. 1784. Dieselbe,gest. 1860, war nach dem Testamente ihres Gemahls lebenslänglicheNutzniesserin der 1845 zur Grafschaft erhobenen Familien-Fideicom-missherrschaften Putbus und Spycker. Aus ihrer Ehe entspross eineeinzige Tochter, Grf. Clotilde, geb. 1809, welche sich 1828 mit Fried-rich Grafen v. Wylich und Lottum, gest. 1847, k. preuss Geh.-Ratlie,Herrn auf Lissa u. s. w. vermählte. Aus dieser Ehe stammt als zweiterSohn: Wilhelm Malte Fürst und Herr zu Putbus, geb. 1836, welchernach Bestimmung seines Grossvaters, des Fürsten Malte Wilhelm zuPutbus, seiner Grossmutter, der Fürstin Luise, lebenslänglicher Nutz-niesserin des Fideicommisses, s. oben, 1860 folgte. Derselbe ver-mählte sich 1857 mit seiner Cousine, Fürstin Wanda, gebor. Freiinv. Veltheim-Bartensieben, geb. 1838 2 aus welcher Ehe drei Töchterentsprossten, die Gräfinnen v. Wylich und Lottum: Marie, geb. 1858,Asta, geb. 1860, und Victoria, geb. 1861.

Micrael, S. 446. D. Job. Dan. Fabricius , histor.-diplom. Geschichte des Hauses Put-bus: sollte 1726 erscheinen, wurde aber nur iui Auszuge 1732 in dessen Erläuter. dos Alt-und Neu-Rügen von Wackerroder mitgetlieilt. Gaulie , I. S. 174346. Zedier, 29. S. 1761.

Jacobi, 1800, II. S. 292. Geneal.-liistor. statist. Alinanach, Weimar, 1832, S. 456 und57. N. Pr. A.-L. IV. S. 65 und 66. Deutsch. Grafenh. d. Gegenw., II. S. 230 und 31.Freih. v. Ledebur, II. S. 235 und 36 und HI. S. 326 und 27. Goth. geneal. Hofkalender,1836, S. 191, 1844, S. 164, 1848, S. 186 und 1866. - v. Meding , IH. S. 500. - W.-B. d. Preuss.Monarch. I. 11: Fst. zu P.

Puteani, Freiherren. Erbländ.-österr. Freiherrnstand. Diplomvom 3. Juli 1783 für Joseph Ferdinand v. Puteani, k. k. Kämm, undHerrn auf Sautig in Böhmen. Die Familie ist ein Zweig des ur-sprünglich aus Rom stammenden Geschlechts de Puteis, zu welchem,als dem gemeinschaftlichen Ilauptstammc, sich die vielen in Frankreich