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7 (1867) (Ossa - Ryssel)
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Papelier. Reichsadelsstand. Diplom von 1762 für Johann Da-vid Papelier, Pfalz-Zweibrückschen Kanzler.

Handschriftl. Notiz.

Papenlieim, Pappenheim, Freiherren (in Silber ein freistellen-der, reclits gekehrter, gekrönter, schwarzer Rabe). Altes, ritterschaft-liches Adelsgeschlecht, welches ursprünglichdie Raven" hiess, nichtzu verwechseln, wie schon das Wappen ergiebt, mit den Erbmarschäl-len des h. r. R. und Grafen zu Pappenheim. Dasselbe soll nach Eini-gen schon zu Zeiten des K. Carl d. Gr. in Westphalen geblüht haben,kommt aber urkundlich erst im 12. Jahrb. vor. Das Stammschloss Pa-penlieim lag im Paderbornschen und wurde gegen Ende des 12. Jahrh.zerstört, worauf die Papenheimer in dem nahen .Warburg das Bürger-recht nahmen. In einem Kaufbriefe von 1297 treten als Zeugen auf:Raveno de Papenlieim et suus filius Raveno, ITermannus Marscalcus,Henricus de Mederike, Raveno, filius junioris Ravenonis, Militis, D. deLovene. Das Geschlecht war schon damals ansehnlich begütert undtrennte sich frühzeitig in drei Linien, die sich, das gemeinschaftlicheStammwappen beibehaltend, nach den Burgen Canstein, Kocheinbergund Papenheim nannten. Die letztere Linie, deren Stammsitz späterLiebenau am Diemelstrome in Kurhessen war, führte allein, währenddie beiden ersteren Linien die Namen ihrer Schlösser Canstein undKocheinberg annahmen, den Namen: Papenheim fort und es wird ausderselben Johann v. P. mehrfach urkundlich genannt, so besonders ineinem Vertrage mit Johann v. Nym vom Urbanitage 1360 wegen einesAltarlehens zu Warburg. Derselbe unterschrieb auch, nach Kuchel-becker, ein von den Herren v. d. Malsburg errichtetes Testament alsZeuge. Von dem jüngeren Bruder Johann's v. P.: Herbold, welchermit den v. Westerburg Liebenau zu gleichen Theilen besass und 1347urkundlich als strenuus miles aufgeführt wird, stammen alle jetzt nochlebenden v. Papenheim ab und mit ihm beginnt auch die fortlaufendeStammreihe des zur kurhessischen Ritterschaft zählenden Geschlechts.Der Enkel desselben, Burghardt I., befehdete 1423 die Stadt Mühl-hausen und sein Sohn, BurghardtH., welcher noch 1483 lebte, erhieltvom Hochstifte Paderborn die andere Hälfte des Schlosses Liebenauals Mannslehn. Nach dem Tode desselben theilten sich seine dreiSöhne so in das Erbe, dass Christoph Liebenau, Friedrich Stremmenund Joerg Gladebeck erhielt. Die Linie Liebenau erlosch 1718 mitAlexander v. P., nachdem die Linie Gladebeck schon 1632 mitAdam v. P. ausgestorben war und so blüht denn nur noch die LinieStammen. Aus dem Hause Liebenau war übrigens im 17. Jahrh. die

Familie auch nach Dänemark gekommen und hatte sich dort ausge-

breitet, auch blühte noch bis um die Mitte des 18. Jahrhunderts ein

dann ausgegangener Zweig des Geschlechts zu Wölfersheim in der Wet-terau, welcher mit dem angesehenen frankfurter Patriciergeschlechteder Freiherren v. Glauburg vielfach verschwägert war und zu welchemder frankfurter Oberst Theodor Wilhelm v. P., gest. 1764, gehörte.Was die genealogischen Verhältnisse der jetzigen Glieder des Ge-schlechts anlangt, so stammte aus der Ehe des Friedrich Luppert