II. S. 1894—08. - Zedier, XXV. S. 2107. — 1 fegfi U e. MüMfetd, Ilrg.-Bd. S. 24. - Freih.v. I.cde/>ur, H. S. 170.
Ostau (in Silber ein quergelegter, mit der Faust nach rechts ge-kehrter, den Ellbogen nach oben krümmender, sonach gestürzter, ge-harnischter Arm, welcher von drei sechsblättrigen, rothen Rosen, zweioben . eine nuten, begleitet wird. Das Wappenbild wird auch als Arm-oder Beinschiene aufgeführt. Eine Nachricht aus der Familie nenntdas Wappenbild eine Armschiene). Altes, ursprünglich aus Thüringenstammendes Adelsgeschlecht, welches sich zu Anfange des 15. Jahrh.nach Ostpreussen wendete, wo dasselbe im Laufe der Zeit einen sehrausgedehnten, vom Freih. v. Ledebur genau angegebenen Grundbesitzerlangte. Kissitten im Kr. Preuss.-Eylau und Kaegels im Kr. Fried-land standen schon 1500, Kleszowen im Kr. Darkehmen um 1550 derFamilie zu. Am stärksten war das Geschlecht in den Kreisen Fried-land und Pr. Eylau begütert. Puschkeiten, Stockheim und Dommelkeimim Kr. Friedland waren noch 1800, Lablachen im Kr. Labiau von1643 bis auf die neueste Zeit im Besitz der Familie. — Der Erste desStammes, welcher inPreussen bekanntwurde, war Johann v. Ostau.Derselbe kam 1434 zu Zeiten des 26. Landes-Hochmeisters Paul v. Rusz-dorff in dieses Land und wird Ordensfühnrich und Pannierführer ge-nannt. „Seine Nachkommen — heisst es in einer Familienurkunde —sind berühmte Kriegsleute, Kanzler und weise Räthe von Zeit zu Zeitgewesen." — Vornehmlich haben sich mehrere Sprossen des Geschlech-tes um das preussischc Justizwesen verdient gemacht und man findetin den Annalen der Geschichte der preussischen Justiz der Namen der-selben, als Kanzler des Tribunals und als preussische Hofrichter, zuverschiedenen Zeiten ehrend gedacht. — Der näher bekannte Stamm-vater ist Georg v. Ostau auf Kissitten und Kaegels, welcher um 1550lebte. Mit ihm beginnt die fortlaufende Stammreihe, Von den dreiSöhnen desselben wurde Fabian v. 0. auf Kissitten und Kaegels Stifterder älteren und Siegmund v. 0. auf Kleszowen (Kleschowen) Gründerder jüngeren Linie, während der dritte, Johann v. 0. auf llischken undJacobsdorf, ohne Nachkommenschaft starb. Die ältere Linie erloschgegen Ende des vorigen Jahrhunderts, während die jüngere in der Pro-vinz Preussen und in den jerichowschcn Kreisen des Herzogtlmms Mag-deburg fortblüht. Aus der älteren Linie gingen hervor: Wolniar v. 0.,gest. 1652. — ein Sohn des genannten Fabian v. 0. — Herr auf Kis-sitten. Kaegels und Nerfken. Söhne desselben waren: Albrecht v. ().,geb. 1613 und gest. 1678, auf Nerfken, Kaegels, Sedlienen und Schön-Hiess, Geh.-Rath und Hofrichter und Ludwig v. 0. auf Lablacken, Kis-sitten u. s. w,, der Republik und Krone Polens Gberstwachtmeister zuPferde. Der Sohn dos Letzteren war Ludwig v. 0., geb. 1663 undgest. 1727, auf Lablacken u. s. w., w. Geh. Etatsniinister, Kanzler undLehnsdirector, verm. mit Maria Casimire Eleonore Grf. v. Schlieben.Georg v. 0., gest. um 1610 auf Schauhlitten und Albrecht v. 0. aufPaulieneu waren ebenfalls Söhne des Stifters dieser Linie. Der Ersterehatte Nachkommenschaft durch Falyan v. 0. auf Paulienen, geb. 1600und gest. 1653, dessen Urenkel, Albrecht Sigismund v. 0., geb. 1712,
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