Druckschrift 
7 (1867) (Ossa - Ryssel)
Entstehung
Seite
49
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1611, und dessen jüngerem Sohne, Andreas v. P., da der ältere Bru-der, Peter v. P., in Folge eines 1604 erhaltenen Rufs zum Professoran der Universität Würzburg ernannt, eine neue Linie, Papius genannt,gründete, s. den nachstehenden Artikel. Begütert im Kgr. Preussen[waren nach Rauer 1857 : Franz Egon v. Rapen auf Lohe im Kr. Soest,Antfeld (Fideicommiss) im Kr. Brilon und Westernkotten im Kr. Lipp-stadt; Ferdinand v. Papen auf Wilbringen im Kr. Recklinghausen;Franz Joseph v. P. zu Werl auf Köningen im Kr. Soest und Wernerv. P. auf Westrich, ebenfalls im Kr. Soest,

Handschriftliche Notizen. Frei/i. v. Ledebur , II. S. 180 und III. S. 3*20. Siebmacher,III 127 und Suppl. zu demselben, I. 31.

Papen, Pape, genannt Papius, Freiherren (Schild geviert, mitMittelschilde. Im Mittelschilde das v. Papensche Stammwappen, s. denvorstehenden Artikel. 1 u. 4 in Roth ein einwärts gekehrter, doppeltgeschweifter, goldener Löwe und 2 u. 3 in Silber ein einwärts sehender,schwarzer Adler). Reichsfreiherrnstand. Diplom vom 18. Aug. 1763für August Franz v. Pape, k. k. Reicbskammergerichts-Assessor. Altes,zu den adeligen Erbsälzern v. Papen zu Werl in Westphaleu, s. denvorstehenden Artikel, gehörendes Geschlecht, aus welchem Peter v. Pa-pen ein Sohn des Christoph v. P.. Herrn zu Scheidingen und West-rich 1604 unter dein Fürstbischöfe Julius zu Würzburg den Rufals Professor beider Rechte an der wiederhergestellten Universität Würz-b.urg erhielt und der damaligen Sitte gemäss seinen Namen inPapius"latinisirte. Vermählt mit Margaretha v. Westphaleu zu Scheidingenund Fürstenberg, wurde er Vater zweier Söhne und starb 1626 alsfürstl. w. Hofrath. l)er ältere-Sohn, Peter Christian Franz, hatte1603 als Stadtschuldheiss zu Erfurt mit Hülfe französischer Truppenwesentlich zur Unterdrückung des Aufstandes in Thüringen beigetragen,bekam, nach mehreren rühmlichst verrichteten Gesandtschaften, durchkaiserliches Diplom vom 30. April 1664 eine Bestätigung des ihm zu-stehenden Adels und starb 1687 als w. Regierungs-Kanzler zu Würz-burg. Von dem jüngeren Sohne des Peter v. P.: Conrad FriedrichPapius, gest. 1686 als fürstl. würzburg. Landzahlmeister, Stadtraths-Senior und Oberbürgermeister und dessen Söhnen und Enkeln, welchegleichfalls fürstbischöfl. Geh. Hofräthe und Bürgermeister zu Würzburgwaren, stammen der kaiserl. Reicbskammergerichts-Assessor zu Wetz-lar: Johann Hermann August Franz v. Papen, genannt Papius, gest.1793, welcher, wie oben angegeben, unter Bezugnahme auf seinen al-ten Adel, zum Reichspanner-und Freiherrn ernannt wurde, der k. bayer.Appellationsgerichts-Director Georg Lothar Franz Freih. v. Papius zuSalzburg, geb. 1751 und gest. 1825, der k. bayer. Appellationsger.-Präsident zu Aschaffenburg Ferdinand v. Papius u. s. w., welche Alle,mit Ausnahme des Vorigen, der das Stammwappen zum Herzschildedes erwähnten gevierten Schildes machte, das Stammwappen der altenwestphälischen Familie beibehielten.

^ Hiuidscliriftl. Notiz,. - r. Latin, S. 1U5 und Uli. - Freih. v. Ledebur, JI. Seite 180. -eneul. Taschenb. der freib. Häuser, 1855, S. 412 und 13. - Suppl. zu Siebm. W.-B. XI. 4. -jy 'K' 8 Kgr. Bayern III. 73 und e. Wölckern, Abtli. 3. S. 104 und 05. r. Ilefner , bayr.Allel, lab. 50 und S. 40. Kneschke, I. S. 322.

I Kneschke , Deutsch. Adels-Lex. YU. 4: